Kreis-Chorverband Mayen präsentiert das Kinder-Musical „ZIRKUSTRÄUME“
Zirkusnummern werden einstudiert und das Bühnenbild gestaltet
Die Premiere findet am 25. August, um 16 Uhr in Mayen statt
Region. Die Unterstützung und Förderung der Kinder und Jugendlichen hat im Verband einen hohen Stellenwert. Hier werden Kinder und Jugendliche an die Musik und an ein gesellschaftspolitisches Miteinander herangeführt.
Der Kreis-Chorverband (KCV) Mayen e. V. bietet zu seinem 70-jährigen Bestehen für Kinder- und Jugendliche aus dem Kreis-Chorverband Mayen das Musical-Projekt „Zirkusträume“ an. Durchführung und Planung liegen in den Händen von Jugendreferentin Andrea Schlich.
Es haben sich 29 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 13 Jahren aus den Kinder-, Jugend- und Schulchören angemeldet (Schulchor Pfarrer-Bechtel-Schule Mendig, Jugendchor „Sylvester-Spatzen“ Mayen-Hausen, Kinder- und Jugendchor Plaidt, ArsMusiKids Ochtendung, Schulchor Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld, Schulchor IGS Maifeld Polch).
Die Proben haben bereits begonnen. Nach dem Einstudieren der schwungvollen Lieder folgen dann Proben für das Rollenspiel und die Mimik. Danach folgt vorrangig das Szenenspiel und das Einstudieren von Zirkusnummern.
Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden Zirkusnummern vorführen, das Bühnenbild mitgestalten und bei Maske, Regieassistenz und Bühnenumbau mithelfen können.
Unterstützung bei den Proben erfährt Andrea Schlich von Musikpädagogin Bärbel Malburg, die auch den Schulchor der Pfarrer-Bechtel-Schule in Mendig leitet. Ein Betreuerinnenteam aus den Reihen der Elternschaft unterstützen die Leitung. Abschließend gibt es ein Proben-Wochenende vom 23. bis 25. August in der Vulkanpark-Jugendherberge Mayen. Hier sollen die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen als Gruppe zusammenwachsen und werden dazu intensiv gefördert.
Der Inhalt des Zirkus-Musicals passt bereits genau in das Motto „weltoffen und regional verwurzelt“. Kinder aus einer Zirkusfamilie kommen für die Dauer des Gastspiels in eine Schulklasse. Die Schüler wollen die neuen Kinder integrieren, Freundschaften bilden sich, die Zirkuskinder erklären den Alltag in der Zirkuswelt und laden die Schulkinder in ihre Unterkunft ein.
Diese Situationen aus dem Musical helfen den Kindern auch im realen Leben, den Blick für andere Kulturen und Lebensumstände zu öffnen und den Wert der Gemeinschaft und Zusammenhalt der Gruppe schätzen zu lernen.
Gegenseitiges Verständnis ist wichtig, Neugierde für neue Lebensumfelder wird geweckt, Zusammengehörigkeit und Hilfsbereitschaft werden sensibilisiert.
Da der Komponist gebürtiger Brite ist, wird auch beim Proben-Wochenende und bei der Premiere „Weltoffenheit“ praktiziert. Im Musical geht es auch darum, dass Artisten aus vielen Nationen im Zirkus zusammenarbeiten und trotzdem die Verständigung untereinander gelingt.
„Aufmerksamkeit“ und „anders sehen“
Bei diesem Musicalprojekt kommt ein nichtalltäglicher Aspekt zum Tragen, nämlich „Aufmerksamkeit“ und „anders sehen“.
Simon Bellett, der Komponist des Musicals und Ilse Schmitz-Eckert, Beisitzerin im Vorstand des KCV, sind beide an unterschiedlichen Netzhautdegenerationen erkrankt. Sie gelten aufgrund der starken Sehbehinderung als blind.
Die Kinder treffen sich mit Ilse Schmitz-Eckert in Kleingruppen. Anhand von Informationsmaterial des DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.) wird z. B. mit einer speziellen Brille eine starke Sehbehinderung simuliert und die Kinder können mit Brille die Punktschrift für Blinde üben. Außerdem erfahren sie von der Vielfalt an Hilfsmitteln, die es für sehbehinderte Menschen heute gibt und können u.a. mit dem Blindenstock gehen. Insbesondere wird auch das Thema erörtert, wie man mit einem Handicap lebt und wie ein wünschenswerter Umgang der Mitmenschen aussehen könnte.
Premiere ist am 25. August
Die Premiere findet am 25. August, um 16 Uhr in Mayen auf der Bühne der Genovevaburg statt.
Eine zweite Aufführung ist am 29. September, um 16 Uhr im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum 70 Jahre KCV Mayen. Sie findet im FORUM der Stadt Polch statt.
