Allgemeine Berichte | 16.05.2024

Kunstausstellung „Blickwinkel“

Zeichen der Solidarität für Geflüchtete

Die Ausstellung präsentierte ein eindrucksvolles XXL-Origami-Boot.  Foto: Olga Polivoda

Neuwied. Am 15. Mai 2024 fand in der Geschäftsstelle des AWO Kreisverbandes Neuwied e.V. die beeindruckende Künstlerausstellung „Blickwinkel“ statt. Die Ausstellung präsentierte ein eindrucksvolles XXL-Origami-Boot im Rahmen des Projekts „100 Boote – 100 Millionen Menschen“, initiiert vom AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. Dieses deutschlandweite Kunstprojekt setzt sich intensiv mit der weltweiten Flüchtlingskrise auseinander und zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Situation von Millionen von Geflüchteten zu schärfen.

Der AWO Kreisverband Neuwied e.V. beteiligte sich an diesem bewegenden Projekt, um ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen und die Hilfsbereitschaft für Geflüchtete zum Ausdruck zu bringen. Gemeinsam arbeiteten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter Hand in Hand, unterstützt von Teenagern, Senioren und Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, um das Boot liebevoll mit Motiven zu versehen und auszumalen. Diese kreative Zusammenarbeit verleiht dem Kunstwerk eine besondere Tiefe und symbolisiert die Gemeinschaft und Solidarität im Angesicht der Flüchtlingskrise.

Am 27. Mai 2024 wird das Boot den Kreativhafen verlassen und seinen Weg nach Koblenz am Deutschen Eck antreten, von wo aus es weiter nach Berlin reisen wird. Dort wird es am 20. Juni 2024, dem Weltflüchtlingstag, gemeinsam mit anderen Booten ausgestellt, um auf die weltweite Fluchtbewegung und die damit verbundenen menschlichen Schicksale aufmerksam zu machen.

Anwesend waren auch der Präsidiumsvorstand des AWO Kreisverbandes Neuwied e.V. mit Fredi Winter, Beate Dietl und Arno Jacobi, sowie der Bürgermeister der Stadt Neuwied, Peter Jung, die eine herzliche Begrüßungsrede hielten und die Bedeutung der Ausstellung für die Gemeinschaft hervorhoben.

Neben dem ausdrucksvollen Boot präsentierte die Ausstellung auch eine Auswahl faszinierender Bilder von ukrainischen Fotografinnen, die vor dem Krieg geflohen sind. Durch ihre Kunst möchten sie das Leben vor dem Krieg sowie ihre Dankbarkeit für ein Leben in Frieden ausdrücken.

Die Veranstaltung bot eine Gelegenheit für Gäste, gemeinsam über die Herausforderungen, denen Geflüchtete gegenüberstehen, zu reflektieren und zu diskutieren, wie die Gemeinschaft helfen kann.

Die Besucher waren von den beeindruckenden Werken tief berührt und hatten die Möglichkeit, die Bilder gegen eine kleine Spende zu erwerben. Der Erlös kommt den Kindern, die aktuell in der Ukraine leben und dringend Medizinprodukte und Hygieneartikel benötigen, zugute.

Die ukrainischen Gäste hatten außerdem traditionelle Gerichte ihres Heimatlandes mitgebracht, um den kulturellen Austausch zu fördern und ihre Dankbarkeit für die Solidarität zu zeigen.

Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg und zeigt, wie Kunst und Gemeinschaftsengagement zusammenkommen können, um positive Veränderungen in unserer Gesellschaft zu bewirken. Wir freuen uns auf die nächste „Blickwinkel“ in 2025.

Die Ausstellung präsentierte ein eindrucksvolles XXL-Origami-Boot. Foto: Olga Polivoda

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