Allgemeine Berichte | 22.11.2016

24. Koblenzer Hochschulpreis für herausragende Arbeiten verliehen

Wissenschaftliche Spitzenleistungen

Wissenschaftliche Spitzenleistungen

Koblenz. Es war wieder einmal so weit. Zum 24. Mal wurden die herausragenden Arbeiten der Hochschulen im Historischen Rathaussaal in Koblenz gewürdigt. Der Förderkreis Wirtschaft und Wissenschaft in der Hochschulregion Koblenz e.V. vergab in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der WHU – Otto Beisheim School of Management (die mit organisierende Hochschule wechselt turnusmäßig) und dem Kulturdezernat der Stadt Koblenz am 17. November zum den begehrten Koblenzer Hochschulpreis. Unter diesem Namen wird diese Veranstaltung wohl zum letzten Mal stattgefunden haben. Im September wurde von den Initiatoren die Wirtschaft- & Wissenschafts-Allianz Koblenz gegründet. In welchem Rahmen die herausragenden Arbeiten der Hochschulen 2017 gewürdigt werden bleibt dabei noch offen. Bei einem Festakt erhielten acht ausgezeichnete Akademikerinnen und Akademiker der fünf Hochschulen der Region und der ZFH ein Preisgeld in Höh von insgesamt 20.000 Euro. Die Preisgelder werden von der „Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz“ und der Kreissparkasse Mayen überreicht. Der Vorsitzende des Förderkreises und Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Koblenz, Matthias Nester, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Hochschullandschaft der Region: „Die Hochschulen sind integraler Bestandteil unserer Region, unseres Wirtschaftsstandortes und prägen somit auch unseren Lebensraum. Eine funktionsfähige Hochschullandschaft ist ein bedeutender Image- und Wirtschaftsfaktor für unsere Region.“ „Dabei ist die Hochschulpreisverleihung ein wichtiger Meilenstein“, so Matthias Nester weiter. Auch der Oberbürgermeister betonte in seinem Grußwort, dass wir alle stolz sein können auf die Leistungen unserer sechs Hochschulen und er finde es immer eine große Leistung, wie es die Preisträger schafften, komplizierte Forschungsthemen so darzustellen, dass auch „normale Menschen“ dies verstehen. Prof. Dr. Markus Rudolf, Rektor der WHU, führte durch den Abend und moderierte die Preisverleihung. Prof. Dr. Jürgen Weigand, Stellvertretender Rektor der WHU, sprach in der Festrede „Lehre 4.0? A. v. Humboldt, Boomers und Generation Z“ über die sich verändernden Anforderungen im Lehrbetrieb. Im Anschluss stellten die acht Preisträger der fünf Hochschulen – der WHU – Otto Beisheim School of Management, der Universität Koblenz-Landau, der Hochschule Koblenz, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV) sowie der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) – ihre ausgezeichneten Arbeiten vor. Die Hinführung in die Fragestellungen der Arbeiten erfolgte durch die jeweils betreuenden Professorinnen und Professoren und Dozentinnen und Dozenten.

Anschließend übergaben Matthias Nester und Michael Kaltz, Leiter Betriebswirtschaft der Kreissparkasse Mayen, die Urkunden und Preisgelder an die Preisträger: Saskia Weber, Absolventin der WHU – Otto Beisheim School of Management, untersucht in ihrer Masterarbeit zu dem Thema „Vergleich der Marktpotenziale von Kenia, Tansania und Uganda für die Produktion von tierischen Eiweißen als Entscheidungsgrundlage für einen möglichen Markteintritt der Dr. Eckel GmbH“ besondere Bedingungen für leine und mittlere Unternehmen bei der Wahl von Internationalisierungsstrategien und entwickelt einen innovativen Bewertungsrahmen („WeberModell“) für Markteintrittspotenziale.

Vivien Carl von der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) untersucht in ihrer Bachelorarbeit den handlungsleitenden Einfluss der Haltung von pädagogischen Fachkräften auf die Verarbeitung negativer und traumatischer Lebenserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe. Ihre Arbeit trägt den Titel „Professionelle pädagogische Haltung als Einflussfaktor der Resilienzentwicklung von Kindern und Jugend- lichen in der Heimerziehung“.

Susan Akbey, Absolventin der Hochschule Koblenz, wird für ihre Masterarbeit mit dem Titel „3D Multicontrast Magnetic Resonance Imaging of the Carotid Arteries“ ausgezeichnet. In ihrer Arbeit entwickelt sie ein sogenanntes MR-Protokoll, um eine frühzeitige Erkennung von Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) zu ermöglichen. Susan Akbey war an dem Abend leider verhindert und wurde von einem Kollegen vertreten.

Thore Liebetreu, Absolvent der Hochschule Koblenz, verfasste seine Bachelorarbeit zu dem Thema „Zur Besetzung ehrenamtlicher Vorstandsämter in den Vereinen des Sportbundes Rheinland“. Er beschäftigt sich in der Arbeit speziell mit der Problematik der Besetzung von ehrenamtlichen Vorstandsämtern in den Mitgliedsvereinen des SBR.

Dr. Marcel Mehlem wird für seine Dissertation an der Philosophisch- Theologischen Hochschule Vallendar „Das Potential von Musik in einer ganzheitlichen Seelsorge“ ausgezeichnet. Er untersucht in seiner Arbeit, warum und wie Musik dazu beiträgt, dass Menschen christliche Seelsorge als ein zeitgemäßes, glaubwürdiges und hilfreiches Angebot empfinden.

Fiona Ledwinka, Absolventin der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz, setzt sich in ihrer Bachelorarbeit „Die Staatsangehörigkeit auf Zeit – Kritische Auseinandersetzung mit dem Optionsverfahren“ kritisch mit der 2014 eingeführten Reform der Optionspflicht auseinander.

Dr. Michael Helmling wird für seine Dissertation an der Universität Koblenz- Landau zu dem Thema „Advances in Mathematical Programming-Based Error-Correction Decoding“ ausgezeichnet. Er benutzt in seiner Arbeit diskrete mathematische Optimierungsmodelle, die klassischerweise bei komplexen Planungsproblemen eingesetzt werden, um durch fehlerkorrigierende Codes Übertragungsfehler zu vermeiden.

Dr. des. Sonja Günther, führte für ihre Dissertation an der Universität Koblenz-Landau eine sprachwissenschaftliche Untersuchung in der Neuroonkologie des Düsseldorfer Universitätsklinikums durch, um zu zeigen, wie trotz Unsicherheiten in Arzt-Patienten-Gesprächen Vertrauen aufgebaut werden kann. Die Arbeit trägt den Titel „Unsichere Gespräche – Zur Interaktion von Arzt, Patienten und nicht-menschlichen Akteuren in der Neurologie“.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet durch ein Ensemble der WHU - Otto Beisheim School of Management - ein Hochgenuss für die Zuhörer. Zum Abschluss lud der Oberbürgermeister zum Umtrunk und gemütlichen Beisammensein ein..

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