Allgemeine Berichte | 30.09.2024

Wehrer Watzmänner wandern über den Pfälzer Waldpfad

Die Watzmänner an der Burgruine Gräfenstein. Foto: privat

Wehr. Der Pfälzer Waldpfad durchmisst das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, den Pfälzerwald, von Kaiserslautern im Norden bis zum Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze im Süden. Anlässlich der Weitwanderung des Wanderjahres 2024 unternahmen die Wehrer Watzmänner unter der Leitung des Greffelcheswatzmannes Konrad Friedgen auf naturbelassenen Pfaden und einsamen Forstwegen die ersten sechs Etappen des insgesamt 143 Kilometer langen Fernwanderweges, dem im Jahre 2023 das Prädikat Deutschlands schönster Weitwanderweg verliehen wurde. Am Anreisetag stieg man aus der Fußballstadt Kaiserslautern zum aussichtsreichen 36 Meter hohen Humbergturm hinauf, der traumhafte Weitblicke ins Nordpfälzische Bergland und auf Kaiserslautern ermöglichte. Die zweite Etappe des Pfälzer Waldpfades von Finsterbrunnertal nach Johanniskreuz führte mit dem Eisenhüttenweg durch das Tal der Moosalbe. Drei historische Hammerwerke und Eisenschmelzen aus den vorigen Jahrhunderten, die man mit dem Wasser der Moosalbe betrieb, wurden dabei angelaufen. An zwei idyllisch gelegenen Waldseen marschierten die Wanderer auf dem dritten Teilabschnitt von Johanniskreuz nach Heltersberg vorbei. Dabei beeindruckte die Route mit ihrer Stille und Waldeinsamkeit in besonderem Maße. Die ausgesprochen pfadige Passage entlang des 673 Meter langen mystischen Seelenfelsens, mit seinen bizarren bis zu 25 Meter hoch aufragenden Sandsteinwänden und die Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben erwiesen sich als die Höhepunkte der 4. Etappe des Pfälzer Waldpfades von Heltersberg nach Rodalben. Auf dem fünften Teilabschnitt von Rodalben nach Merzalben wanderten die Wehrer Watzmänner mit dem Rodalbener Felsenweg an gewaltigen Buntsandsteinformationen vorbei, die einem urzeitlichen Korallenmeer entstammen.

Wegen seiner Länge von 24 Kilometern und der ungeheuren Fülle von erlebnisreichen Eindrücken wird der sechste Teilabschnitt des Pfälzer Waldpfades von Merzalben bis in die Schuhmetropole Hauenstein als die Königsetappe des Fernwanderweges bezeichnet.

Gleich zu Beginn stiegen die Wanderer zur Burgruine Gräfenstein auf, die auch als Merzalbener Schloss bezeichnet wird. Als einzige Burg in Deutschland verfügt das Gemäuer über einen besteigbaren siebeneckigen Bergfried, der grandiose Ausblicke erlaubte. Auch der im Mittelteil anzulaufende Luitpoldturm bot von seiner Aussichtsplattform herrliche Weitblicke über die unendlichen Wälder der Pfalz bis zu den Erhebungen des Dahner Felsenlandes am Horizont. Absolutes Highlight vor dem Zieleinlauf in Hauenstein war dann die Besteigung der mittelalterlichen Feste Falkenburg, die man in einen lotrecht aufragenden Buntsandsteinfelsen hinein gebaut hat. Im Zielort Hauenstein blickten die Wehrer Watzmänner bei einem Glas süffigen Dornfelder auf sechs ereignisreiche Wandertage zurück, an denen mit Zu- und Abwegen nahezu 120 Wanderkilometer zurückgelegt wurden.

Die Watzmänner an der Burgruine Gräfenstein. Foto: privat Foto: Picasa

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