Allgemeine Berichte | 18.02.2025

Schlag die Möhre im zehnten Jahr: das Murreteam räumte Siegerpokal und Prämie ab

Wanderpokal und 1000 Euro Prämien für den guten Zweck

Die zahlreichen Spiele forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Fotos: RASCH

Westum. Diesmal ließ sich das Wurzelgemüse erneut nicht schlagen. Bei der aktuellen Auflage des längs zur Kultveranstaltung avancierten Karnevalsformats „Schlag die Möhre“ im zehnten Jahr setzte sich das Heimteam aus dem Murreland mit 30 Punkten an die Spitze der Wertung. Im bestens besuchten Murrepalast gewann Westum mit eben jenen 30 Punkten den großen Sieger-Pokal und die Siegprämie (500 Euro) für den guten Zweck. Platz zwei sicherte sich wie im Vorjahr das Team aus der Kernstadt Sinzig (18 Zähler Zähler und 300 Euro). Auf den dritten Platz mit 15 Punkten kam die Mannschaft aus Löhndorf.

Im bestens gefüllten Murrepalast - über die Besucherzahlen freute sich die veranstaltende KG - ging dabei eine Abwandlung von Spiel ohne Grenzen im Zelt mit der modifizierten Punktewertung von „Schlag den Raab“ über die Bühne. Mit viel Stimmung und Spaß für Zuschauer, wie für Akteure. In den Reihen der Zuschauer wurde schon darüber diskutiert, ob die Teams Zeit zum Üben hatten. Hatten sie nicht. Die Spieler wussten absolut nicht, was auf sie zu kam. Das macht ja auch den Reiz von Schlag die Möhre aus. Um es klar zu formulieren: bei den einfach erscheinenden Spielen die etwas sportliches Talent und viel Geschick erfordern, kann man sich so richtig blamieren. Und mit ein wenig Training wären die Spiele auch wohl ein Klacks. Aber bei Schlag die Möhre bleiben die Aufgaben bis zum allerletzten Moment vollkommen geheim.

Viel war im Vorfeld für das Team aus der Sinziger Kernstadt passiert. Das wurde im Wesentlichen in diesem Jahr vom Bürgerforum gestellt. Der Verein hatte kurz vor der Veranstaltung den plötzlichen Tod von Gründungsmitglied Ingo Binnewerg zu verkraften. Aus dieser Schockstarre heraus erklärt sich letztlich wohl, dass die Mannschaft mit Beginn der Wettbewerbe eigentlich nicht vollzählig war. Per Sondergenehmigung der anderen Teams wurde so im Kernstadt-Team auch eigens Bürgermeister Andreas Geron als aktiver Spieler aktiviert. Später kann dann Ortsvorsteher Reiner Friedsam und die langjährige Mannschaftsführerin und ehemalige Ortsvorsteherin Silvia Mühl hinzu. Bei all der Unruhen im Vorfeld was umso erstaunlicher, dass die Mannschaft mit ihrer Chefin Monika Weber-Lambert am Ende schließlich Platz zwei belegte.

Kleine Regeländerungenwurden beibehalten

Bei der Auflage von „Schlag die Möhre“ im zehnten Jahr waren die kleinen Regeländerungen beibehalten worden. Zum Hintergrund: Schlag die Möhre hatte bereits 2014 das Licht der Veranstaltungswelt im Murrelpalast erblickt. Aber auch bei der Kultveranstaltung gab es eine Coronapause und den Neustart im Jahr 2023. So war die Zahl der Spiele auf elf begrenzt worden, um die Veranstaltung im zeitlichen Rahmen zu halten. Und auch bei der Punktwertung hatte man sich in Westum was Neues einfallen lassen. Für die ersten vier Spiele gab es jeweils fünf Punkte, die mittleren vier Spiele wurden mit sieben Punkten belohnt und für die Sieger der drei letzten Spiele gab es elf Punkte. Eine Änderung, die diesmal für die ganz große Spannung in der Schlussphase sorgte. Unter Hochspannung gewann das Team aus Westum das allerletze Spiel und entschied den Wettbewerb in diesem Jahr für sich. In Westum war bereits vor dem Beginn der Spiele ganz deutlich klargemacht worden: „Der Videobeweis ist nicht zugelassen“. Im Klartext Handyaufnahmen waren zwar erlaubt und gefragt, aber kamen nicht in die Entscheidungsfindung.

Für ein unterhaltsames Rahmenprogramm sorgten die Auftritte der Westumer Tanzgruppen. Der Reiz und der Hintergrund für das zur Zeit so überaus beliebte Karnevalsformat sind ja eigentlich auch recht simpel: denn es gibt ja die stetigen Frotzeleien zwischen den Sinziger Ortsteilen. Die können bei Schlag die Möhre mit vielen Spielen ausgetragen werden, heißt die Grundlage für die Veranstaltungschemie. Es ging um Geschick, manchmal etwas Kraft, Wissen oder Einschätzungsvermögen. Die Westumer KG hatte die Spiele mit viel Liebe zum Detail und einem ungeheueren technischen Aufwand ausgeheckt. Die Verantwortlichen auf Westumer Seite, um Simone Kasper ließen sich wie immer neue und ungewöhnliche Spiele einfallen. Die erstellten Aufgaben hatten teilweise einen recht heftigen Schwierigkeitsgrad.

Ein wenig ins Stocken geriet der Spielfluss dann bei dem Versuch, einen Fußball mithilfe von Besenstielen aus dem Käfig zu befördern. Die Teams aus Westum, Sinzig und Löhndorf scheiterten am Zeitlimit von zehn Minuten. Die ersten erfolgreichen aus dem Käfigbefreier waren die Bodendorfer in 8: 26 Sekunden. Deren Zeit wurde allerdings vom Team Koisdorf in 4:58 Minuten noch einmal getopt.

Die Spielleitung hatte in Westum Simone Gasper. Der Frau hörte man besser genau zu, denn sie erklärte die Regeln bis ins Detail. Und hatte auch ganz zum Schluss noch die volle Aufmerksamkeit. Schlag die Möhre“, wird übrigens weitergehen und hat längst den Status einer Kultveranstaltung.. „Bis zum nächsten Jahr“, hieß es bei allen Beteiligten nach der Siegerehrung. BL

„Schlag die Möhre“ war wie immer ein Riesenspaß.

„Schlag die Möhre“ war wie immer ein Riesenspaß. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Das Publikum war begeistert

Das Publikum war begeistert Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Martin Thormann, Volker Holy, Franz Hermann Deres, Guido Linden und Markus Jüris bildeten das Schiedsrichterteam.

Martin Thormann, Volker Holy, Franz Hermann Deres, Guido Linden und Markus Jüris bildeten das Schiedsrichterteam. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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Die zahlreichen Spiele forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Fotos: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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