Allgemeine Berichte | 12.01.2017

Christliche Gemeinden in Koblenz kennenlernen

Zu Gast bei Anderen

Aktion startet am Sonntag, 15. Januar

Die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Koblenz (v.l.) Matthias Olzem, Verena Hammes und Uwe Drews öffnen Türen zu christlichen Gemeinden während der Aktion „Zu Gast bei Anderen“, wie hier vor der Florinskirche. Foto: Bischöfliche Pressestelle Trier

Koblenz. Der Begriff „Ökumene“ ist im Reformationsjahr 2017 vielerorts zu hören. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Koblenz (ACK) setzt sich schon seit etwa zehn Jahren für das christliche Miteinander ein und initiierte aus diesem Grund die Reihe „Zu Gast bei Anderen“. Hier bei öffnen christliche Glaubensgemeinschaften seit einem Jahrzehnt ihre Türen. Interessierte können im Rahmen der Aktion bis April an 13 Sonntagsgottesdiensten teilnehmen. Der erste Gottesdienst findet am Sonntag, 15. Januar (10.30 Uhr), bei der evangelischen Kirchengemeinde auf der Karthause (Gothaer Straße 21) statt.

„Alle Gottesdienste von unseren Mitgliedsgemeinden sind für jedermann stets geöffnet. Doch bei den Messen im Rahmen der Aktion, begrüßen die jeweiligen Pfarrer die Gäste noch einmal ganz gezielt. Daher fühlen sich die Besucher gleich besonders willkommen“, erläutert Uwe Drews von der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus und Delegierter der ACK Koblenz. Für viele Gläubige sei es eine Art Anstoß andere Sonntagsgottesdienste zu besuchen, ergänzt die Schriftführerin Verena Hammes. Pastoralreferent des Dekanats Koblenz und ebenfalls Delegierter der ACK Matthias Olzem fügt hinzu: „Durch diese Reihe senken wir die Hürden andere christliche Gemeinden zu besuchen und kennenzulernen.“ Die Gäste erleben die Gemeindemitglieder, Räumlichkeiten und konfessionellen Besonderheiten. Dadurch können Vorurteile abgebaut und ein toleranteres Miteinander gestaltet werden, sind sich die drei Delegierten einig. „Von vielen Gottesdienstgästen habe ich schon gehört, dass diese gar nicht wussten, wie viele christliche Gemeinden es in Koblenz gibt“, erklärt Verena Hammes von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Rechte Rheinseite. Ökumene sei mehr als nur die Unterscheidung in katholisch und evangelisch.

Im Anschluss an die Gottesdienste besteht in der Regel die Gelegenheit, sich über die einladende Gemeinde und ihr geistliches Leben zu informieren. Das gegenseitige Kennenlernen sei der Sinn von „Zu Gast bei Anderen“, informiert Drews. Dabei habe diese „geistliche Entdeckungsreise“ keinen missionarischen Charakter. „Die Ökumene wird gepflegt, ohne Eigenständigkeit einzubüßen“, bekräftigt Drews. Olzem ist der Meinung, dass insbesondere die Unterschiede zwischen den Gemeinden spannend seien und diese den eigenen Glauben und das Denken über Gott bereicherten. Erstmals findet die Aktion in diesem Jahr ihren Abschluss bei einem gemeinsamen Gottesdienst. In der Florinskirche kommen am Freitag, 7. April (18 Uhr), die teilnehmenden Gemeinden und Interessierte zusammen. Die ACK möchte ein besseres Kennenlernen der christlichen Gemeinden untereinander in Koblenz fördern. Dazu organisiert die Arbeitsgemeinschaft neben der Aktion „Zu Gast bei Anderen“ jedes Jahr einen ACK-Gottesdienst in der Festungskirche auf Ehrenbreitstein, den Gottesdienst anlässlich des Koblenzer Sommerfestes am Deutschen Eck und in diesem Jahr steht selbstverständlich auch die Beteiligung am ökumenischen Christusfest am 5. Juni in Koblenz auf dem Programm. Weitere Aktionen wie eine handgeschriebene Bibel und ein christlicher Stadtrundgang sind ebenfalls geplant. Die Vernetzung mit den Arbeitsgemeinschaften in Neuwied und Andernach soll in diesem Jahr zudem gestärkt werden. Informationen auch zu den weiteren Gottesdiensten gibt es auf www.ack-koblenz.de und unter Tel. (0261) 96 35 58 22.

Pressemitteilung Bischöfliche Pressestelle Trier

Die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Koblenz (v.l.) Matthias Olzem, Verena Hammes und Uwe Drews öffnen Türen zu christlichen Gemeinden während der Aktion „Zu Gast bei Anderen“, wie hier vor der Florinskirche. Foto: Bischöfliche Pressestelle Trier

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