Dr. Andreas Reuther spricht bei einer kostenlosen Infoveranstaltung des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr in Adenau über die Patientenverfügung
Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter
Am Mittwoch, 12. Oktober
Adenau. Die Frage haben schon viele gehört. Gestellt wird sie unter anderem, bevor eine Operation im Krankenhaus ansteht: „Haben Sie eine Patientenverfügung?“. Viele beantworten diese Frage mittlerweile mit „Ja.“ Viele haben sich aber auch noch nie Gedanken darüber gemacht. Dr. Andreas Reuther hilft mit, dass sich das im Kreis Ahrweiler ändert. Der Allgemeinmediziner war am Bad Neuenahrer Krankenhaus und mehr als 20 Jahre in einer Praxis in der Grafschaft tätig und engagiert sich seit seinem Ruhestand beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr. Für den Verein hat er in Gruppen- und Einzelsitzungen, in Treffen mit Angehörigen zu Hause und in der Corona-Pandemie auch online Hilfe beim Erstellen von Verfügungen und Vollmachten geleistet.
Was ist eine Patientenverfügung überhaupt? Warum ist sie wichtig? Und was es darüber hinaus mit Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung auf sich? All das bringt Dr. Andreas Reuther allen Interessierten am Mittwoch, 12. Oktober, um 18 Uhr in der Komturei in Adenau nahe. Die Informationsveranstaltung steht jedem offen. Darin klärt Dr. Reuther über die Erstellung einer Patientenverfügung auf und über dienliche Hilfsmittel sowie darüber, wer dabei sein sollte oder wer dabei unterstützen kann. Schließlich geht es um Leben und Tod und manchmal um nicht direkt zu verstehende Formulierungen.
Deshalb erhalten die Teilnehmenden bei der Infoveranstaltung in Adenau auch Tipps zu Musterformularen, die juristisch haltbar, verständlich für die Laien, die sie erstellen, und eindeutig für die behandelnden Ärzte sind. „Was in einer Patientenverfügung verfügt wird, ist für Mediziner bindend. Eine Patientenverfügung drückt den Willen des Patienten aus, wenn dieser sich selber nicht mehr ausdrücken kann und entlastet die Angehörigen“, sagt Dr. Reuther: „In der Patientenverfügung trifft jede und jeder für sich selber Entscheidungen für den Fall, dass sie oder er selber nicht mehr kommunizieren kann.“ Möchte ich beatmet werden, wenn ich aus eigener Kraft nicht mehr selber atmen kann? Was ist mit künstlicher Ernährung respektive mit einer sogenannten Magensonde? „Regelmäßig tauchen bei Ratsuchenden zudem Überlegungen auf, was eigentlich ist, wenn sich jemand keine lebensverlängernden Maßnahmen wünscht, man aber trotzdem Organspender sein möchte“, berichtet Andreas Reuther. „Jeder sollte sich in seinem Leben wenigstens ein Mal intensiver mit dem Thema Vorsorge für Alter oder Krankheit befassen“, sagte der Mediziner.
Für ihn ganz wichtig: Dass man mit seinem Umfeld spricht, insbesondere mit denjenigen, die im Fall der Fälle für einen entscheiden sollen. „Denn dann zählt der mutmaßliche Patientenwille, und den erfahren die behandelnden Ärzte am besten vom Umfeld des Patienten, selbst wenn denn keine Patientenverfügung vorliegt.“ Diese kann übrigens jeder ohne Notar oder Ähnliches für sich erstellen und entsprechend bei Umentscheidungen des Verfügten auch für sich wieder abändern. Sinnvoll ist die Erstellung einer Patientenverfügung, Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht übrigens in jedem Alter: Wer kommt, bringt am besten seine Kinder oder Eltern gleich mit, und er erstellt die Dokumente am besten gemeinsam mit demjenigen Angehörigen oder sonstigen Vertrauten, der darin bevollmächtigt wird.
Dr. Andreas Reuther: „Eine Patientenverfügung beruhigt einen selbst und hilft den Angehörigen.“ Und es freut ihn immer, wenn ihm Teilnehmende später danken: „Zum Glück hatten wir eine Patientenverfügung und die Ärzte haben danach gehandelt.“ Die Teilnahme an der Infoveranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos unter: hospiz-rhein-ahr.de.
Artikel melden
WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius
- Dietmar Muenster: Alles in allem bin ich sehr enttäuscht,was ist aus der schönen Kirche bloß geworden?
- Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
02.02.: NRW: 14-Jähriger tot aufgefunden: 10.000 Euro Belohnung
- Vali: Woher willst du denn wissen, wie alt der oder die Täter war(en)? Weißt du mehr als die Polizei?
- Bea: Es wird immer schlimmer, die Täter immer jünger. Was für eine Erziehung hatten die Jugendlichen?
Ausflug zum Albertinum nach Mendig
- Herbert und Hannelore Theiler!: Wir hatten alle einen schönen Tag im Albertinum geselliges beisammen sein! Das Museum war sehr interessant mit der Vielfalt an Steinen Sammlungen! Das Essen und die Getränke waren genug vorhanden! Auch der Kaffee und Kuchen haben allen geschmeckt!
Grund war eine Schleuderfahrt auf regennasser Fahrbahn
03.02.: Unfallchaos bei Neuwied: BAB 3 war voll gesperrt
Hümmerich. Am gestrigen Abend ereignete sich auf der Autobahn A3 in Richtung Köln, kurz hinter der Anschlussstelle Neuwied, ein Verkehrsunfall, der zu einer längeren Vollsperrung führte. Die Polizeiautobahnstation Montabaur erhielt um 22:28 Uhr die entsprechende Mitteilung. Ersten Informationen zufolge waren mehrere Fahrzeuge in den Vorfall verwickelt.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
Erfolgreiche Sternsingeraktion in Urmitz-Bahnhof
Urmitz-Bahnhof. Auch in diesem Jahr fand in der Pfarrei St. Peter und Paul eine erfolgreiche Sternsingeraktion statt.
Weiterlesen
DJK Mayen Mitgliederversammlung
Rückblick auf Ereignisse des Jahres
Mayen. Der traditionelle Breitensportverein DJK Mayen hat seine Mitgliederversammlung am Freitag, 20. März, 19 Uhr, im „Lukas-Haus“ - ehemals Pfarrbegegnungsstätte Herz-Jesu.
Weiterlesen
