Allgemeine Berichte | 28.05.2024

Beeindruckende Zahlen: Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr rückten im vergangenen Jahr zu 178 Einsätzen aus

„Vorbildliches Engagement für das Gemeinwohl“

Hohe Alarmierungszahlen bringen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte an die Belastungsgrenze

18 Feuerwehrleute wurden mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen gewürdigt.  Fotos: DU

Dernau. Umfangreiche Rück- und Ausblicke, aber auch etliche Personalien bot unlängst die Dienstversammlung der Wehr- und Löschgruppenführer der Verbandsgemeinde Altenahr im Dernauer Bürgerhaus. Nach der Eröffnung durch Wehrleiter Frank Linnarz dankte VG-Bürgermeister Dominik Gieler den Feuerwehrfrauen- und Männern für ihren selbstlosen Dienst an der Allgemeinheit und freute sich über Mitgliederzuwächse bei den Wehren: „In unseren Feuerwehren engagieren sich Freiwillige in vorbildlicher Weise für unser Gemeinwohl. Trotz der teilweise über einige Jahre erforderlichen, temporären Arbeitsbedingungen in entsprechenden Gebäuden, können wir glücklicherweise in unseren Wehren einen kontinuierlichen Personalzuwachs verzeichnen. Das ist für unser aller Sicherheit sehr erfreulich und trägt dazu bei, dass wir im Notfall personell gut aufgestellt sind. Ich bedanke mich ganz herzlich bei all unseren Feuerwehrkräften, ganz egal ob in der Jugendfeuerwehr, im Einsatzdienst oder in der Altersabteilung tätig, für das geleistete Engagement. Weiteren herzlichen Dank richte ich an die Unterstützer und Förderer unserer Feuerwehren sowie die Arbeitgeber, die euch zur Bewältigung eurer verantwortungsvollen Aufgaben freistellen. Und natürlich richte ich einen ganz besonderen Dank an eure Familien, die nicht selten auf euch verzichten und auch je nach Einsatzmeldung durchaus erwartungsvoll auf eure wohlbehaltene Heimkehr warten. Die heute noch durchzuführenden, turnmusmäßigen Ehrungen sind ein Merkmal für die qualitativ hochwertige Arbeit, die ihr in den Wehren unserer Verbandsgemeinde leistet“, sagte Gieler und ging auch auf das Thema der Feuerwehr-Infrastruktur ein.

Neubauten in Kesseling und Lind

So seien unter anderem 100.000 Euro für die Neubestückung der Kleiderkammer berücksichtigt. „Weitere, nicht unerhebliche Positionen für unsere Feuerwehren sind die Kosten für die Neubauten der Wehren in Kesseling und Lind. Für Kesseling hoffe ich, dass wir mit dem Neubau im Sommer beginnen können. In Lind befinden wir uns in der Feinabstimmung, müssen allerdings für den angedachten Standort noch die bereits laufende Bebauungsplanänderung abschließen. Viele unserer Feuerwehrhäuser sind einige Jahre alt und nicht mit den Anforderungen an eine moderne Wehr mitgewachsen. So ist es nicht verwunderlich, dass es Platzmangel für Material und Ausstattung sowie für geschlechtergetrennte Umkleideräume gibt. Für die flutzerstörten Feuerwehrhäuser in Kreuzberg, Liers und Rech haben wir Grundstücke erwerben können, für die ebenfalls flutzerstörten Standorte Altenahr und Mayschoß befinden wir uns in Grundstücksklärungen. In zwei weiteren Orten läuft die Ankaufsabwicklung von Grundstücken. In Kalenborn haben wir eine Grundstücksvereinbarung mit der Ortsgemeinde getroffen, um diese als Ergebnis des Bedarfsplans für neue Feuerwehrhäuser nutzen zu können. Der Beseitigung der im Feuerwehrbedarfsplan festgehaltenen Mängel werden wir uns annehmen. Das ist aber keine Arbeit, die man mit einem sprichwörtlichen Fingerschnipp in kurzer Zeit erledigen kann und die die Verbandsgemeinde einiges kosten wird. Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem wichtigen Personalzuwachs in Form unseres neuen hauptamtlichen Feuerwehrgerätewartes Stefan Saager“, so Dominik Gieler.

Derzeit 412 aktive Feuerwehrleute

Anschließend legte Frank Linnarz die beeindruckenden Zahlen des abgelaufenen Feuerwehr-Jahres vor. Insgesamt sind in den 16 Einheiten der VG 412 Feuerwehrleute aktiv – darunter 41 Feuerwehrfrauen. Immerhin 70 Mädchen und Jungen engagieren sich derzeit in den sieben Jugendgruppen, so dass eine starke Nachwuchsarbeit konstatiert werden kann. Im Jahr 2023 wurden die Wehren zu insgesamt 178 Einsätzen alarmiert, was ein Plus von 52 Einsätzen im Vergleich zu 2022 bedeutet. „Die Anzahl der Einsätze ist weiterhin hoch und die Belastungsgrenze der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen ist definitiv erreicht. Auch, wenn uns die Einsatzzahlen für die Bereiche Unwetter, Starkregen, Hochwasser und Vegetationsbrände schwerpunktmäßig in Atem halten, gilt es natürlich auch, Wohnungs- und Gebäudebrände zu löschen sowie Personen aus Zwangslagen zu befreien. Neben den unzähligen Einsatzstunden wurde auch viel Zeit im Rahmen der Aus- und Fortbildung sowie in das Gemeindeleben investiert. Ende dieses Jahres soll nun endlich die ‚stille Alarmierung‘ durch digitale Meldeempfänger für alle Feuerwehrangehörige erfolgen, nachdem das erforderliche Netz des Landes in Betrieb genommen werden kann. Nächste Woche wird die Abholung des ersten von drei beauftragten Tragkraftspritzenfahrzeugen für die FF Heckenbach erfolgen, die Fahrzeuge für Kesseling und Kalenborn sollen entsprechend folgen. In diesem Jahr haben wir zusätzlich drei ATVs und zwei Hochwasserboote über die Aktion ‚Deutschland hilft‘ in Verbindung mit der Bundesrettungshundestaffel übergeben bekommen“, so Frank Linnarz.

Ehrung verdienter Feuerwehrleute

Schließlich galt es noch, verdiente Feuerwehrleute zu würdigen sowie Neuaufnahmen und Verabschiedungen zu bestätigen. Dabei erhielten Patrick Radermacher, René Weingarz (beide Ahrbrück), Marcel Karnott (Altenahr), Robert Hupperich (Kreuzberg), Thorsten Mandt (Krälingen), Edmund Josten, Jennifer Sebastian (beide Dernau), Maik Alisch, Christian Hannappel, Sebastian Weber (alle Hönningen), Christoph Odenhausen (Liers), Raimund Dittmann (Kalenborn), Sascha Bauer, Dieter Meurer (beide Kesseling), Thomas Groß (Staffel), Dominik Bungart (Lind), Georg Damian (Mayschoß) und Pia Grisotto (Rech) das silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr. Das bronzene Feuerwehrehrenzeichen für 15-jährigen, aktiven Feuerwehrdienst wurde an Florian Ulrich (Ahrbrück), Christian Ertel (Altenahr), Norman Heß, Christoph Marner (beide Dernau), Marcel Schumacher (Liers), Gerald Dittmann und Dirk Riske (beide Kalenborn) verliehen.

Verabschiedungen und Neuverpflichtungen

Aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet wurden Gebhard Kreuzberg, Karl Hubert Kreuzberg, Hans-Joachim Marner, Friedhelm Hess, Dieter Großgarten, Rudolf Großgarten, Karl-Heinz Schmitz, Rudolf Harzem (alle Dernau), Imfried Nillius (Kesseling), Wilfried Hürtgen (Kreuzberg) und Hermann-Josef Reuter (Mayschoß). Neuaufnahmen sind Nicole Schober (Krälingen), Barbara Bitzen (Rech), Johannes Maylahn (Hönningen) und Raphael Bertram (Kalenborn).

Zu Funktionsträgern wurden bestellt

Markus Lanser, Krälingen, Löschgruppenführer Krälingen; Berthold Ulrich, Mayschoß, Wehrführer Mayschoß; Thomas Ley, Mayschoß, stv. Wehrführer Mayschoß; Maik Alisch, Hönningen, Wehrführer Hönningen; Marko Häger, Hönningen, stv. Wehrführer Hönningen; Patrick Lichius, Rech, Wehrführer Rech; Martin Dievenich, Rech, stv. Wehrführer Rech; Dirk Schmitt, Liers, Löschgruppenführer Liers; Florian Odenhausen, Liers, stv. Löschgruppenführer Liers; Jan Claesgens, Staffel, Löschgruppenführer Staffel; Timo Groß, Staffel, stv. Löschgruppenführer Staffel; Dominik Zimmermann, Lind, Wehrführer Lind; Martin Marhöfer, Altenahr, Wehrführer Altenahr; Michael Schaefer, Altenahr, 1. stv. Wehrführer Altenahr; Matthias Lang, Altenahr, 2. stv. Wehrführer Altenahr.

Das bronzene Feuerwehrehrenzeichen erhielten sieben Feuerwehrleute.

Das bronzene Feuerwehrehrenzeichen erhielten sieben Feuerwehrleute.

18 Feuerwehrleute wurden mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen gewürdigt. Fotos: DU

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