Allgemeine Berichte | 30.04.2021

Arbeitsmarktreport für den Monat April

Weniger arbeitslose Menschen

Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent Stellenmarkt erholt sich langsam

Kreis Neuwied. Die Zahl der Arbeitslosen ist im April weiter zurückgegangen. Zum Ende des Monats waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied. 9.446 Menschen arbeitslos gemeldet, 233 Personen weniger als im März. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Im Vorjahr lag sie um 0,1 Prozentpunkt niedriger und es wurden 9.196 Menschen ohne Beschäftigung gezählt.

„Die sinkenden Arbeitslosenzahlen sind natürlich positiv zu werten“, sagt Helmut Neitzert, Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuwied. „Jedoch sind die Zahlen des Vorjahres bereits von den Auswirkungen der Pandemie geprägt. Ende März 2020 endete der jahrelange Aufwärtstrend paukenschlagartig. Die Erholung des Arbeitsmarkts geht derzeit – deutlich beeinträchtigt durch andauernde Einschränkungen– nur sehr langsam vonstatten.“ Deutlich wird dies bei Betrachtung der Zahlen aus dem April 2019. 7.946 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent.

Dass der Trend jedoch aufwärts geht, zeigt auch der Stellenmarkt. 465 neue Stellenangebote wurden im Monatsverlauf dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter gemeldet. Das sind immerhin 22 mehr als im März und 270 mehr als im April 2020. Der Stellenbestand liegt mit 2.200 Stellen 42 Stellen über dem Wert des Vormonats.

Doch auch wenn die Arbeitsmarktlage sich aufhellt, baut sich die Langzeitarbeitslosigkeit auf. Der Bestand steigt um 205 auf 3.578 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 1.185 Personen. „Wir verzeichnen hier einen Anstieg um knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Helmut Neitzert. „Diese Entwicklung bereitet uns große Sorgen, und es wird eine große Herausforderung der nächsten Monate, vielleicht sogar Jahre, diese wieder umzukehren. Leider sind viele der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, Ungelernte oder Geringqualifizierte. Hier wird gezielte Unterstützung und Förderung nötig sein, um sie wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.“

In vollem Gange sind hingegen die Aktivitäten im Ausbildungsmarkt. Die meisten Betriebe im Agenturbezirk bilden trotz der aktuellen Lage weiterhin aus und sichern sich damit die weiterhin dringend benötigten Fachkräfte. 1.701 Ausbildungsstellen wurden der Arbeitsagentur bislang gemeldet. Das sind 183 weniger als im Vorjahr. Bei 1.549 gemeldeten Bewerber*Innen kommen somit auf jeden Bewerber statistisch immerhin 1,1 Stellen. „Die Ausbildungssuchenden haben es in dieser Zeit jedoch nicht leicht“, erklärt Dr. Marianne Wirth, Teamleiterin der Berufsberatung. „Neben Homeschooling und der Problematik, dass die persönlichen Kontakte stark eingeschränkt sind, erschwert sich die Suche nach dem passenden Zukunftsweg durch die enormen Restriktionen. Kann ich noch ein Praktikum machen? Was wird aus dem geplanten Auslandsjahr? Welcher Beruf passt überhaupt zu mir? Die Jugendlichen stehen vor vielen Fragen. Unsere Berufsberatung ist telefonisch und online für sie da und bietet individuelle Videoberatungen an.“

Und so entwickelte sich der Arbeitsmarkt: Im Kreis Neuwied sinkt die Arbeitslosenquote im April um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich ist sie um 0,1 Prozentpunkt gestiegen. 5.509 Männer und Frauen sind arbeitslos, 188 weniger als im März, aber 182 mehr als im April des vergangenen Jahres.

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit Neuwied

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