Allgemeine Berichte | 02.08.2017

Dreißig Jahre Jehovas Zeugen in Meckenheim

Von der Fliese zu Bibel

Die Fliesenfabrik im Jahr 1985.

Meckenheim. Vor rund 33 Jahren wurde es für die Zeugen Jehovas der Umgebung nötig , einen Kongresssaal auf einem großzügigen Gelände zu bauen. Es wurde geplant, ein großes Gebäude zu erstellen, indem wöchentlich circa 1500 Personen belehrt und im Glauben gestärkt werden könnten als auch ein kleinerer Saal für eine neu zu gründende Gemeinde. Die Wahl fiel auf die Fliesenfabrik Wessel-Servais, ein Fabrikgelände in Bahnhofsnähe, das seit einigen Jahren leer stand. Dieter Sorgatz aus der Gemeinde Meckenheim erinnert sich: „Das Gebäude hatte eine gute Bausubstanz, das Gelände war allerdings verwildert. Bislang hatten wir für Kongresse Säle angemietet, aber im Lauf der Jahre waren diese einfach zu klein. Dieses Objekt war perfekt für unsere Zwecke und da der Kaufpreis günstig war, konnte es 1985 erworben werden.“ Die Umbauten daran wurden von freiwilligen Facharbeitern und Helfern durchgeführt.

Diese reisten auf eigene Kosten an.

Die Fachkräfte brachten ihr know-how und ihre Ausdauer mit ein und die vielen Helfer unterstützen sie tatkräftig. Das hat auch die Anwohner beeindruckt. Durch den Einsatz dieser ehrenamtlichen arbeitenden Teams konnte der gesamte Umbau beziehungsweise die Erweiterung in nur 18 Monaten abgeschlossen werden. Bei der Gestaltung der Außenanlagen wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, den wertvollen Baumbestand zu erhalten. Die Buchenhecke, die vielen Tieren Lebensraum bietet, wurde ergänzt. Seine Frau Renate denkt an andere Begebenheiten: „Die Meckenheimer freuten sich, als wieder Leben in das alte Gelände kam. Es waren bis zu 500 Freiwillige, die am Bau in den anderthalb Jahren verpflegt wurden.

Ein Bauer in einem anderen Ort erlaubte, dass eine Familie Nachlese auf seinem großen Kartoffelacker hielt und ein anderer Obstbauer aus der Nachbarschaft des Saals überließ uns die Nachlese der Himbeeren. Andere Glaubensschwestern kochten, wenn es kalt war, in großen Töpfen Suppen und brachten sie zu Baustelle. So gab es immer gesundes und leckeres Essen.“

Wie beurteilt man die Lage jetzt, 30 Jahre später?

Dieter Sorgatz: „Wir sind froh, am Rand Meckenheims zu liegen. Die Nähe zum Bahnhof ist ein echter Vorteil. Und wir freuen uns sehr über unsere verständnisvollen Nachbarn im Neubaugebiet, die gewisse Einschränkungen durch Verkehr und Parken verständnisvoll und ohne Klagen hinnehmen. Und sollte die angekündigte Unterführung unter die Bahnschienen realisiert werden, wirkt sich das sehr positiv auf die Umwelt, die Verkehrssicherheit und die Pendlerzeiten unserer Nachbarn aus.“

Viele Meckenheimer sind erleichtert, dass keine neue Fabrik entstand. „Wir sind froh dass nicht Tag und Nacht LKW s fahren, und kein Schornstein Dreck in die Luft pustet. Abends ist immer Ruhe und wir können entspannen“ äußert sich ein Anwohner.

Auch die Gemeinde der Zeugen Jehovas freut sich über den Standort des Kongressaals. Kati Waerder erklärt: „Die Kongresse finden ja in vielen verschiedenen Sprachen statt. Somit hat die Stadt im Sommer ein internationales Flair. Die Hotels, Pensionen und Restaurants sowie die Kaufleute profitieren davon, dass die Gäste ein Wochenende hier verbringen.

Und wir schlossen internationale Freundschaften, die seit Baubeginn im Jahr 1985 bestehen und eine Bereicherung unseres Lebens sind.“

Hans Waerder ergänzt: „Als die Kongresse dann 1987 begannen, bat uns ein Restaurantbesitzer um eine Liste der Kongressdaten, damit er sich auf den Ansturm der Gäste vorbereiten konnte.

Dieser Bitte kamen wir natürlich gerne nach.“

Die heutige Seitenansicht des Kongresssaals. Privat

Die heutige Seitenansicht des Kongresssaals. Fotos: Privat

Die Fliesenfabrik im Jahr 1985.

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