Allgemeine Berichte | 26.10.2021

Betreuungsvereine der Evangelischen Kirchengemeinden und des SKFM informierten in Remagen

Zehn Teilnehmer erwarben Kenntnisse im Betreuungsrecht

Zehn Teilnehmer erwarben Kenntnisse im Betreuungsrecht.Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rund um das Thema rechtliche Betreuung ging es an vier Abenden im Foyer der Rheinhalle Remagen, eine Veranstaltungsreihe des Betreuungsvereins der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region und des SKFM – Katholischer Verein für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler e.V. – in Kooperation mit der Stadt Remagen, die ihre Räumlichkeiten freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Beim Grundkurs „Betreuungsrecht“, der auch von Vorsorgebevollmächtigten besucht wurde, beantworteten Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin B.A. Hannah Mierbach und Gemeindepädagoge Uwe Moschkau vom Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region e.V. sowie Dipl. Sozialpädagoge Ralph Seeger vom Betreuungsverein des SKFM viele Fragen, insbesondere, wie Wunsch und Wille des Betreuten möglichst umgesetzt werden.

Mit dem Einführungsabend bereiteten Uwe Moschkau und Ralph Seeger die 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das komplexe Thema vor und vermittelten viele Informationen für die ehrenamtliche Tätigkeit.

Am zweiten Abend zum Thema „Vermögenssorge“ wurde von Uwe Moschkau u.a. erklärt, was ein „Einwilligungsvorbehalt in der Vermögenssorge“ ist und „worauf ein Betreuer achten muss“. Dabei ging es auch um die Frage, was zu tun ist, erfährt ein Betreuer erst nach Erstellung des Vermögensverzeichnisses von einer Geldanlage oder Lebensversicherung. Brauchen Aktiendepots eine Sicherung, sodass mit einem automatischen Verkauf der Verfall der Aktien verhindert wird? Auch der Wert von Kunstgegenständen ist oft schwer einzuschätzen. „Sollte deshalb zur Erstellung des Vermögensverzeichnisses eine Wertschätzung vorgenommen werden?“

Ebenso spannend war der Abend mit Hannah Mierbach zum Thema „Gesundheitssorge“, wann z.B. ein Betreuer für einen Betreuten in eine medizinische Behandlung einwilligen muss. Dies ist nur dann der Fall, wenn der Betreute „einwilligungsunfähig“ ist, wenn er also nicht mehr in der Lage ist, mögliche Folgen einer Behandlung oder Nichtbehandlung zu verstehen und ihm die Art des Eingriffes nicht verständlich gemacht werden kann.

Beim Thema „Aufenthaltsbestimmungsrecht“ sprach Ralph Seeger u.a. vom Wechsel von der eigenen Wohnung ins Heim. Dabei sollten auch Pflegedienste, Essen auf Rädern, Hausnotrufsysteme oder ehrenamtliche Besuchsdienste in Betracht gezogen werden, Dienste, die ein Leben zuhause weiter ermöglichen.

Ein herzlicher Dank ging von den 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Hannah Mierbach, Ralph Seeger und Uwe Moschkau, für ihre praxisnahe, mit vielen Infomaterialien bereicherte verständliche Darstellung. Eine Veranstaltung, die wegen der Corona-bedingt geringen Teilnehmerzahl sehr intensiv war.

Auch nach der Schulung stehen die beiden Betreuungsvereine den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern beratend und helfend zur Seite. Jeder, der sich für die Aufgabe und Übernahme einer ehrenamtlichen Betreuung interessiert, kann sich mit einem der beiden Betreuungsvereine in Verbindung setzen. Dort ist auch mehr über den nächsten Grundkurs im Frühjahr ab dem 8. März 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu erfahren.

• SKFM – Katholischer Verein für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler e.V., Ehlinger Str. 47, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon: 0 26 41 / 20 12 78, www.skfm-ahrweiler.de.

• Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region e.V., Wolfgang-Müller-Straße 7a, z.Zt. Beratungscontainer, , Bergstraße 12 (Parkplatz City-Ost), 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon: 02641 / 20 70 – 100, www.betreuungsverein-ahrweiler.de.

Zehn Teilnehmer erwarben Kenntnisse im Betreuungsrecht.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag 2026
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Urlaubsanzeige
Anzeige Alles für die Schule
Empfohlene Artikel
In der Ahrhut war einiges los.  Fotos: DU
25

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nicht nur aber ganz besonders zu den verschiedenen Jahreszeiten werden die Innenstädte von Bad Neuenahr und Ahrweiler bunt. Am vergangenen Wochenende war dies erneut beim verkaufsoffenen Aktionswochenende „Sommerbunt“ der Fall. Wie es für dieses von der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler in enger Kooperation mit Stadt und Ahrtal-Tourismus veranstaltete Event längst...

Weiterlesen

Zum Abschlus bekam jeder ein kleines gehäkeltes „Wir“.
58

Rheinbrohl. Auch in der Kindertagesstätte CASA VIVIDA gibt es schon einmal Streit, Schimpfwörter und körperliche Auseinandersetzungen. Das hat die Mitarbeiterinnen motiviert, sich mit den Kindern intensiv mit den Themen Konfliktlösungen, Freundschaft, Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und der Stärkung des „Wir-Gefühls“ zu beschäftigen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
schmusen mit Pflegemama
1673

Mayen. Sultan kam bereits im Februar 2026 in unser Tierheim, nachdem er in Mendig umherstreunte und sich niemand für den stattlichen weißen Kater verantwortlich fühlte. Damals war Sultan unkastriert, nicht gekennzeichnet und hatte eine schlimme Augenentzündung, die auf seine nicht behandelten Rolllider zurückzuführen war.

Von Tierschutzverein Mayen U.U. e.V. Frau Sybill Limba aus Mayen

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
1457

Auch an weiteren Stellen wird intensiv an der Infrastruktur gearbeitet

07.07.: Wiederaufbau in Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird für ein Jahr gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen der St.-Pius-Straße und der Eifelstraße im Stadtteil Bachem vollständig für den Verkehr gesperrt. Dort werden derzeit die Anschlussarbeiten der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gleichzeitig wird der Kreuzungsbereich umgestaltet, um die künftige Verkehrsführung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiterlesen

Die Ahr in Bad Neuenahr am Morgen nach der Flut.  Foto: ROB
860

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem in der Ahrflut 135 Menschen im Alter von 4 Monaten bis 97 Jahren ums Leben kamen. Über 700 Personen wurden verletzt. Gar nicht zu reden von den Schicksalen und Tragödien, die bis heute auf die Ahrflut zurückzuführen sind (z. B. Suizide, über die keiner berichtet).

Weiterlesen