Die Katholische Familienbildungsstätte Linz hatte zur Ausstellung in Rathaus eingeladen
Zwölf kleine Künstler hatten das Linzer Rathaus in Ton nachgebildet
Linz. Zwölf aus Ton geformte Nachbildungen des Linzer Rathauses können zur Zeit auf der ersten Etage in hohen Vitrinen bewundert werden. Geschaffen wurden sie von zwölf jungen Künstler im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, die an der „Kreativwoche“, einem Kinder- und Jugend-Ferienangebot der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) Linz teilgenommen hatten. „Angeboten haben wir dieses Ferienangebot, das Bürgermeister Hans Georg Faust mit einer Rathausführung eröffnet hat, in Kooperation mit der Stadt“, berichtete Ute Gilles-Adenauer, die zusammen mit Anna Siebertz das Ferienangebot betreut hatte, bei der Vernissage Ende voriger Woche.
Zu dieser konnte sie zahlreiche Besucher, vor allem Eltern und Großeltern der kleine Künstler vor den Büroräumen des Stadtchefs begrüßen. „Für die Ton-Künstler haben wir mit dem Vettelschoßer Künstler Norbert Siebert, der im Hübelshäcker Weg 10 neben seinem Atelier auch einen Skulpturengarten hat, einen überaus kompetenten Referenten gewinnen können“, freute sich Ute Gilles-Adenauer. Nach Zeichnungen vom Rathaus habe dieser für die Tonarbeiten ein Format vorgegeben, das es möglich gemacht habe, die zwölf Mini-Rathäuser in Vitrinen auszustellen. „Ich habe den Kindern noch Tipps gegeben, wie sie das Rathaus etwa durch Brunnen oder andere Zugaben ergänzen können. Es war einfach toll zu sehen, wie viel Spaß den Kindern diese Arbeit gemacht hat“, berichtete Norbert Siebert, bevor Hans Georg Faust den kleinen „Architekten“ jeweils eine Urkunde überreichte. „Bei der Führung habe ich sie gefragt, wie alt sie das Rathaus schätzen würden“, erinnerte er. Dass es schon seit rund 500 Jahren am Marktplatz stehen würde, hatten die Kinder nicht gedacht. Durchaus möglich muss es einem kleinen Künstler aber vorgekommen sein, dass der Stadtchef auch schon so lange dort seinen Aufgaben nachkommt, hatte er ihn doch gefragt, ob er bereits seit damals Bürgermeister von Linz sei.
„Wir sind in der Woche aber auch mit den Kindern an den Rhein gewandert, um am Ufer Treibholz zu sammeln, das dann kreativ umgestaltet wurde“, berichtete Ute Gilles-Adenauer. Auch die Ergebnisse dieser Aktion können am Ende der großen Rathaustreppe bewundert werden. So hängen an den Wänden lange Stangen, auf denen sich neben heimischen Vögeln auch Papageien oder Sittiche breitgemacht haben. Auf einem langen Tisch sind zudem Laubsägearbeiten ausgestellt, die der Jahreszeit entsprechend mit Häschen und Hennen sowie Küken und bunten Eiern klassischer Osterdekoration gewidmet sind.
