Zwischen Bühne und Bild: „Mise en scène“ begeistert zur Eröffnung
Kunstausstellung bis 6. April am Theater Lahnstein
Lahnstein. Schauspiel und Bildende Kunst begegnen sich derzeit auf besondere Weise im Theater Lahnstein. Mit der Ausstellung „Mise en scène“ ist der Neue Kunstverein Mittelrhein (NKVM) dort zu Gast und nutzt das Theater als Ausstellungsort jenseits des klassischen Bühnenbetriebs. Zu sehen ist diese noch bis Montag, 6. April.
Zur Eröffnung am Samstag, 10. Januar hatte das Theater Lahnstein im Rahmen der Gesprächsreihe „Lahn Talk“ zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Elmar Hermann, künstlerischer Leiter des NKVM, Joerg Altenrath, Intendant des Theaters Lahnstein, sowie Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang in Essen, sprachen über die Ausstellung, ihre Hintergründe und über die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Akteuren.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie private Kulturinitiativen wie der NKVM und große öffentliche Institutionen wie das Museum Folkwang voneinander profitieren können. Einigkeit bestand darin, dass beide Seiten einander benötigen: Die freien Initiativen als experimentelle, flexible Räume, die etablierten Häuser als Orte mit Reichweite, Infrastruktur und öffentlicher Verantwortung. Auch das Theater Lahnstein sieht sich in dieser Rolle und strebt gezielt Kooperationen mit lokalen Kulturinitiativen und Vereinen an.
Joerg Altenrath berichtete, dass ihn nach dem Gespräch mehrere Besucher darauf angesprochen hätten, dass Peter Gorschlüter der Sohn des langjährigen und beliebten Koblenzer Kulturdezernenten Hans-Peter Gorschlüter sei – ein Detail, das bei vielen Erinnerungen und Gesprächsstoff auslöste.
Der Begriff „Mise en scène“ bezeichnet im Theater und Film die Gesamtheit der visuellen Gestaltung von Kostümen über Kulissen bis hin zur Beleuchtung einer Inszenierung. Genau diese Elemente sind auch in der Bildenden Kunst zentrale Werkzeuge, um Inhalte zu transportieren und Wirkung zu erzeugen. Kreative Gestaltung und visuelle Erzählkunst verbinden somit beide Berufsfelder.
Elmar Hermann machte deutlich, dass das Theater durch diese Ausstellung neu gedacht werde – nicht nur als Ort der Aufführung, sondern auch als Ausstellungsfläche. Die Arbeiten im Foyer entfalten sich wie Bühnenbilder, erzählen Geschichten, erzeugen Stimmungen und laden das Publikum dazu ein, Kunst ähnlich aufmerksam zu erfahren wie eine Inszenierung.
Charakteristisch für den NKVM ist dabei die bewusste Vielfalt der gezeigten Positionen: Junge und ältere Künstlerinnen und Künstler, international bekannte Namen und regional Tätige, lebende wie bereits verstorbene Kunstschaffende stehen gleichberechtigt nebeneinander. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Hierarchien aufzubrechen und Grenzen spielerisch zu überschreiten.
Die Ausstellung präsentiert von philosophisch grundierten Arbeiten über prozesshafter Malerei und experimentellen Videoformaten bis hin zu skulpturalen Fundstücken und poetischen Textarbeiten ein breites Spektrum an Kunst. Viele Werke greifen dabei erzählerische Motive auf, die an theatrale Strukturen erinnern: Transformation, Übergang, Rollenbilder und das Spiel mit Wahrnehmung.
So entsteht im Theater Lahnstein eine Ausstellung, die nicht nur Kunst zeigt, sondern zugleich den Dialog zwischen den Künsten sichtbar macht. „Mise en scène“ erweist sich als treffender Titel für eine Schau, die das Theater als Raum der Inszenierung ernst nimmt und es zugleich um eine neue Dimension erweitert.
Pressemitteilung Stadt Lahnstein
„Mise en scène“ präsentiert ein breites Spektrum an Kunst im Theaterturm.
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