Strahlende Kindergesichter, großes Engagement von allen Beteiligten und jede Menge Applaus
Zirkusprojekt der Grundschule Rheinbreitbach begeistert Kinder und Eltern
aus Rheinbreitbach
Rheinbreitbach. Strahlende Kindergesichter, großes Engagement von allen Beteiligten und jede Menge Applaus – so lässt sich das Zirkusprojekt der Grundschule Rheinbreitbach zusammenfassen. Eine Woche lang hatten sich die Kinder der Klassen 1 bis 4 auf ihre zwei Aufführungstermine am Freitagnachmittag (17.4.) vorbereitet. Im Park vor der Oberen Burg wurde mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Eltern ein Zirkuszelt aufgestellt, dann endlich hieß es: „Manege frei!“ – und die jungen Artisten durften zeigen, was sie gelernt hatten.
Von Trapezkunststücken über Seiltanz und Jonglage bis hin zu Akrobatik und Zauberei gab es alles, was zu einer echten Zirkusvorstellung dazugehört. Im Vordergrund standen aber das gemeinschaftliche Erlebnis, die Freude am Ausprobieren von Neuem, vor allem die Kinder darin zu bestärken etwas Eigenes beizutragen. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei vom pädagogisch arbeitenden Team des Zirkus Dobbelino.
Schon Wochen zuvor hatten die Kinder mit einem Spendenlauf Geld für das vom Schulelternbeirat (SEB) initiierten Projekts gesammelt.Unterstützung gab es aber auch von der Ortsgemeinde (Platz und Räumlichkeiten), von der AWO Bad Honnef (Verpflegung), vom örtlichen Karnevalsverein sowie von lokalen Unternehmen und Förderverein Ratzefummel (finanzieller Zuschuss). Ohne dieses vielfältige Engagement hätte das Projekt gar nicht stattfinden können, wie Michael Menden, Erster Vorsitzender des Fördervereins, betonte. Eltern und Lehrerinnen der Grundschule hatten unzählige Stunden in Vorbereitung und Organisation investiert. Geschwister, Omas, Opas und Verwandte waren eingeladen, um diesem besonderen Tage beizuwohnen. Denn das Zirkusprojekt findet nur einmal alle vier Jahre statt, sodass jedes Kind in seiner Grundschulzeit einmal die Möglichkeit zur Teilnahme bekommt. Birgit Dohrmann, Leiterin der Grundschule, schwärmte entsprechend begeistert: „Dass ein Zirkus mit diesem großen Zelt hier bei uns gastiert und die Kinder dann wirklich wie kleine Profis in der Manege stehen, das ist riesig!“
Den Auftakt machte ein Trupp Trampolinakrobaten, die luftige Sprünge auf und über eine Weichbodenmatte absolvierten. Als Aliens und Astronauten geschminkte Artisten liefen dann auf großen Kugeln umher. Zauberei wurde geboten, eine Gruppe von Köchen jonglierte Teller auf Stäben, ehe ein SWAT-Team Leiterakrobatik zeigte und aufeinander knieend lebende Pyramiden formte. Im zweiten Teil der Aufführung rollten dann Bauarbeiter auf Rola-Bola-Brettern. Als optisches Highlight durfte wohl die Show mit hell-bunt leuchtenden-LED-Hula-Hoop-Reifen und Poi-Schwingen in verdunkelter Manege gelten, ehe die Seiltanz-Kombo über einen schwierigen Parcours zu einem Tresor hin mit Edelsteinen tanzte, um diese zu stehlen. Manche Vorführungen zeigten nicht nur Kunststücke, sondern erzählten – wie hier – noch eine kleine Geschichte dazu. Zu guter Letzt schwangen sich Piraten am Trapez durch die Luft – immer gut abgesichert vom vierköpfigen Trainerteam des Zirkus.
Jan Selmar, Sozialarbeiter und Zirkuspädagoge aus Braunschweig, übernahm die Rolle des moderierenden Direktors und bilanzierte anschließend: „Total liebe Kinder, sehr soziale Kinder! Insgesamt hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht hier die Vorstellung zu spielen. - Ich mach den Job ja, weil ich es einfach schön finde, wenn Kinder auftreten, lernen sich was zu trauen, mitzuziehen und Spaß haben!“ Da musste ihm Anne Müller vom Schulelternbeirat beipflichten: „Diese Gemeinschaft, das Zusammenwachsen und Strahlen in den Augen der Kinder zu sehen, wie stolz die waren! Auch wenn Kinder nur einen kleineren Part hatten, konnte man an ihren Auftritten sehen, dass sie gemerkt haben: ich bin Teil der Gruppe, ich bin wichtig.“ Übrigens: Auf Handyfotos während der Aufführung wurde gänzlich verzichtet, sodass die volle Aufmerksamkeit des Publikums stets gewährleistet war. Mit dem gemeinsamen Abbau des Zirkuszeltes am Folgetag endete das einwöchige Zirkusprojekt dann. Insgesamt ein voller Erfolg, den die Kinder sicher noch lange als schöne Erinnerung an ihre Schulzeit in Rheinbreitbach behalten werden!
Eltern beim Auf- und Abbau des Zirkus Foto: Thomas Kramer
Gemeinsam angepackt Foto: Anne Müller
Viel Hände, schnelles Ende Foto: Anne Müller
