Allgemeine Berichte | 09.05.2018

Vortragsveranstaltungen der Kaiser Ruprecht Bruderschaft zu Rhens

Vom Kölner Dom zur Bilderhandschrift Kaiser Heinrichs VII.

Führung durch den Scharfen Turm am 13. Mai - Vortrag über Bilderhandschrift am 15. Mai

Die drei geistlichen und vier weltlichen Kurfürsten anlässlich der Wahl Heinrichs von Luxemburg zum römisch-deutschen König im Jahr 1308 – kolorierte Zeichnung, um 1340. Alexander Thon M.A., Lahnstein

Rhens. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Jahres 2018 war Dr. Carolin Wirtz aus Bonn bei der Kaiser Ruprecht Bruderschaft zu Rhens zu Gast und widmete sich in einem weit ausgreifenden Vortrag der Geschichte des Umfelds des Kölner Domes und den Bestrebungen zur Freistellung der ehrwürdigen Kathedrale seit dem 19. Jahrhundert. In ihrem reich bebilderten Referat betonte Carolin Wirtz, dass bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts der bedeutende, aber noch unfertige Sakralbau nicht etwa frei über der Stadt und dem Rheinufer emporragte, sondern von zahlreichen kleineren Gebäuden eng umschlossen wurde. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man mit dem Abbruch von Häusern in der unmittelbaren Domumgebung, was im Zuge der Domvollendung noch deutlich gesteigert wurde.

Dennoch reichte auch bei dessen Fertigstellung 1880 die gewachsene, von engen Gassen und Plätzen durchzogene Bebauung teilweise noch dicht an den monumentalen Kirchenbau heran.

Platzanlagen rund um den Dom

Um ein repräsentatives Umfeld gestalten zu können, wurden in drei Phasen zwischen 1882 und 1902 die verbliebenen Altbauten der Domumgebung niedergelegt und an ihrer Stelle großzügige Platzanlagen errichtet. An dieser „Freilegung“ der Kathedrale kam dem Zentral-Dombau-Verein Köln als Initiator und Finanzier der Kosten in Höhe von rund 5 Millionen Goldmark eine ganz wesentliche Rolle zu. Die bekannte Bonner Historikerin wies überzeugend darauf hin, dass die damals geschlossenen Verträge zwischen Stadt und Verein bis heute Gültigkeit besitzen, dementsprechend keine Neubauten in unmittelbarer Nähe des Doms errichtet werden dürfen und durften. Dies gilt auch für das Römisch-Germanische Museum und das Museum Ludwig, die streng genommen also „Schwarzbauten“ sind. Dennoch wird es natürlich keine Bestrebungen geben, nun etwa Abrissmaßnahmen zu ergreifen. Mit nahezu tagesaktuellem Bildmaterial zeigte Dr. Wirtz die neuesten Baumaßnahmen, die tatsächlich einiges zur Verbesserung des Domumfeldes geleistet haben, auch wenn das zentrale Problem, nämlich die Verkehrssituation, wohl niemals zufriedenstellend gelöst werden wird. Die mehr als 30 anwesenden Gäste dankten der Referentin mit Applaus und hakten in einer halbstündigen Diskussion bei zahlreichen Detailfragen nach.

Kommende Veranstaltungen

Im Rahmen des weiteren Veranstaltungsprogramms der Kaiser Ruprecht Bruderschaft wird am Sonntag, 13. Mai erstmals wieder der Scharfe Turm in Rhens von 14 bis 17 Uhr für das Publikum geöffnet. Die anwesenden Mitbrüder führen durch den markanten und bedeutenden Stadtmauerturm und informieren über seine Geschichte. Zwei Tage später, am Dienstag, 15. Mai, referiert um 18 Uhr Professor Dr. Wolfgang Schmid aus Trier/Winningen im Hotel/Restaurant Roter Ochse in Rhens über das Thema „Die Bilderhandschrift von Kaiser Heinrichs Romfahrt als Quelle zur deutschen Verfassungsgeschichte“. Die besagte Handschrift aus der Zeit um 1340 gilt als eine der bedeutendsten Bilderhandschriften des Spätmittelalters. Von besonderer Wichtigkeit ist eine kolorierte Zeichnung, welche die sieben Kurfürsten (tatsächlich waren nur sechs anwesend) anlässlich der Wahl des Königs im Jahre 1308 zeigt. Zu beiden Veranstaltungen lädt die Bruderschaft alle interessierten Damen und Herren ein. Der Eintritt ist kostenfrei, Gäste sind willkommen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Bruderschaft (www.kaiser-ruprecht-bruderschaft.de) oder sind beim Kanzler der Bruderschaft, Tel. (0 26 21) 6 96 86 95, e-mail: ALThon@web.de zu erhalten.

Die drei geistlichen und vier weltlichen Kurfürsten anlässlich der Wahl Heinrichs von Luxemburg zum römisch-deutschen König im Jahr 1308 – kolorierte Zeichnung, um 1340. Foto: Alexander Thon M.A., Lahnstein

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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