Waldorfer Jecke feiern ausgelassenen Rosenmontagszug
Waldorf. Regenjacken statt Sonnenbrillen, Gummistiefel statt Pumps – doch die Stimmung war alles andere als trüb: Beim diesjährigen Rosenmontagszug in Waldorf trotzten die Jecken tapfer dem Dauerregen und verwandelten die Straßen dennoch in ein buntes, fröhliches Narrenmeer.
Mit insgesamt 24 Zugnummern, darunter neun fantasievoll gestaltete Motivwagen, zog sich der Lindwurm durch den Ort. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher säumten die Straßenränder, schwenkten Regenschirme und fingen Kamelle, als gäbe es kein schlechtes Wetter.
Bunte Vielfalt auf der Zugstrecke
Von farbenprächtigen bunten Vögeln über abenteuerlustige Dschungelcampbewohner bis hin zu energiegeladenen Cheerleadern– der Einfallsreichtum der Gruppen kannte kaum Grenzen. Auch der augenzwinkernde Wunsch nach einem Brauhaus mit Theke wurde kreativ in Szene gesetzt und sorgte für so manches Schmunzeln am Straßenrand.
Mit viel Motorenpower präsentierten sich die wilden Vinxtbach Riders, während andere Gruppen aktuelle Themen humorvoll aufgriffen. So machte eine Motivgruppe auf die Sorge vor einem möglichen Ausbruch des Bausenbergs mit „Bausi kommt“ aufmerksam – selbstverständlich mit närrischem Augenzwinkern.
Eleganz zeigten die Herzdamen, während beeindruckend geschminkte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in stilvollen Schwarz-Weiß-Kostümen für staunende Blicke sorgten.
Von Schottland bis Bikini Bottom
International wurde es bei den Schottischen Highland Games mit „Mc Globister“ und „Mc Mobbes“, die nicht nur optisch für Aufsehen sorgten, sondern auch einzelne Disziplinen der „Highland Games“ auf der Straße bestritten. Eine besonders gemächliche Figur stellte die eine große Schnecke dar, die humorvoll die Hallenrenovierung aufs Korn nahm, die scheinbar immer noch nicht abgeschlossen ist, wie sich im weiteren Verlauf des Tages zeigen sollte.
Actionreich ging es mit einer Gruppe im Stil von Mad Max zu, während aus den Tiefen des Meeres Grüße aus SpongeBob Schwammkopf beziehungsweise Bikini Bottom übermittelt wurden. Selbst Gäste aus Entenhausenhatten den Weg nach Waldorf gefunden und mischten sich unter das närrische Volk.
Ausgelassener Abschluss in der Vinxtbachhalle
Nach dem Umzug war noch lange nicht Schluss: Die traditionelle After-Zuch-Party in der Vinxtbachhalle erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Zahlreiche feiernde und tanzende Gäste ließen den Rosenmontag stimmungsvoll ausklingen. Für die passende musikalische Begleitung sorgte DJ Tom, der mit einem abwechslungsreichen Mix bis in die späten Stunden für volle Tanzflächen garantierte.
Trotz grauer Wolken bleibt eines festzuhalten: Der Rosenmontagszug in Waldorf hat einmal mehr bewiesen, dass echte Jecke weder Wind noch Wetter fürchten – Hauptsache, die fünfte Jahreszeit wird gemeinsam gefeiert.
Foto: Michael Schmitz
Foto: Michael Schmitz
