Allgemeine Berichte | 10.02.2026

Zehn Schritte in 100 Tagen: Dr. Phiesel gestaltet Rheinbach aktiv

Von Finanzen bis Jugend

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Gespräch mit Mitarbeitenden des Betriebshofs der Stadt RheinbachFoto: Stadt Rheinbach

Rheinbach. In den ersten 100 Tagen im Amt hat Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel gemeinsam mit Rat und Verwaltung in zehn zentralen Bereichen konkrete Maßnahmen umgesetzt und wichtige Entscheidungen getroffen. Der Schwerpunkt lag dabei auf Handlungsfähigkeit, klaren Prioritäten und zügiger Umsetzung.

Im Bereich Finanzen wurde ein Konsolidierungspakt beschlossen. Mit verwaltungsinternen Sparmaßnahmen, der Einrichtung einer Sparkommission und einer Selbstverpflichtung sollen Steuererhöhungen vermieden und die Handlungsfähigkeit der Stadt gesichert werden. Dr. Phiesel betont: „Mit gemeinsamen Anstrengungen, einer sparsamen Haushaltsführung und klarer Priorisierung halten wir unsere Stadt am Laufen und sichern die Zukunft Rheinbachs ab.“

Für Sicherheit und Ordnung entschied der Stadtrat den Neubau der Feuerwehrwache im Wolbersacker. Dabei werden mehr als eine Million Euro eingespart, da auf die DGNB-Gold-Zertifizierung verzichtet wird, während nachhaltige Aspekte dennoch berücksichtigt bleiben.

In der Digitalisierung nutzt die Stadtverwaltung ab sofort KI-Systeme wie ChatGPT als unterstützendes Arbeitswerkzeug, um Mitarbeitende zu entlasten und Abläufe effizienter zu gestalten.

Beim Hochwasserschutz zeigt Rheinbach vollen Einsatz: Die Stadt hat klar Stellung zur Ausweisung neuer Überschwemmungsgebiete bezogen und ergänzt den Schutz durch technische und naturbasierte Maßnahmen. In Ramershoven wurde ein Fluttor installiert, zudem wurde ein Förderprogramm für erosions- und überschwemmungsmindernde Bepflanzung eingerichtet. Das kommunale Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept soll 2026 verabschiedet werden.

Kulturell positioniert sich Rheinbach von Mai bis September 2026 als regionaler Kulturmagnet. Unter dem Motto „Kunst findet Stadt“ rückt das Projekt Demokratie in den Mittelpunkt, bringt künstlerisches Potenzial nach Rheinbach und nutzt den öffentlichen Raum sowie Schaufenster als niederschwellige Orte für Austausch und Dialog.

Im Verkehr wurden Tempo-30-Zonen in allen Ortschaften geplant, die Hauptstraße soll beruhigt und der Fahrradverkehr weiter gestärkt werden. Der Verkehrsentwicklungsplan wird vorangetrieben, ein umfassendes Konzept zur sicheren, leisen und umweltfreundlichen Mobilität soll im Frühjahr vorgestellt werden. Zudem befindet sich die Verwaltung in enger Abstimmung mit Straßen NRW bezüglich der Sanierung des Ölmühlenwegs zwischen Rheinbach und Merzbach.

Zur Wirtschaftsförderung wurde eine Strategie beauftragt. Die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete und die Neuausrichtung des Gründer- und Technologiezentrums mit Fokus auf Biotechnologie sollen die Leistungsfähigkeit Rheinbachs langfristig sichern. Verwaltung und WFEG werden im Frühjahr ein richtungsweisendes Strategiepapier vorlegen.

Im Klimaschutz präsentierte die Stadt Rheinbach eine kommunale Wärmeplanung. Zwei Jahre vor der gesetzlichen Verpflichtung wurde eine tragfähige Planung erarbeitet, mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Dr. Phiesel betont: „Dabei ist mir eine transparente Information wichtig. Eine enge Beteiligung der Bürgerschaft steht auch bei den weiteren Schritten im Mittelpunkt.“

Für die Stadtentwicklung wurde ein Bauturbo beschlossen. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt werden, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

Im Bereich Jugend nimmt das Projekt Rutschenberg Formen an: Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen, die LEADER-Förderung wurde beantragt und die Spendensammlung ist angelaufen. Ein konkreter Zeitplan soll im März vorgestellt werden. Zusätzlich startet ein Vorhaben zur Beschattung vieler städtischer Spielplätze, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen und die Gesundheit der Kinder zu schützen. Begonnen wird im Frühjahr mit einer Baumpflanzung in Irlenbusch.

Bürgermeister Phiesel unterstreicht, dass die ersten 100 Tage nur der Anfang sind: „Wir haben die Zeit gut genutzt, um wichtige Entscheidungen zu treffen und Weichen zu stellen. Jetzt geht es darum, die Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und uns strategisch clever zu positionieren. Das ist Teamarbeit von Bürgerschaft, Verwaltung und Rat.“BA

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Gespräch mit Mitarbeitenden des Betriebshofs der Stadt RheinbachFoto: Stadt Rheinbach

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