Lesung im Willy Brandt-Forum
Was geschah im April 1972?
Am Donnerstag, 26. Januar
Unkel. 27. April 1972 – auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages steht das konstruktive Misstrauensvotum gemäß Art. 67 des Grundgesetzes. Bundeskanzler Willy Brandt soll durch den Oppositionsführer Rainer Barzel ersetzt und somit die Ratifizierung der Ostverträge verhindert werden. Das Votum scheitert überraschend an zwei fehlenden Stimmen. Willy Brandt bleibt Kanzler. Heute weiß man: Zwei Abgeordnete wurden von der DDR bestochen. Aber kann es sein, dass noch mehr dahinter steckte als zwei gekaufte Stimmen – auch wenn es dafür keine Beweise gibt ?
Der Journalist Hartmut Palmer war fast ein halbes Jahrhundert lang, von 1968 bis 2015 politischer Korrespondent in Bonn und Berlin. Seit 2015 lebt und arbeitet er in Bonn. Beweise, dass mehr hinter dem fehlgeschlagenen Misstrauens-Votum steckte, gibt es nicht. Aber der erfahrene Journalist hat sich auf die Vielzahl seiner Hintergrund-Informationen so seinen Reim gemacht. Und weil ein Tatsachen-Bericht nicht möglich ist, hat Palmer jetzt einen Roman geschrieben, einen Polit-Krimi über mögliche Hintergründe: „Verrat am Rhein – Kurt Zink und das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt“.
Aus seinem Buch liest Hartmut Palmer. Und zwar auf Einladung der Bürgerstiftung Unkel in Zusammenarbeit mit der Bundeskanzler Willy Brandt-Stiftung im Willy Brandt-Forum, Unkel, Willy Brandt-Platz 5, am Donnerstag, 26. Januar, 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Bürgerstiftung bittet um Anmeldung an forum-unkel@willy-brandt.de oder Tel. (02224) 7799303.
