Allgemeine Berichte | 07.05.2018

VBE-Kreisverband Neuwied

Vulkanismus und mehr - Senioren auf Exkursion im Brohltal und am Laacher See

Die Wolfsschlucht gilt als Besonderheit unter den Sehenswürdigkeiten im Brohltal, (v.l.n.r.) Friedel Nass; Heinfried Willer; Kilian Schmitz; Manfred Müller; Hermann Schäfer; Siegbert Utikal. privat

Region. Auch dieses Jahr trafen sich wieder sechs Senioren aus dem Kreisverband Neuwied plus Kollege Kilian Schmitz aus Bad Ems zur mittlerweile dritten Exkursion im Umkreis von Neuwied. Mit zwei PKW fuhren die sieben Senioren ins Brohltal. Wenige Kilometer hinter Brohl-Lützing befand sich die erste Station an der B 412 bei einer steilaufgerichteten Felswand aus devonischer Grauwacke. Manfred Müller berichtete, dass sie mit ihrer Schieferung als exemplarisch für das Rheinische Schiefergebirge gilt. Auf diesem „Fundament“ liegt die gesamte Vulkanwelt des Brohltals und der Laacher Region. Die zweite Station befand sich beim Brohltalbahnhaltepunkt Schloss Schweppenburg, an der mächtigen Trasswand vor der Zufahrt zum Tönissteiner Sprudel. Hier erklärte Manfred Müller seinen Zuhörern, dass das untere Brohltal in seinem heutigen Aussehen das Ergebnis von Trassabbaumaßnahmen sei. Bereits die Römer bauten den Trass ab und nutzten ihn als Werkstein oder zu Pulver zermahlen als Zusatzstoff für ihren Beton. Zur dritten Station gehörten die gut erhaltenen Trasshöhlen am Viadukt in Tönisstein. Die vierte Station war die unter Naturschutz stehende „Wolfsschlucht“ im Tönissteiner Tal, die sich parallel zu der nach Wassenach führenden L113 erstreckt. Die Schlucht zählt seit 2011 zu den Traumpfaden in der Vulkan-Region. Weiter ging es nach Wassenach und zum Mittagessen ins Restaurant des Klosters Maria Laach.Danach folgte eine ganz besondere Überraschung: Innerhalb der Klostermauern erwartete Bruder Josef Belling die Senioren. Er und Manfred Müller kennen sich seit Jahrzehnten. In seinem Atelier sahen die Gäste eine komplette Galerie mit Bildgestaltungen in verschiedenen Materialien aus dem Alten und Neuen Testament. Zum Abschied lud Bruder Josef die Gruppe zum Besuch der alten Klosterbibliothek ein. Diese wurde 1865 im Stil der Zeit und in der Tradition der klösterlichen Architektur erbaut und gehört mit ihren gusseisernen Treppen- und Holzbrüstungen kulturgeschichtlich und denkmalpflegerisch zu den bemerkenswertesten und besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahrhunderts. Nach diesen beiden Exkursen ging es weiter mit dem Thema „Vulkanismus“. Die fünfte Station war die Dachsbusch-Falte bei Wehr. Am späten Nachmittag erfolgte noch ein Besuch auf dem Lydia-Turm hoch über Wassenach. Von dort aus hatten die Teilnehmer Gelegenheit, den größten Teil der Tagestour zu überblicken.

Zum Abschluss führte Manfred Müller die Senioren noch an den Eppelsberg bei Nickenich.

Nach neun Stunden war eine umfangreiche und hochinteressante Exkursion mit Informationen und Eindrücken unterschiedlichster Art zu Ende.

Im Atelier: Intensive Aufmerksamkeit für Bruder Josefs Ausführungen (v.l.n.r.) Heinfried Willer; Bruder Josef Belling; Kilian Schmitz; Bernd Kuha; Siegbert Utikal; Friedel Nass; Hermann Schäfer.

Im Atelier: Intensive Aufmerksamkeit für Bruder Josefs Ausführungen (v.l.n.r.) Heinfried Willer; Bruder Josef Belling; Kilian Schmitz; Bernd Kuha; Siegbert Utikal; Friedel Nass; Hermann Schäfer.

Die Wolfsschlucht gilt als Besonderheit unter den Sehenswürdigkeiten im Brohltal, (v.l.n.r.) Friedel Nass; Heinfried Willer; Kilian Schmitz; Manfred Müller; Hermann Schäfer; Siegbert Utikal. Fotos: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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