Kinderschutzbund bewährt sich in der Pandemie
Zahl der Mitglieder gestiegen
Mit viel Engagement Angebote angepasst
und neue Wege beschritten
Höhr-Grenzhausen. Die Rückschau auf ein schwieriges Jahr 2020 prägte die gut besuchte Mitgliederversammlung des Kinderschutzbundes. Dass es dabei auch Lichtblicke gab, dafür dankte die Vorsitzende Heidi Ramb den engagierten Mitarbeiterinnen, vielen ehrenamtlich Tätigen und den Unterstützern. Besonders wichtig: Nach Jahren der Stagnation ist die Zahl der Mitglieder leicht auf 150 gestiegen.
Gut, dass die Verbandsgemeindeverwaltung ihren Sitzungssaal zur Verfügung gestellt hatte, denn der Andrang war größer als in den vergangenen Jahren. Die Mitglieder waren zufrieden: Ihr Kinderschutzbund Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen hat das erste Corona-Jahr gut überstanden, obwohl fast alle Angebote zum Teil erhebliche Einschränkungen und Monate des Lockdowns zu bewältigen hatten.
Mit den Schulen musste beispielsweise auch die Hausaufgabenhilfe vorübergehend schließen, das älteste Angebot des Vereins, das regelmäßig knapp ein Dutzend Kinder unterstützt und dazu beiträgt, Wissenslücken zu schließen und Integration zu fördern. Sowohl die Nachfrage als auch die Herausforderungen sind durch den Zuzug von Flüchtlingskindern größer geworden. Ausgerechnet im Jahr des 15. Geburtstags musste auch das Kinderkleider-Lädchen, das von 24 Ehrenamtlichen verlässlich an sechs Tagen die Woche geöffnet wird, phasenweise dicht machen. Auch hier wurden zwar Hygienekonzepte umgesetzt, Schutzscheiben aufgestellt und ein Luftreiniger mit Virenfilter in Betrieb genommen – dennoch fielen etliche Wochen ganz aus.
Insgesamt kann sich der Kinderschutzbund auf 44 ehrenamtliche und 12 hauptamtliche Mitarbeiter*innen verlassen, die teilweise ebenfalls ehrenamtlich tätig sind. Insgesamt wurden fast 3400 Stunden unentgeltlich geleistet – also mehr als 400 Arbeitstage.
Vor allem die „Mobilen Sorgenbüros“ waren im vergangenen Jahr gefordert: Sie mussten sich auf die Herausforderungen einstellen, die der Lockdown mit sich brachte und danach eine deutlich höhere Nachfrage der Kinder bewältigen. Telefon, Mail, Hausbesuche, Mitarbeit in der Notbetreuung, Telefonkonferenzen mit Lehrerinnen und Lehrern, Kontakte zum Jugendamt prägten eine seltsame Zeit ohne engen Kontakt zu den Kindern. Der anschließend gestiegene Bedarf und das hohe Engagement des Teams haben dazu geführt, dass die Zahl der Kinder in den „Sorgenbüros“ kaum gesunken ist und bei mehr als 600 lag. Auch die Schulsozialarbeit an den beiden Realschulen plus in der VG Montabaur war trotz der zeitweisen Schließung fast unverändert gefragt.
Die Vorsitzende dankte den kommunalen Schulträgern, die diese Angebote weit überwiegend finanzieren, für das Vertrauen in den Kinderschutzbund. Dank galt auch dem Land für einen ebenso verlässlichen wie spürbaren Zuschuss zu den „Mobilen Sorgenbüros“.
Stark reduziert waren die Sozialkompetenz-Projekte, die ansonsten zum festen Programm vieler Grundschulen und Kitas gehören, und die Eltern-Kind-Gruppen, während das Kinderbüro als telefonische Anlaufstelle stark gefragt war.
Zum Weltkindertag machte der Kinderschutzbund aus der Not der Einschränkungen eine Tugend und legte mit Unterstützung der Stadt und etlicher Schul- und Kita-Kinder eine Streuobstwiese an. Dass Kinder eine gesunde Umwelt brauchen, treibt auch die „Westerwald-Kinder“, eine Aktion, die auf die schlimme Lage des Waldes und seine enorme Bedeutung für Klima, Wasser, Artenvielfalt und Naherholung aufmerksam macht.
All das ist ohne Internet nicht mehr denkbar – deshalb wurde der Online-Auftritt komplett runderneuert und modernisiert, der Facebook-Account wird eifrig aktualisiert und erfreut sich – ebenso wie die „Filiale“ auf Instagram – steigender Beliebtheit.
Die Arbeit des Kinderschutzbundes ist stark vom Spendenaufkommen abhängig, das sich insgesamt positiv entwickelte. Insgesamt ist der Kinderschutzbund auch finanziell gut durch die Krise gekommen, wie Schatzmeister Gerd Meurer berichtete – was bei einem Jahresetat von 400.000 Euro nicht selbstverständlich ist. Neue Mitglieder, die die Arbeit des Kinderschutzbunds unterstützen möchten, sind gerne willkommen.
Infos unter: Deutscher Kinderschutzbund e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Tel: 02624 -4488, info@kinderschutzbund-westerwald.de , www.kinderschutzbund-westerwald.de
Spendenkonten:
Sparkasse Westerwald-Sieg, IBAN: DE91 5735 1030 0020 0029 45
Westerwald Bank eG. IBAN: DE24 5739 1800 0097 0611 30
Artikel melden
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3
- Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 4
- Bernd Kircher: Es ist der Ottenturm in der Andernacher Stadtmauer an der Verbindung zwischen Stadtgraben und Oberer Wallstraße.
- Helma Bermel : Andernach Stadtmauer, am Stadtgraben.
- Gabriele Schammler: Bilderrätsel Es handelt sich um einen Teil der Andernacher Stadtmauer in der Nähe der Burgruine.
HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
Besonders prägend waren für Mara die Einsätze nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
HeimatHelden: Bad Neuenahr: Mara Hermes lebt das Ehrenamt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Blutspenden, Karnevalsumzüge oder auch Großveranstaltungen wie Rock am Ring wären ohne sie kaum denkbar: die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit, helfen Menschen in Not und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. In der Reihe „HeimatHelden“ stellt BLICK aktuell Menschen vor, die diesem Engagement ein Gesicht geben.
Weiterlesen
Der junge Mann lebt das Ehrenamt an jedem Tag:
HeimatHelden: Niederzissen: Marvin Engel hat das Herz am rechten Fleck
Kreis Ahrweiler. Rund 1000 Ehrenamtliche engagieren sich im DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. – im Sanitätsdienst, bei Blutspenden oder als Helfer vor Ort. Sie helfen in der Not, sind für ihre Mitmenschen da und sichern den Katastrophenschutz im Kreis. Einer von ihnen ist Marvin Engel vom DRK-Ortsverein Niederzissen.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
23.04.: Tierisch vermisst: Wer hat Hund Polly aus Rheinbrohl gesehen?
Rheinbrohl. Seit dem 22. April 2026 wird die junge Mischlingshündin Polly in 56598 Rheinbrohl vermisst. Die verzweifelten Besitzer wünschen sich nichts sehnlicher, als ihren geliebten Vierbeiner wieder in die Arme schließen zu können. Deshalb wenden sich die Besitzer nun an die Öffentlichkeit. Wichtig: Da Polly sehr schreckhaft ist, soll es keine große Suchaktion geben. Vielmehr wünschen sich die...
Weiterlesen
