Natur- und Heimatfreunde Maxsain/Zürbach e. V.
Wo Wolf und Zebra sicher über die Straße wollten
Maxsain. Die Natur- und Heimatfreunde stellten ihre Darbietung beim Maxsainer Fastnachtsumzug unter das Motto „Maxsainer Verkehrswende“. Um die Bollerwagen tummelten sich ein bedauernswerter, auf der K137 überfahrener Wolf, eine von der Überquerung der Alleestraße mit Blessuren am ganzen Körper gezeichnete Frau und zwei Zebras, die sich sehnlich einen Streifen wünschen sowie ein rüstiger Schüler, der sich nur mit Warnweste und reflektierender Mütze auf den Schulweg traut. Ein sensationelles Wunderwerk der Technik stellte auch die gehende und ungeduldig schimpfende Ampel dar. Sie brachte den Zug immer wieder zum Stehen, um den Bauarbeitern Zeit zu geben, die Straße mit Zebrastreifen, 30er-Schildern und Kreisverkehren zu verschönern. Die Einführung eines generellen Tempo 30 betrachtet man nur als erste Hilfe für die Gemeinde, denn das bierernste Ziel ist selbstverständlich die Umwandlung der Hauptstraße in eine Fußgängerzone auf ihrer gesamten Länge bis Zürbach. Die Narren, die die Heimatfreunde nicht für voll nahmen, deren Lächeln wurde vom mobilen Blitzer schnell eingefangen. Abgerundet wurde die Aktion von der Erkenntnis, dass landwirtschaftlicher Verkehr ziemlich aufregend sein kann. Mit dem ernsthaften Teil des Projekts geht es bald weiter. Denn in den letzten Monaten schmökerten die Vereinsmitglieder in vielen trockenen Gesetzestexten und zogen fleißig von Tür zu Tür, um mit den Menschen zu sprechen und Unterschriften für ein sichereres und lebenswerteres Maxsain zu sammeln. Der Verein hat dabei eine überwältigende Zustimmung erfahren, die die Mitglieder sehr anspornt.
