Vom Prümer Gang und zahlreichen Flurnamen
Ahrweiler. Der Ahrweiler Heimatforscher Hans-Georg Klein hat den Mitgliedern des Ahrtal-Gästeführer e.V. in der Vergangenheit schon verschiedene Vorträge zur Geschichte Ahrweilers dargeboten. Obwohl er jetzt seinen wohlverdienten Ruhestand genießt, hat er es sich nicht nehmen lassen, erneut von seinem umfangreichen Wissen abzugeben.
In der jüngsten Vergangenheit sind zahlreiche neue Gästeführer ausgebildet worden, die bisher noch nicht an den Vorträgen von Hans-Georg Klein teilhaben konnten und die wissbegierig seinen Ausführungen folgten.
Zunächst ging Hans-Georg Klein auf die Flurnamen ein. Mit Flurnamen werden Äcker Wiesen, Weideland, Weingärten, Brachland, Wälder, Sümpfe, Berge und Hügeltäler, Uferbereiche und vieles andere mehr benannt. Sie dienen der Orientierung im Raum und identifizieren Objekte innerhalb kleiner geografischer Einheiten, meistens einer Dorfgemarkung. Sie sind eine Art historisches Archiv und bewahren Informationen aus der Vergangenheit. So erfuhren die Gästeführer, wo die Bezeichnungen Schindskaul, Green, Galgenfeld oder Beinacker ihren Ursprung haben. Leider geraten Flurnamen zunehmend aus dem Gedächtnis der Menschen und leben dann bestenfalls noch in Straßennamen weiter.
Im Weiteren ging Hans-Georg Klein auf die Geschichte des Prümer Gangs ein. Am 6. November 1430 war für Ahrweiler ein ganz bedeutender Tag. Der vier Jahre zuvor als Nachfolger Friedrichs von Schleiden gewählte Abt Heinrich II. von Are-Hirstorff hielt an der Spitze eines großen Gefolges seinen ersten Einzug in Ahrweiler und nahm den Grund und Boden der Abtei Prüm offiziell in Besitz. Dabei wurde erstmalig der Prümer Gang durchgeführt, der dann später alle 8 – 9 Jahre wiederholt wurde.
Detailliert beschrieb Hans-Georg Klein den Verlauf des Prümer Gangs innerhalb und außerhalb der Stadtmauern von Ahrweiler. So führte dieser unter anderem durch die heutige Niederhutstraße, die damals die Judengasse war. Erst mit der Veröffentlichung der Geschichte des Prümer Gangs gab es einen Nachweis dafür. Bis dahin wurde die Existenz der Judengasse angezweifelt oder sogar geleugnet. Hans-Georg Klein beschäftigt sich in aktuellen Aufsätzen auch mit jüdischem Leben in Ahrweiler.
Die Gästeführer erfuhren noch viele interessante Details zur Geschichte Ahrweilers. Sie dankten Hans-Georg Klein für die spannenden Ausführungen, die Motivation sind, sich noch intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen.
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