Alle Vereine halfen mit beim Weihnachtsmarkt in Oberhonnefeld-Gierend
Weihnachtliches für den guten Zweck
Aktion „Kinder in Not“ verkaufte Weihnachtliches für die Unterstützung von notleidenden Familien auf den Philippinen
Oberhonnefeld-Gierend. Die Ortsgemeinde als Veranstalter des hiesigen Weihnachtsmarktes im Kultur- und Jugendzentrum kann sich alljährlich der Unterstützung der ortsansässigen Vereine sicher sein. Das sind der Männergesangverein, der Verschönerungsverein, die Skatbuben, der Karnevalsclub, der Feuerwehrverein, die Altburschen, der Burschenverein, der Turnverein und die Maimädchen. Sie planen und organisieren den Weihnachtsmarkt, in diesem Jahr war es der Siebenundzwanzigste. Begonnen hat diese Tradition damals im Dorfgemeinschaftshaus, bis vor circa zehn Jahren der Umzug ins Kultur- und Jugendzentrum erfolgte. Der von der Gemeinde für den Markt zuständige Beigeordnete Thomas Braasch erklärte: „Das meiste findet im Innenbereich statt, das ist eine Besonderheit unseres Weihnachtsmarktes. Diesmal haben wir 18 Aussteller. Das ist eine normale Größenordnung. Weil in den letzten Jahren die Besucherzahlen etwas rückläufig waren, haben wir die Öffnungszeiten geändert. Statt um 11 Uhr beginnen wir um 14 Uhr. Angefangen hat es mit dem Eröffnungssingen vom Kindergarten, danach spielte der Posaunenchor, dann kommt der Männergesangverein. Zuletzt kommt, was für die Kinder ganz wichtig ist, der Nikolaus und verteilt kleine Geschenke. Daran nehmen regelmäßig 50 bis 70 Kinder teil, denen wir damit einen großen Gefallen tun können. Das machen wir von der Ortsgemeinde aus.“
Die Aussteller bieten, so Thomas Braasch, das „komplette Programm“ an: „Von Honig über den Adventskranz bis zu Gestricktem und ganz viel selber Gebasteltem. Dieses Mal sind neu dabei selbstgebrannte Schnäpse. Außerdem haben wir einen Stand der Aktionsgruppe Kinder in Not hier.“ Auf circa 400 Besucher schätzt der Beigeordnete Braasch die Zahl der Gäste an diesem Tag. Sie alle erfüllten mit ihrem Besuch des Oberhonnefeld-Gierender Weihnachtsmarktes auch noch einen guten Zweck, außer, dass sie schöne Sachen mit nach Hause nehmen können. Denn der Erlös der Veranstaltung aus dem Verkauf von Speisen und Getränken und den Standgebühren wird für eine gemeinnützige Anschaffung verwendet. Voriges Jahr hat die Gemeinde mit dem Geld eine Kinderrutsche vor dem Jugendzentrum finanziert. Auch wurde schon an die Sozialstation gespendet oder die Aktion Kinder in Not in Windhagen. Immer beim großen Treffen der Vereine im Januar wird die Abschlussrechnung des Weihnachtsmarktes vorgelegt und dann gemeinsam festgelegt, wofür das überschüssige Geld verwendet wird. Thomas Braasch kümmert sich, seit er vor acht Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde als Organisator um den Weihnachtsmarkt. Er lobte die Ortsbürgermeisterin Rita Lehnert, die sich sehr für die Veranstaltung engagiere. Außerdem erwähnte er Sabine Klappert, die sich um die Akquise der Aussteller kümmert.
Mit dem Verkauf ihrer selbstgebastelten Geschenk- und Dekoartikel auf dem Weihnachtsmarkt Oberhonnefeld-Gierend unterstützt die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ die Friedhofskinder auf den Philippinen. Brunhilde Ehrenberg und Roswitha Müller erklären: „Da wohnen Familien in Gruften auf den Friedhöfen. Wir von Kinder in Not bauen einige Häuser für diese Familien.“ Angeboten werden auf dem Weihnachtsmarkt Türkränze, Adventskränze, Gestecke, Kindersachen und Kunsthandwerkliches aus Holz. Der Verein hat 60 Mitglieder und zusätzlich viele Freunde und Helfer, die sich an den umfangreichen Vorbereitungen beteiligen. Vor dem ersten Advent wird sehr viel gebastelt. Einen Tag vor Oberhonnefeld-Gierend hatte die Aktionsgruppe ihren Stand auf dem großen Weihnachtsmarkt in Windhagen aufgebaut. Nach Oberhonnefeld folgen Asbach und zuletzt Krunkel. Für den Bau von Wohnmöglichkeiten für die Friedhofskinder auf den Philippinen will die Aktion einen Betrag von mehr als 10.000 Euro zusammenbekommen. Außer auf den Philippinen unterhält die Aktion noch in Indien und in Brasilien Kinderhilfsprojekte. Grundsätzlich wird Kindern eine schulische und Berufsausbildung ermöglicht. Außerdem gibt es viele Paten für die Kinder.
