Allgemeine Berichte | 05.07.2022

Eifelverein Remagen

Wanderung von Rheinbach nach Altenahr

Am Bergfried der Ruine Tomburg.  Foto: Eifelverein Remagen

Remagen. Eine schon lange geplante und Corona bedingt immer wieder verschobene Wanderung konnte endlich bei schönstem Wanderwetter stattfinden. Von Rheinbach führte die erste Etappe vorbei an den Resten der Rheinbacher Burg mit dem „Hexenturm“, der auf das Wüten der Hexenverfolgung hinweist, dem fast ein Drittel der Einwohner zum Opfer fiel. Direkt nach dem Ortsende ging der Weg stetig ansteigend durch einen prächtigen Buchenwald hinauf zur Ruine der einst mal mächtigen und bedeutenden Tomburg. Als weithin sichtbare Landmarke – besonders von der A 61 – sind davon nur noch die Reste des Bergfrieds mit teilweise bis zu 3m dicken Mauern und ein 42m tiefer Brunnen erhalten. Das Highlight ist jedoch die grandiose Weitsicht über die Grafschaft bis Köln und die Höhen des Westerwalds. Nach verdienter Rast wurde bald das Dorf Hilberath erreicht. In der dortigen Kirche St. Martin mit einer reichen barocken Innenausstattung befindet sich die um 1650 datierte älteste noch bespielbare Orgel – eine Schleifladenorgel – des Rheinlands. Sie wird immer noch anlässlich der dortigen Messen gespielt. Leider waren alle Bemühungen für eine Besichtigung gescheitert. Umso mehr wurde die Einkehr ins dortige „Cafe zur alten Scheune“ mit dem exquisiten Kuchenbuffet genossen. Kurz hinter Hilberath fand der Grenzübergang nach Rheinland-Pfalz statt, und bald wurde der Ort Vischel mit dem auf den Resten einer Wasserburg errichteten Schloss erreicht. Zur „Herrlichkeit Vischel“ gehörten bis zur Säkularisation noch mehrere umliegende Dörfer, so dass die Ausmaße der heute überdimensioniert erscheinenden gotischen Kirche St. Nikolaus verständlich werden. Durch die in der Preußenzeit erlangte Eigenständigkeit der Dörfer verkleinerte sich Vischel selbst zum wohl kleinsten Dorf in Deutschland. Der Weg ging dann hinab ins Tal des Vischelbachs, wo ausgedehnte Geröllbänke und erodierte Uferbereiche noch die gewaltigen sich Richtung Ahr ergießenden Wasser- massen erahnen lassen, die zur Flutkatastrophe im Ahrtal beigetragen haben. Nach einem letzten Anstieg und der Durchquerung eines ausgedehnten Wildgeheges führte der Wanderweg Nr. 10 an den Rand des Ahrtals mit Blick auf Burg Are und das Felsmassiv der Engelsley. Nach zügigem Abstieg nach Altenahr wurde der Bus des eingerichteten Schienen-Ersatz-Verkehrs nach Altenahr und weiter nach Remagen gerade noch erreicht. Eine 22km lange Wanderung ging damit zu Ende.

Am Bergfried der Ruine Tomburg. Foto: Eifelverein Remagen

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