Kräftig „abgeräumt“ in Hessen und im Rheinland
Bernd Schuler in bestechender Form
Cochem. Von wegen im Sommer im Chillout-Modus dümpeln. Nein, ohne permanentes, hartes Arbeiten kein Preis, diese Weisheit gilt auch im TT-Geschehen und so eilt Bernd Schuler in der schnellsten Rückschlagsportart der Welt von Sieg zu Sieg, fährt dabei voll die Früchte seines intensiven Trainings ein. Neben seinen tollen Siegen beim „Weingarten-Pokal“ Turnier in Kriftel, dem Hugenottenturnier in Neu-Isenburg und dem Naspa Turnier in Wirges galt es für den Langnoppenspieler von der TV Eintracht Cochem sich in Trier in einem international hochklassig besetzten Teilnehmerfeld, darunter diverse Teilnehmer der diesjährigen Weltmeisterschaften von Neuseeland, zu beweisen. Seine Auftakthürden in den Gruppenspielen mit klaren 3:0 Erfolgen gemeistert, lag Schuler im Viertelfinale bereits mit 1:2 Sätzen gegen Hans-Achim Theelen (TSV Bockum) zurück, doch die Formkurve des Titelverteidigers stieg im Verlauf der weiteren Sätze stetig an. Ein gutes Händchen, viel Gefühl und ausdauernde Beine führten mit 3:2 Sätzen dann doch noch zum erhofften Sieg. Mit 3:0 dominierte er spektakulär im anschließenden Halbfinale seinen hoch dekorierten Kontrahenten Karl-Josef Assenmacher (TTC Mersch-Pattern), den Sieger des Grenzau Cups 2014 und ehemaligen Sieger der US Open, dem er nicht die Spur einer Siegchance lies.
Siegreich bis zum Ende
Im Endspiel erneut, wenn auch knapp, der Verlust des ersten Satzes mit 11:13 gegen den stark motivierten Rene Theillout (TTG Netphen). Doch Schuler zeigte bereits im zweiten Satz, dass er bereit war, alles für den Erfolg zu geben: rennen, ackern, Topspin ziehen und mit moderner Rückhandtechnik zu schmettern. Grandios zuweilen seine Technik der Überrumpelung, einen Ball zu spielen womit sein Gegner nicht gerechnet hat. So beispielsweise mit Eleganz den Siegpunkt auf die Kante zu platzieren, zum Entsetzen seines Gegners, der jedoch ob der zuvor gezeigten Leistung, Schuler fair zum Sieg und somit zur Titelverteidigung gratulierte.
