Allgemeine Berichte | 23.11.2022, 16:29 Uhr

Eifeiverein Remagen

Wandern im Novembernebel

Auf dem Weiselstein.  Foto: privat
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Remagen. Die goldenen Herbsttage waren über Nacht schlagartig in ein graues, feuchtes, düsteres und kaltes Novemberwetter umgeschlagen, was einige Unverzagte des Remagener Eifelvereins jedoch nicht von einer Wanderung von Königsfeld zur Wachholderheide am Weiselstein, zum Waldgut Schirmau und zur Wanderhütte „Schau ins Land“ abhielt. Das diesige Wetter erzeugte ein gedämpftes Licht, in dem das Farbspiel der Laubfärbung, mit dem auffallenden Rot der Wildkirsche, besondere Akzente setzte. Über freies Feld führte der Weg nach Schalkenbach und in einem langsam aufkommenden Nebel löste sich die Fernsicht in diffuses Grau auf. Eine intensiv erlebbare Stille lag auf der zur Ruhe gekommenen Landschaft; mit den Worten „Seltsam im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein,…“ hat der Dichter Hermann Hesse diese Stimmung treffend beschrieben. Nach Verlassen des Ortes ging es kontinuierlich ansteigend und bei deutlich zunehmender Kälte weiter zum Weiselstein, dessen Aussichtsturm schemenhaft im sich weiter verdichteten Nebel auftauchte. Am Wege liegende Quarzfelsstücke zeugen von dem dort früher betriebenen - jedoch wenig ergiebigen - Quarzabbau. Vom hellen Quarzgestein leitet sich wohl der Name „Weiselstein“ ab. Unter der Remise des nahegelegenen Waldgutes Schirmau konnte dann bald die ersehnte Rast eingelegt werden. Die Gebäude stehen an der Stelle einer im Mittelalter bestehenden Siedlung, die auf den Resten einer römischen villa rustica errichtet wurde. Heute ist das Waldgut Schirmau eine Seniorenerholungsstätte der Stadt Krefeld, die auf eine Stiftung der Krefelder Familie von der Leyen zurück geht. Gestärkt ging es danach weiter Richtung Dedenbacher Hütte „Schau ins Land“ – an diesem Tag „Schau in den Nebel“ - und von dort wurde Königsfeld so rechtzeitig erreicht, dass es noch vor der Rückfahrt für eine Einkehr im „Vinxtbachcafe“ reichte.

Weitere Informationen: www.eifelverein-remagen.de

Auf dem Weiselstein. Foto: privat

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