Allgemeine Berichte | 03.03.2021

Warnstreik bei thyssenkrupp Rasselstein in Andernach

Warnstreiks haben begonnen

Laufende Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie

Foto: Anna Feuerpeil, IG Metall Neuwied

Foto: Anna Feuerpeil, IG Metall Neuwied

Andernach/Neuwied. Mehr als 600 Beschäftigte haben sich an Mitternachtswarnstreiks am 2. März beteiligt. Davon 250 Metaller*innen bei thyssenkrupp Rasselstein in Andernach. Um eine Minute nach Mitternacht legten die Beschäftigten zeitweise die Arbeit nieder um für eine Entgeltsteigerung und Beschäftigungssicherung Zeichen zu setzen. Unterstützt wurden sie von Abordnungen aus den übrigen tarifgebundenen Betrieben der Region. Zuvor hatten sich am Aktionstag (1.03.) der IG Metall mehrere Hundert Beschäftigte in allen 27 Geschäftsstellen des IG Metall Bezirks Mitte an kreativen online Aktionen und pandemiekonformen Aktionen auf Straßen und Plätzen beteiligt. Den Autokorso durch Neuwied unterstützen 150 Autos mit lautstarken Metaller*innen.

Marc Winter, Betriebsratsvorsitzender der thyssenkrupp Rasselstein GmbH, erläutert die aktuelle Situation des Unternehmens und des thyssenkrupp Konzerns. In Bezug auf die Forderungen der aktuellen Tarifbewegung nennt er den Rasselstein als Positivbeispiel für intelligente Beschäftigungssicherungssysteme. Mit dem Beweis, dass eine Arbeitszeitreduzierung mit Teillohnausgleich kein Teufelswerk sein muss, sondern vielmehr ein Beleg für eine tolle Solidargemeinschaft der Belegschaft.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, kritisierte die Arbeitgeber auf der Warnstreikkundgebung bei thyssenkrupp Rasselstein in Andernach deutlich. Die Arbeitgeber hätten in den letzten Wochen nichts unversucht gelassen, um die Pandemie für ihre Interessen zu missbrauchen. „Während die Arbeitgeber in der Pandemie mit Milliarden an Steuergeldern unterstützt werden, behaupten sie, dass es an die Beschäftigten nichts zu verteilen gibt. Diese Haltung werden wir ganz sicher nicht hinnehmen. Wir fordern die Arbeitgeber mit Nachdruck auf, gemeinsam mit uns nach Lösungen für die drängenden Fragen zu suchen und die Zukunft der Metall- und Elektroindustrie gemeinsam und konstruktiv zu gestalten.“

In drei Verhandlungen waren die Arbeitgeber in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen bisher nicht bereit, in konstruktive Verhandlungen mit der IG Metall einzusteigen. Vor der vierten Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe (12. März) erhöht die IG Metall jetzt den Druck.

Auch die IG Metall Neuwied ruft für die nächsten Wochen weitere tarifgebundene Betriebe zu Warnstreiks auf, so Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter IG Metall Neuwied.

Pressemitteilung IG Metall Neuwied

Foto: Anna Feuerpeil, IG Metall Neuwied

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