Nina I. aus dem Hause Bornheim ist die neue Weinkönigin von Erpel
„Was kann es Schöneres geben, als Weinkönigin zu sein?“
Zusammen mit den Weinprinzessinnen Jana und Madeleine steht Nina I. am dritten Septemberwochenende im Mittelpunkt
Erpel. Zur Vorstellung der neuen Weinkönigin hatte der Brauchtumsvereins „Freunde des Erpel er Weinfestes“ um seine Vorsitzenden, Werner Henneker und Brigitte Buchmüller, in den Bürgersaal eingeladen. „Es wird ein heißes Fest“, versprachen die beiden angesichts der nahezu tropischen Temperaturen im Saal den schwitzenden Gästen, unter diesen Bürgermeisterin Cilly Adenauer mit ihren Beigeordneten Gisela Stahl und Friedel Witten sowie Verbandsbürgermeister Karsten Fehr. Begrüßen konnte Werner Henneker auch den Erpeler Ex-Karnevalsprinz Karel I. aus dem Hause Harmsen von der Band „‚Volle Blaos“ aus Nimwegen, der versprach, Cilly Adenauer nicht das Amt streitig zu machen, dafür aber am dritten Septemberwochenende, wie schon seit 26 Jahren mit seinen Musikern zum Weinfest nach Erpel zu kommen. Hatte im Vorjahr das Duo „WiSu“, Günter Witten und Bernd Süßmilch, die Gäste mit Traditionslieder aus der Nachkriegszeit wie etwa dem „Tubaksleed“ oder dem legendären „Erpeler Känncheleed“ unterhalten, so wurden sie dieses Mal von den „Bourbon Ducks“, sechs „Erpel“ um Frontman Torro Schmitz, den Natalie Fürstenberg als Sängerin unterstützte, mit Country-Musik über den Großen Teich entführt. Außerdem trugen Bernd Wallbrück und Birgit Monschau mit ihren Wein-Sketchen zur närrischen Unterhaltung bei.
Rückblick auf ein bewegtes Jahr
„Bevor wir unsere neue Weinkönigin inthronisieren, wollen wir uns noch von ihrer Vorgängerin, Sarah I. (Kirschbaum), verabschieden“, so Brigitte Buchmüller. Ihr goldenes Weindiadem hatte die Orsbergerin längst dem Brauchtumsverein wieder überlassen, der es gut sichtbar auf einem roten Samtkissen postiert hatte. Zusammen mit ihren Weinprinzessinnen, Saskia Sieberz und Michelle Welsch, ließ die scheidende Weinkönigin per Beamer-Show das Jahr ihrer Regentschaft Revue passieren, um dann mit ihrem Weinspruch: „Was kann schöner sein im Leben, als Gesundheit, Glück und Segen, dazu ein Gläschen Wein von Rhein mit Musik und Sonnenschein!“, den Gästen im Saal zuzuprosten.
Ehrengast beim diesjährigen Blumenkorso
Auch wenn es wieder einmal nicht gelungen war, den Namen der neuen Weinkönigin geheim zu halten, begrüßen konnten die Erpeler sie noch nicht. Dafür aber holte Werner Henneker die Gold-Majestät, Hildegard Schuster, 1966 noch Zerwas, auf die Bühne, die beim Blumenkorso am Sonntag, 18. September, mit dabei sein wird . Man darf schon jetzt gespannt sein, wie die Wagenbauer und Fußgruppe das Motto des Weinfestes „Pfauenglanz und Preußenadler – 200 Jahre Kreis Neuwied“ umsetzen werden.
Wie prädestiniert für das Amt
Dann endlich war es soweit. Eskortiert von den den Offizieren des Junggesellenvereins, Kevin Weber und Lukas Keßler, und unter dem frenetischen Applaus der Gäste zog Weinkönigin Nina I. aus dem Hause Bornheim mit ihren Weinprinzessinnen, Jana Frickel und Madeleine Keßler, in den Saal ein. „Einer wird sich jetzt besonders freuen und mächtig stolz sein, Rudi Richard, der Opa von Nina, der sich schon seit 2002 mit viel Herzblut und Engagement der Gestaltung der Blumenkorso-Wagen widmet“, berichtetet Brigitte Buchmüller, bevor sie dann das charmante Trio vorstellte. Allein der Liebe wegen habe die Weinkönigin Erpel verlassen und ihr Domizil zur Zeit in Linz aufgeschlagen, so die Moderatorin. Von Beruf Ergotherapeutin, habe die 22-Jährige aber auch schon nebenbei in einem Weingut gearbeitet, sodass sie für ihr Amt prädestiniert sei. „Was kann es Schöneres geben, als Weinkönigin zu sein? Schon als Kind habe ich die Weinköniginnen auf ihren eindrucksvollen Prunkwagen bewundert und davon geträumt, selbst einmal Erpel so repräsentieren zu dürfen“, erklärte Nina I., die als Hobby Freunde treffen angibt, wenn sie nicht gerade Zumba tanzt oder in ein Buch vertieft sein sollte. „Nina hat schon immer gesagt, wenn sie mal Weinkönigin werde, würde ich auf jeden Fall ihre Weinprinzessin“, berichtete Jana Frickel. Das war so selbstverständlich, dass die 24-jährige Kosmetikerin von ihrer Freundin gar nicht erst gefragt worden war. Wie die Weinkönigin sei auch Jana, die man als Mitglied der Tanzgruppe „Silver Girls“ kennt, sehr sportlich unterwegs, so Brigitte Buchmüller. Joggen, Motorradfahren und Angeln sind die Hobbys der zwei Jahre jüngeren Madeleine. Die Bankkauffrau ist eine langjährige Schulfreundin von Nina.
Erpeler Bacchus schätzt zahlreiche Weinsorten
Alle drei bevorzugen einen halbtrockenen Weißwein, wobei die Weinkönigin auch einen Rosé nicht verschmähen würde, während der Wein bei Jana durchaus auch lieblich sein darf. Da ist die Wein-Palette beim Erpeler Bacchus schon reicher bestückt mit einem Pfälzer Grauburgunder und einem Spätburgunder von der Ahr zum Essen sowie einem Riesling Hochgewächs, Spät- oder Auslese, zum abendlichen Entspannen. „Es ist immer wieder schön, Weingott in Erpel sein zu dürfen. Ich kann mich gut mit der Figur des Bacchus identifizieren, nicht nur, weil ich auch die entsprechende Figur mitbringe“, so Andreas Schwager. Begleitet wird er wie in den Vorjahren von seiner Tochter Daniela als Bacchantin. Wie ihr Vater ist die 24-Jährige, die in einem Bonner Wein-Import arbeitet, bei der Erpeler KG aktiv, darüber hinaus noch bei den „Herzdamen“ und im Junggesellenverein. Als Kollegin steht ihr dieses Jahr Laurie Stirnberg zur Seite, die Jasmin Simon abgelöst hat. Die 21-Jährige, die eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung absolviert, ist Mitglied in der Prinzengarde und wie Daniela im Junggesellenverein aktiv. Während das Nesthäkchen einen blauen Portugieser oder einen Müller-Thurgau bevorzugt, kommt für Daniela nur ein Riesling Kabinett aus den Steillagen vom Mittelrhein in Frage, „Im schönen Blumendorf am Rhein regiert seit jeher der rote und weiße Wein. Darauf möchte ich mit Euch das Glas erheben, freudig und gesellig den Tag erleben“, prostete Nina I. strahlend den Besucher ihrer Präsentation mit ihrem Weinspruch zu. Der bezieht sich mit seinen ersten Zeilen auf das Weinfest-Motto. „Als 1815 der Preuße uns die Strünzer brachte und kurz darauf Neuwied über uns wachte, war uns Erpelern schon immer klar, dass nur Bacchus der Regierende war“, so das Credo von Nina I., die mit ihrem Gefolge am Freitag, 16 September im Fackelzug in das Weindorf rund um das Rathaus einziehen wird, um dort das Weinfest nach dem Festakt im Ratssaal zu eröffnen. DL
