Allgemeine Berichte | 11.02.2020

Gymnasium Calvarienberg in Ahrweiler feiert Schulpatrozinium

„Weggefährten sein – Angela sein“

Schüler griffen Leben und Wirken der Ordensgründerin Angela Merici auf – Schulpartnerschaft in Pakistan

Pfarrer Alexander Burg zelebrierte die Messe. Fotos: privat

Ahrweiler. „Weggefährten sein“ – unter diesem Motto stand die Heilige Messe des Gymnasiums Calvarienberg am letzten Schultag des ersten Halbjahres zu Ehren Angela Mericis, der Schulpatronin und Gründerin der Ursulinen, die die Schulen auf dem Berg ins Leben gerufen haben. Die Kollekte zugunsten der pakistanischen Kinder fiel mit über 1800 Euro sehr großzügig aus.

Passend zum Thema begann der Tag für die Schulgemeinschaft mit einer Wanderung vom Calvarienberg zur Kirche St. Pius, und man übte sich also schon einmal darin, einander Weggefährte zu sein. Angela Merici, die vor über 500 Jahren in Italien in der Nähe des Gardasees lebte, war ihren Mitmenschen eine Weggefährtin im bildlichen Sinne. Menschen, die nicht wussten, welchen Weg sie im Leben einschlagen sollten, kamen zu ihr und fragten um Rat. Der Glaube an Jesus Christus, von dem Angela sich immer begleitet wusste, gab ihr die Kraft dazu.

Eigens für die heilige Messe hatten Schüler der Jahrgangsstufe 11 ein Plakat mit Angelas Namen gestaltet, dessen Buchstaben mit Begriffen versehen waren, die auf ihr Wirken hinwiesen. Sie war aufmerksam für die Not anderer. Ihr Glaube machte sie geduldig in der Erziehung und Bildung ihrer Schützlinge. Sie ging liebevoll und voll Achtung mit jedem Menschen um.

Diese Ideen griff Pfarrer Alexander Burg in seiner Predigt auf. Außerdem zitierte er noch zwei Sprüche Angelas, die im Schulalltag heute noch sinnvoll sind: Die Schüchternen solle man ermutigen, und die in die Irre gehen, solle man liebevoll ermahnen, damit sie auf den rechten Weg zurückfinden. In diesem Sinne kann man auch heute noch „Angela sein“, wie es eine Schülerin der 8a bei der Vorbereitung der Messe ausgedrückt hatte.

Da das Gymnasium im Sinne Angelas seit ca. zwölf Jahren christliche Kinder im pakistanischen Dorf Jurian begleitet und Geld spendet, damit die Kinder dort zur Schule gehen können, interviewten Schülerinnen der Klasse 8a Sunita Hameed, die pakistanische Bundesfreiwilligendienstleistende der Schule, in der Messe. Sunita erzählte, wie sich die Situation der Kinder in Jurian im Gegensatz zum Rest des Landes seit dem Schulprojekt verbessert habe. Während in ganz Pakistan nur 65 Prozent der Kinder zur Schule gehen, seien es in Jurian jetzt 85 Prozent. Das sind 20 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Wie wichtig die finanzielle Hilfe für die Bildung der Kinder in Jurian ist, machte sie an einem Beispiel deutlich: College-Schüler brauchten ungefähr 500 Euro im Jahr, darin seien 220 Euro Schulgeld enthalten. Ein Bauer in Jurian verdiene ungefähr 600 Euro im Jahr, was das Aufbringen des Schulgeldes unmöglich macht. Umso mehr freute sich Projektleiterin Susanne Alertz über die großzügige Spende der Schulgemeinschaft an diesem Tag.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch die mitreißende Musik der Lehrer Dominik Löbens (Keyboard) und Johannes Söhn (Gitarre und Gesang). Durch diese fröhliche Messe gestärkt, konnte man anschließend getrost die Zeugnisse in der Schule in Empfang nehmen, versüßt durch selbstgebackene Brownies der Schülervertreter.

Pfarrer Alexander Burg zelebrierte die Messe. Fotos: privat

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