Stadt resümiert Stand der Sanierung der Grundschule Merl
Zufrieden mit Zeitplan
Bauleiter geht von Punktlandung zu den Sommerferien aus
Meckenheim. Etliche Rats- und Ausschussmitglieder waren der Einladung der Stadt gefolgt, sich den Stand der Arbeiten bei der Sanierung der KGS Merl in natura anzusehen. Heinz-Peter Witt (technischer Beigeordneter), Planer Jörg Böhning, Bauleiter Christian Zavelberg und Andreas Satzer als Fachbereichsleiter des städtischen Gebäudemanagements beantworteten vor Ort Fragen.
1800 Quadratmeter im Schulgebäude inklusive 200 Quadratmeter Anbau waren zu sanieren gewesen. Dazu kamen 1300 Quadratmeter Dachfläche und 1800 Fassadenfläche, denen man nach den Vorgaben des Brandschutzes, den Wünschen nach Barrierefreiheit und neueste Bauvorschriften zu Leibe rückte. Das bisherige Ergebnis präsentierte sich vielversprechend. Dank passender zeitlicher Abstimmung seien die Arbeiten gut im Zeitplan, man rechne mit einer Punktlandung zu den Sommerferien, erfuhr man von Christian Zavelberg.
In Zukunft wird die Decke der Turnhalle ballwurfsicher sein und anstatt Fenster an Schnüren bedienen zu müssen wird es eine effektive Lüftungsanlage geben. Außerdem sind die Räume der Mensa und der Küche nun dem Bedarf angepasst, die Hausmeisterloge umgebaut und eine behindertengerechte Toilette geschaffen. Auch neue Technik und Lehrmittel hatten Planer und Bauleiter im Blick. Aufhängungen für Beamer sollen künftig in den Klassenräumen ebenso installiert sein wie Anschlussmöglichkeiten für aktuelle Übertragungstechniken und moderne Lehrmittel. Energetisch wird das Gebäude künftig mit neuen, besser Wärme dämmenden Fenstern und reichlich Wärmedämmung auf den Fassaden deutlich sparsamer beheizbar sein, kündigte Planer Jörg Böhning an.
Eine Besonderheit des Baus aus Zeiten des Kalten Krieges sei durch den Umbau allerdings nicht mehr in ursprünglicher Form funktionsfähig: Der „atombombensichere“ Kellerraum, den man seinerzeit in allen Schulen installiert hatte, war in die neue Gestaltung der im Untergeschoss liegenden Räume integriert worden. Hier wird es künftig Klassenräume geben, die unter anderem von der Musikschule genutzt werden. Außerdem solle man dort eine kleine Bibliothek finden. In den regulären Klassenräumen in den überirdischen Geschossen gibt es nun angeschlossene Garderobenräume, damit Jacken, Mäntel, Turnbeutel und Ranzen im Falle eines Falles die Fluchtwege nicht versperren.
Belastete Baumaterialien wie asbesthaltige Dämmplatten in Leitungsschächten oder krankheitsfördernde Holzschutzmittel in Raumdecken seien nun entfernt und durch unbelastete Materialien ersetzt worden, führte der Planer weiter aus. Ein großer Dank gebühre den Planern und allen Beteiligten, die einen weitgehend reibungslosen Ablauf in dem straffen Zeitplan ermöglichten, sagten Heinz-Peter Witt und Andreas Satzer.
Schon jetzt habe man die Sanierung der zweiten Merler Grundschule im Auge, weil man den Vorlauf der Materialbestellungen und der Firmen berücksichtigen müsse, sagte der technische Beigeordnete. Derzeit ist der Schulbetrieb der KGS Merl in eine Behelfsschule in Containern in Betrieb. Wenn die KGS die derzeit in Sanierung befindlichen Räume zum neuen Schuljahr bezieht, soll die Gemeinschaftsgrundschule Merl hier einziehen, damit dort die Sanierung beginnen kann.
Heinz-Peter Witt, Christan Zavelberg, Andreas Satzer (Warnwesten v.l.n.r.) und Jörg Böhning (2.v.r.) informierten über die neuen Anschlussmöglichkeiten im zukünftigen Lehrerzimmer. Foto: Petra Reuter
Gut organisiert steht alles für die nächsten Arbeitsschritte am Boden der Turnhalle bereit. Foto: Petra Reuter
Neue Fenster und bessere Dämmung sollen künftig für eine günstigere Energiebilanz sorgen. Foto: Petra Reuter
