Allgemeine Berichte | 15.05.2018

Mit „Sam Cheanz & the blue Denims“ zog am Freitag Elvis im Erpeler Tunnel ein

„ad erpelle“ bescherte Rockfans ein tolles „Presley Memorial“

In ein „Heartbreak Hotel“ verwandelt Sam Cheanz den ehemaligen Eisenbahntunnel. DL

Erpel. Zu dem Konzert „Tunnelblick auf Elvis“ mit der Band „Sam Cheanz & the blue Denims“ hatte der Kulturverein „ad erpelle“ um den Vorsitzenden Edgar Neustein und Geschäftsführer Thomas Schmidt am Freitagabend in den ehemaligen Eisenbahntunnel unter der Erpeler Ley eingeladen. Geplant war auch am nächsten Tag noch ein Konzert „Rock’n’Roll im Tunnel“ mit Hits der Musikern, die Michael „Chuck“ Hommerich, Gitarre, Wolfgang „Lemmy“ Thomas, Bass, Werner „Younggun“ Conrad, Drums, und Marco „Jerry Lee“ Zimmermann am Keyboard und nicht zuletzt Frontman Sam Cheanz so enorm beeinflusst haben. „Leider war die Karten-Nachfrage im Vorverkauf so gering, dass sich ein Auftritt für uns wegen der hohen Technikkosten nicht gelohnt hätte“, bedauerte Michael Hommerich. Das „Elvis Presley Memorial“-Konzert dagegen war so gut wie ausverkauft, dass sich der instrumentale Einstieg, „Are you lonesome tonight?“ wohl kaum auf einen der Zuhörer beziehen konnte.

„Heute richtet sich unser Blick nur auf einen Menschen, Elvis Presley, den ich nicht vergöttere, aber unheimlich bewundere“, berichtete Sam Cheanz.

„Anfang Juli 1954 kam es zur ersten richtigen Country-Aufnahmesession Presleys mit dem Gitarristen Scotti Moore und dem Bassisten Bill Black. Noch weit davon entfernt, der legendäre King of Rock’n Roll zu sein, stimmte Elvis in einer Pause ‚That’s alright mama‘, eine Bluesnummer von Arthur Crudups an, die er aber völlig neu interpretierte“, berichtete der Presley-Fan über die „Geburtsstunde“ des Rockabilly-Sounds. Von dem verabschiedeten sich „Sam Cheanz & the blue Denims“ dann kurzfristig, trugen sie nach dem Song „Heartbreak Hotel“ den „Hound Dog“ nicht in der Elvis-Version vor. Für den „Gigolo-Schürzenjäger“ wählten die Musiker den reinen Blues von Big Mama Thornton aus dem Jahr 1953. Dagegen erklang anschließend der Carl Perkins-Hit „Blue Suede Shoes“ in der Interpretation von Elvis.

Nicht unerwähnt blieb im Erpeler Tunnel auch nicht der legendäre Hüftschwung, der dem Sänger den Spitznamen „Elvis the Pelvis“, Elvis das Becken, einbrachte, bevor der Elvis-Fan den Tunnel in ein „Jailhouse“ verwandelte.

Dann stellte er Miriam Brackelsberg und Silke Röhrig als Backgroundsängerinnen für die Ballade „Don’t leave me now!“ vor. Kennengelernt hatten diese den Sänger beim Benefizkonzert „Nit esu kniestich“ von Nobby Schmitz and friends.

Natürlich spielten die Musiker auch „Love me tender, love me sweet“, auch wenn den blue denims diese Komposition viel zu langsam, eben überhaupt nicht rockig genug ist. Das galt auch für den Song „In the Ghetto“, mit dem sich Sam Cheanz und Band aus dem Erpeler Tunnel verabschiedeten, auch wenn die Zuhörer sie lieber an das „never let me go“ erinnert hätten. Zu hören ist das Quintett aber noch in diesem Monat am Samstag, 26. Mai, bei der Musiknacht in Sinzig und dann erst wieder Ende Juli beim SWB-Sommerfestival in der Rheinaue. DL

In ein „Heartbreak Hotel“ verwandelt Sam Cheanz den ehemaligen Eisenbahntunnel. Foto: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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