Handlungskonzept für Gemeinwesenarbeit im Raiffeisenring vorgelegt
„Wir im Ring“
Neuwied. „Wir im Ring“ ist ein Kurzfilm mit 13 Minuten Länge. Bewohnerinnen und Bewohner des Raiffeisenrings quer durch die Altersgruppen kommen zu Wort.
Wie ist die Infrastruktur? Kann man alles gut erreichen? Was fehlt? Was wird sich gewünscht? Ein Straßenfest für alle, bessere Anbindung der Radwege an die Innenstadt, Ausleuchtung dunkler Ecken, Angebote für Jugendliche vor Ort und vieles mehr haben die Bewohner auf dem Herzen.
Viele Interessierte sind zur Uraufführung „ihres“ Films erschienen. Sie bestätigen die Aussagen im Film und fragen wie es weiter geht. Bürgermeister Michael Mang verspricht, dass die Vorlage in den Sozialausschuss der Stadt und dann in den Stadtrat geht, um die Frage zu klären: Wird es einen „Quartiersmanager“ vor Ort geben, einen Menschen der Ansprechpartner für die vielen Anregungen und Fragen ist und der in Absprache mit der Stadt, den Servicebetrieben, Einrichtungen und Vereinen anfängt, Lösungen zu erarbeiten - immer in Absprache und mit größtmöglicher Transparenz zu den Anwohnern.
Die Quote der Transferleistungsempfänger im Ring ist überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu anderen Quartieren der Stadt. 60 Nationen leben im Ring zusammen. Das läuft nahezu konfliktfrei, aber das Verständnis füreinander muss wachsen.
„Gemeinwesenarbeit im Raiffeisenring sollte ein langfristiges Konzept sein, damit eine Generation, genauer gesagt, die Nachkommen der Kinder, die aktuell in Multikulti aufwachsen, von den Erfahrungen Ihrer Eltern profitieren können und selbst ein besseres Wohnumfeld an ihre Kinder weitergeben können.“, lautet ein Satz aus einem der Experteninterviews.
Grundlage des Handlungskonzeptes, das vom Diakonischen Werk im Ev. Kirchenkreis Wied erstellt wurde, sind neun Experteninterviews und 186 Fragebögen, die ausgewertet wurden. Alle Antworten, die schlechter als mit 2,5 bewertet wurden, werden aufgegriffen und Projekte, Runde Tische und Aktionen werden vorgeschlagen, um mehr Zufriedenheit herzustellen. Am Anfang steht aber das Einsetzen eines Quartiersmanagements. Die anwesenden Vertreter der Parteien versprechen, das Thema intensiv zu verfolgen. „Der Zusammenhalt des Quartiers ist wichtig. Von allein wird es beim Nebeneinander bleiben. Deshalb soll zukünftig das Miteinander von Kulturen und Altersgruppen aktiv angegangen werden“, so Pfarrerin Renate Schäning vom Diakonischen Werk.
Bürgermeister Michael Mang und Pfarrerin Renate Schäning.
