Traditioneller Wettbewerb in Villip
Zielsicher zum Osterei
St. Sebastianus Schützenbruderschaft hatte eingeladen – 2000 bunte Eier waren die Trophäen für Könner und Ambitionierte
Wachtberg-Villip. 2000 Eier wechselten am letzten Märzwochenende bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Villip den Besitzer. Bei traumhaftem Frühlingswetter hatten sich rund 120 Besucher auf den Weg zum Beckers Kreuz ins Schützenhaus gemacht. Von 13 Uhr mittags bis 18 Uhr abends schossen alle Altersklassen um die begehrten bunten Trophäen für das Osterfest. Insgesamt wurden an diesem Tag etwa 1100 Schuss Munition von den Sportschützen verschossen.
Junge Schützen der Bambiniklasse bis elf Jahre prüften ihre Zielsicherheit im Wettkampf allerdings nicht mit echter Sportgewehrmunition, sondern mit einem Lasergewehr an der Lichtpunktanlage. „Schützen sind sehr ausgeglichene Menschen“, war von Thomas Köhler, dem ersten Brudermeister zu hören, „denn man kann ein Gewehr nicht gut und ruhig halten, wenn man nicht ausgeglichen ist.“ So erzielten tatsächlich diejenigen die besten Ergebnisse, die mit Ruhe und Konzentration am Werk waren.
Gegen Abend wurden die Siegerinnen und Sieger aller Jahrgänge mit einem Pokal geehrt – bis auf die Herren, bei denen es einen einzigen Gewinner gab, der nach der Ehrung ein Zehnliterfass Bier sein Eigen nennen durfte.
Den ersten Platz bei den Bambini belegte Kai Johann To Settel, über den zweiten und dritten Platz freuten sich Tillmann Abresch und Sarah Schiffer. In der Kategorie Jugend belegte mit 29 Ringen Lars Schreiber den ersten Platz. Mit annähernder Zielsicherheit hatten sich Sebastian Kläser und David Schiffer die verdienten Plätze zwei und drei erkämpft. Bei den Damen ging Sara Mohr mit 30 Ringen als Siegerin ihrer Kategorie hervor. Ihr folgten Sahra Patt und Gabi Lambertz auf den Plätzen zwei und drei. Das begehrte Fass für den zielsichersten Mann ging an Marc Frings, den Sohn der amtierenden Schützenliesel Lydie Frings.
Auf weitere Wettkämpfe freuen sich die Schützen beim traditionellen Ausschießen der Schützenliesel am Samstag vor Fronleichnam. Am Feiertag selbst dürfen alle Mitglieder des Vereins ab 24 Jahren um das Amt des Schützenkönigs schießen. „Ob der amtierende Schützenkaiser auch schießt, ist bisher nicht bekannt“, war von der Pressebeauftragten Gabi Höhne zu erfahren. So wird es spannend bleiben, wer in diesem Jahr das Rennen um den Titel machen wird.
Eine Erfolgsgeschichte bei den Sebastianus-Schützen schrieb in der laufenden Saison die fünfzehnjährige Johanna Schiffer, die seit einem Jahr bei den Villiper Schützen ist und bereits die Titel der Schülerprinzessin und der Bezirksprinzessin errungen hat. Als nächstes Ziel hat sie die Diözesan-Landesmeisterschaft ins Auge gefasst.
Wer sich ebenfalls für den Schießsport bei den Villipern interessiert, findet Informationen zum Verein unter www.schuetzen-villip.com. Die erwachsenen Schützen trainieren montags von 18 bis 19 Uhr, dienstags und mittwochs von 18 bis 20 Uhr. Für die Jugend nehmen sich Jugendleiter Alexander Gilles und Trainerin Janina Höhne jeden Montag von 18 bis 20 Uhr Zeit, um ihre Treffsicherheit zu schulen.
Johanna Schiffer schrieb in dieser Saison als Jungeschützenprinzessin und Bezirksprinzessin eine Erfolgsgeschichte bei den Villiper Schützen. Foto: Petra Reuter
