Allgemeine Berichte | 22.02.2025

CKG-Narrhalla avanciert erneut zum närrischen Tollhaus

Wenn die Landrätin zum Blitzableiter wird

Die Narrhalla der Cochemer Karnevalsgesellschaft wurde einmal mehr zum närrischen Tollhaus. Fotos: TE

Cochem. Wenn in der BBS-Narrhalla Jörg Eckerskorn die goldene Schelle des Sitzungspräsidenten schwingt, CKG-Präsident Günter Hammes sich auf einen närrischen Disput mit Adjutant Ralf Heigwer einlässt und Michael „Brändy“ Brand dem Publikum als Till den närrischen Spiegel vorhält, dann ist in der Kreisstadt Saalfastnacht angesagt. Die stand 2025 unter dem Jubiläumsmotto „Schaurig, schöner Narrenspuk, 2 x 11 Joahr Geisterzug!“

So bestach das annähernd sechsstündige Sitzungsprogramm auch heuer hauptsächlich durch hervorragend agierende Bühnenaktive, die einmal mehr mit viel Herzblut eine Narrenshow der Spitzenklasse boten. Die präsentierte sich als vielfältig, kunterbunt und abwechslungsreich, wobei die Akteure alle Register ihres närrischen und tänzerischen Könnens zogen. Exzellente Tanzeinlagen, das gesprochene Narrenwort und reichlich Kokolores waren dabei das schmackhafte Salz in einer sehens- und hörenswerten Gourmetsuppe.

Kaum hatten die Mädels der Prinzengarde per schwungvollem Gardetanz das Publikum auf die Sitzung eingestimmt, da war es schon Till Eugenspiegel „Brändy“ der mit spitzer Zunge Aktualitäten aufs Korn nahm. Diesbezüglich wusste er Politik, Ereignissen und Zeitgenossen den Spiegel des Narren vorzuhalten. Auf ähnliche Art machte sich auch heuer Cochems Sketchkompanie „Baddanoudah“ verdient, die gleich in drei Spielszenen über die aktuelle Bundestagswahl den Saalnarren Lachtränen entlockten. Für Beifallsstürme sorgte der Beitrag von Landrätin Anke Beilstein, die sich als Blitzableiter der Kreisverwaltung närrische Bestnoten verdiente. Staatssekretärin Heike Raab betätigte sich in ihrem Sketch „Sweet Sixteen“ als Comedienne, wobei sie ein fehlendes Angebot für junge Leute in der Kreisstadt thematisierte. Zudem schlug Petra Arenz mit dem Beitrag „der Fredi“ närrische Töne an.

Erfreulicherweise verjüngt sich das Narrenensemble der CKG. Das war auch bei der Jubiläumssitzung festzustellen, die zahlreiche neue Gesichter auf der Narrenbühne sah. Zwar gab Jacob Heimes traditionell den pointiert meckernden „Zumme-Clown“, doch setzte das neue Narrenduo Marius Uhle und Jacob Heimes mit seinem Beitrag „Wo ist der Schmandelecker“ herrlich frische Akzente.

Nicht wegzudenken sind die versierten Tanz- und Showeinlagen der Cochemer Stadtsoldaten, die auch in 2025 wieder mit kurzweiligem Spaß und tänzerischem Können überzeugten. Und wenn es um tänzerische Höchstleistungen auf dem Narrenparkett geht, kommt man in Cochem an zwei wohlklingenden Namen nicht vorbei. In diesem Zusammenhang sind die überregional bekannten Tänzerinnen des TV Cochem und die Aktiven der TG Moselglück ein herausragendes Aushängeschild für Cochem. Dies stellten sie auch bei der diesjährigen Prunksitzung abermals eindrucksvoll in ihren Triple-A-Choreografien unter Beweis: „Attraktiv-Akrobatisch-Atemberaubend!“ Begeisterten vom TV die charmanten „Drachengirls“, so waren es bei den schillernden Moselglücklichen „Sonnenschein und Sternefunkeln“. Ein Fest für jedes Narrenauge.

Lustige Nachrichten aus dem CKG-Studio wusste Anne Becker den Saaljecken zu vermitteln und sparte dabei nicht mit amüsanten Blicken zwischen die Zeilen. Der Dancing-Flash-Mob und das einhergehende Hit-Mix-Finale setzten den furiosen Schlusspunkt unter ein exzellentes Tollhausprogramm. TE

Als närrisches Sprachrohr der CKG brillierte erneut Michael „Brändy“ Brand als Till Eulenspiegel.

Als närrisches Sprachrohr der CKG brillierte erneut Michael „Brändy“ Brand als Till Eulenspiegel.

Landrätin Anke Beilstein begeisterte im Job des Blitzableiters der Kreisverwaltung Cochem-Zell.

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Die Narrhalla der Cochemer Karnevalsgesellschaft wurde einmal mehr zum närrischen Tollhaus. Fotos: TE

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