Dekanat Andernach-Bassenheim beim Austauschtreffen in Mülheim-Kärlich
Wie geht es weiter in der Flüchtlingshilfe?
„Vom willkommen heißen zur Integration“: Ehrenamtliche diskutierten
Mülheim-Kärlich. „Neues und Denkanstöße bekommen“, „Ideen, wie Deutsche und Ausländer in Kontakt kommen können“, „Informationen über die weitere Flüchtlingsarbeit“ oder einen „Austausch über die aktuelle Situation“. Das und noch mehr wünschten sich die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Dekanat Andernach-Bassenheim beim Austauschtreffen in Mülheim-Kärlich. Eingeladen hatten die Träger Günter Leisch vom Dekanat Andernach-Bassenheim für die Initiative „Fremde werden Freunde“ und Andrée Garmijn von der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm für die Initiative „Helfende Hände“. Unterstützung finden die Initiativen durch den Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr in Andernach, Irmgard Hillesheim und den Caritasverband Koblenz, Theresa Persel.
In wenigen Stunden galt es, eine Bestandsaufnahme zu leisten und weiterführende Ziele zu benennen. Für Simone Densing, die Moderatorin des Abends, keine leichte Aufgabe. Gemeinsam wurde über Herausforderungen und Schwierigkeiten sowie über zukünftige Aufgaben gesprochen. Und die Teilnehmergruppen stellten sich vier Themenschwerpunkten: Was ist gut gelaufen? Wo gab es Schwierigkeiten und was war hinderlich? Was brauchen wir, um gut arbeiten und handeln zu können? Wo sehe ich unsere Initiative in zwei Jahren? Als zielführend erwiesen sich die Beiträge der Ehrenamtlichen, die konstruktiv mit den Hauptamtlichen zusammenarbeiteten.
Selbstkritisch stellten die Teilnehmenden ihre eigene Arbeit auf den Prüfstand. „Machen wir überhaupt noch das Richtige?“, lautete eine Frage, die Bedarf und Bedürfnisse der Flüchtlinge in den Blick nahm. Schließlich kann eine zu lange Begleitung Familien sogar in der Integration und Selbstständigkeit behindern. Die Notwendigkeit wurde deutlich, klare Grenzen der eigenen Tätigkeit zu setzen, damit es nicht zu einer Überforderung von Ehrenamtlichen kommt.
Als Ergebnis der Abendveranstaltung, so der Wunsch der Ehrenamtlichen, könnten diverse Informationsplattformen – etwa im Internet oder in Form von weiteren Treffen – mehr Handlungssicherheit geben.
Die Kompassnadeln wurden neu justiert, und die Abendveranstaltung kam dem Ziel auf der Strecke „Vom willkommen heißen zur Integration“ ein gutes Stück näher.
