Allgemeine Berichte | 23.01.2026, 10:03 Uhr

Bessere Unterstützung für Nutztierhalter: rasche Ergebnisse sollen schneller Klarheit bringen

War es ein Wolf? Rheinland-Pfalz setzt neue Maßstäbe bei der Ermittlung von Übergriffen auf Nutztiere

Symbolbild. Foto: Pixabay

Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz wird die Rissermittlung bei Wolfsverdacht weiter beschleunigt, um bei Übergriffen auf Nutztiere schneller Klarheit über den Verursacher zu schaffen.

Mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von zehn Tagen nimmt das Bundesland bereits eine Vorreiterrolle in Deutschland ein.

Das Verfahren soll nun weiter optimiert werden, insbesondere in Fällen, in denen trotz nachgewiesenem Grundschutz ein Übergriff stattgefunden hat.

Staatssekretär Dr. Erwin Manz betont, dass die Wartezeit für die Nutztierhalter weiter verkürzt werden soll. Dafür werden entsprechende Proben künftig als Eilproben behandelt und vom Senckenberg Institut mit Priorität analysiert, mit dem Ziel, die Zeitspanne zwischen Probenentnahme und Ergebnis auf wenige Tage zu reduzieren.

Die beschleunigte Analyse wird gezielt dort eingesetzt, wo Schutzmaßnahmen überwunden wurden. Eine pauschale Eilprüfung jedes Verdachtsfalls ist jedoch nicht vorgesehen. Externe Faktoren, wie betriebsbedingte Schließzeiten des Senckenberg Instituts über den Jahreswechsel, können auch durch die neue Priorisierung nicht umgangen werden. Die Beschleunigung des Verfahrens verkürzt die Phase der Ungewissheit für die Halter und erhöht die Reaktionsfähigkeit des Wolfmanagements, falls die Entnahme eines auffälligen Individuums geprüft werden muss. Das Klimaschutzministerium stärkt so die Unterstützung der Nutztierhaltung durch eine effizientere Ermittlung und zeitnahe Entschädigungsabläufe. BA

Symbolbild. Foto: Pixabay

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