Allgemeine Berichte | 26.09.2018, 08:35 Uhr

Sondersitzung des Gemeinderates Wachtberg

Zuschüsse für Sanierung des Hallenbades und der Turnhalle Niederbachem werden beantragt

Fördermittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ sollen 45 Prozent der Kosten abdecken

Wachtberg. Einstimmig beschloss der Wachtberger Gemeinderat jetzt in einer Sondersitzung, sich für Fördermittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu bewerben. Darin stellt das Bundesbauministerium insgesamt 100 Millionen Euro für investive Projekte in den Jahren 2019 bis 2022 zur Verfügung. Die dafür erforderlichen Projektskizzen hatte die Gemeindeverwaltung bereits eingereicht, allerdings musste noch der Ratsbeschluss über den kommunalen Eigenanteil nachgeholt werden.

Das Programm ziele auf die Förderung von Projekten mit einer besonderen sozialen und integrativen Wirkung sowie einem überdurchschnittlichen Investitionsvolumen ab, so Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD). Die Förderquote betrage 45 Prozent, sodass der Eigenanteil der Gemeinde bei 55 Prozent der Investitionssumme liege. Förderschwerpunkte seien unter anderem Turnhallen und Schwimmbäder, und da komme Wachtberg ins Spiel.

Hallenbad Berkum verschlingt 2,8 Millionen Euro

Zum einen möchte man die Sanierung des Berkumer Hallenbades gefördert haben. Dort sei nämlich der Sanierungsbedarf wesentlich höher als im Haushaltsplan veranschlagt. Es würden aktuell mit der Sanierung der Lüftungsanlage und den dazugehörigen kleineren baulichen Erhaltungsmaßnahmen lediglich die absolut notwendigen Mindestmaßnahmen für den Weiterbetrieb des Hallenbades durchgeführt, so der Erste Beigeordnete Swen Christian. Auf die weiteren notwendigen baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen habe man zunächst verzichten müssen, weil das dafür eingestellte Budget bei Weitem nicht ausreiche.

Die Sicherstellung einer langfristigen und störungsfreien Nutzung könne letztlich nur durch eine umfassende Sanierung des Umkleide- und Badebereiches sowie durch die Erneuerung der Haus- und Schwimmbadtechnik erreicht werden. Die Gesamtkosten für eine langfristig angelegte Sanierung beliefen sich auf etwa 2,8 Millionen Euro. Bei einer Förderung von 45 Prozent verbliebe ein Eigenanteil von etwa 1,5 Millionen Euro bei der Gemeinde. Ebendieser Eigenanteil wurde nun vom Gemeinderat für den Haushaltsplan 2013/2020 veranschlagt. Das zweite Projekt ist die Turnhalle in Niederbachem, wofür man etwa 900.000 Euro ausgeben müsse. Im Rahmen des Förderprojektes habe man allerdings die Möglichkeit, auch die überarbeitungsbedürftigen Außenanlagen und die Spielplatzflächen in den Blick zu nehmen und deutlich zu verbessern. Die beantragten Maßnahmen würden dazu beitragen, die Investitionen in das Quartier mit den Anbauten am Schulgebäude, der Klima-Kita sowie der geplanten Platzgestaltung in der Mehlemer Straße abzurunden. Damit könne das Verweil- und Aufenthaltspotenzial voll ausgeschöpft werden. Für die Neugestaltung der Außenanlage rechnet man mit weiteren 300.000 Euro, sodass hier insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert werden müssen. Hier betrage der Eigenanteil der Gemeinde etwa 660.000 Euro, was ebenfalls so beschlossen wurde.

Die Befürchtung von Joachim Mittweg (UWG), dass die Gemeinde auf den gesamten Kosten sitzen bleibe, wenn die Förderung nicht zum Tragen komme, konnte Christian zerstreuen. Wenn das der Fall sei, werde man über das ganze Thema noch einmal neu beraten müssen und im Lichte der Entwicklung eine neue Entscheidung treffen. Allerdings seien zumindest die Sanierungsmaßnahmen im Hallenbad „Dinge, die wir ohnehin machen müssen.“ Nun müsse man abwarten, wie im Oktober die Jury bei der Auswahl der Förderprojekte entscheide. JOST

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