Lesung von Georgie Severin am bundesweiten Vorlesetag im Köllenhof zu Ließem
Von queeren Menschen, gleichberechtigten Mägden und 20 Pfennig flüssigem Glück
Wachtberg-Ließem.Es war mucksmäuschenstill, als Georgie Severin mit einer unerwarteten Schlusspointe ihre Kurzgeschichte „Neidisch auf Ezra“ gerade beendet hatte. Erst nach einer angemessenen Pause kam der Applaus für eine spannende und tiefgründige „kurze Geschichte“, die das Publikum offensichtlich nachdenklich berührte. Sehr sensibel zudem vorgetragen von der Autorin, die übrigens im bürgerlichen Leben Dr. Nadia Kobler-Ringler heißt, als Anwältin in Ließem arbeitet, dort mit ihrer Familie lebt und schreibt und schreibt und … Bücher veröffentlicht.
Der Büchereiverbund Wachtberg hatte sie eingeladen, aus ihren teilweise noch unbekannten, aber auch schon aus veröffentlichen Werken und vor allem aus ihrem brandneuen Roman vorzulesen, der - wie es der Zufall wollte - genau mittags am Tag der Lesung, zudem noch am Bundesweiten Vorlesetag, druckfrisch angeliefert wurde. Aktueller geht’s wohl kaum: Welturaufführung im Köllenhof! Besonders interessant bei dieser außergewöhnlichen Vorlesung war, dass man dabei die ganze Bandbreite des literarischen Schaffens der Autorin kennenlernen konnte. Sie reicht von Lyrik über Kurzgeschichten bis zu ihrem bisher größten Roman „Operation Forever K“, der in einer homosexuellen Wohngemeinschaft in Köln angesiedelt ist, in die eine junge, putzmuntere und nicht unattraktive Frau einzieht, die den Herren der Schöpfung dann mal zeigt, welche Kapriolen das Leben noch so mit sich bringt.
Georgie Severin lässt ihre erdachten Figuren zudem gerne in hier vor Ort angesiedelten „Locations“ auftreten, was gerade ihr lokales Publikum folgerichtig besonders anspricht. So spielt ihre einfühlsam geschilderte Kindheitserinnerung „20 Pfennig flüssiges Glück“ am bekannten Trinkpavillon im Godesberger Stadtpark neben der Stadthalle, und die „drei gleichberechtigten Mägde“ kämpfen mit einem schier unbezwingbaren Drachen im Siebengebirge. Auch der neueste Roman*, ein Krimi-Mix mit dem etwas sperrigen, aber neugierig machenden Titel „Ein Tisch, die Bücher und ein Paket namens Sam“, spielt im Godesberger Altstadt-Center, und wenn der Protagonist frühmorgens durch Godesbergs Stadtpark und Straßen schlendert, begleitet ihn der Leser gespannt auf Schritt und Tritt mit. Somit entsprach die Autorin noch mehr als exakt dem „Beuteschema“, das der Büchereiverbund Wachtberg mit seiner nun wieder nach Corona neu aufgenommenen Vorlesereihe verfolgt: Lokale Autorinnen und Autoren lesen vor ihrem lokalen Publikum.
Die Autorin zog dabei besonders durch eine variable und nuancenreiche Vortragsweise das Publikum in ihren Bann. Selten konnte eine Lesung im Köllenhof so überzeugen. Und so verwundert es nicht, dass wohl schon im nächsten Jahr erneut eine Einladung des Büchereiverbunds Wachtberg an Georgie Severin erfolgen wird. Denn „mehrere Texte liegen schon in der Schublade und warten darauf, bald gedruckt zu werden“. Wir sind gespannt, was da noch kommen wird … und bereit zu lesen, nicht nur am bundesweiten Vorlesetag.
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