Norbert Hellenthal vom Hilfswerk Misereor referiert im PJG über Armut in Indien
„Wohlstand ist nicht selbstverständlich“
Ahrweiler. Mit Wissen und Mut die Welt verändern – wie das geht, zeigte Norbert Hellenthal, Referent des katholischen Hilfswerks Misereor an Beispielen aus Indien. Er referierte am Dienstag, dem 24. April, gleich drei Mal vor unterschiedlichen Schülergruppen am Peter-Joerres-Gymnasium und stellte sich anschließend den Fragen des Zuhörerkreises. Mit beeindruckenden Bildern, Zahlen und Beispielen führte er die zwei Gesichter Indiens vor Augen: Großer Reichtum und große Armut liegen unmittelbar nebeneinander. Folgen des Überlebenskampfes der Unterprivilegierten sind zum Beispiel Kinderarbeit und eine hohe Abtreibungsrate von weiblichen Föten.
Misereor unterstützt im diesjährigen Partnerland Indien zwei Organisationen, die Menschen lokal befähigen, Verbesserungen aus eigener Kraft auf den Weg zu bringen, sich gegen behördliche Korruption, Willkür und Vetternwirtschaft sowie unternehmerische Ausbeutung zur Wehr zu setzen und selbstständiger zu werden.
Indien ist weit weg, was hat das alles mit uns zu tun, fragte Herr Hellenthal am Ende seines Vortrags. Der Klimawandel mache nicht vor staatlichen Grenzen und Kontinenten Halt und auch seine sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgen würden sich mittelfristig global auswirken. Menschengemachte Ungerechtigkeit und Not dieses Ausmaßes gefährden den Frieden in der Welt. Aber die Verbreitung von Wissen und Mut kann ihn auch erhalten und fördern. Diesen globalen Weitblick hat Herr Hellenthal seinen jugendlichen Zuhörern eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler dankten es ihm mit kräftigem Applaus.
Pressemitteilung
Peter-Joerres-Gymnasium
Ahrweiler
