Anke Beilstein sprach mit Treiser Schülern über den Mauerfall und der Reichspogrom
Im Fokus: Schicksalstag der Deutschen
Treis-Karden. Die Landtagsabgeordnete Anke Beilstein nutzte den 9. November, um im Kreisgebiet mit jungen Menschen über den Schicksalstag der Deutschen zu sprechen. Auch Jungen und Mädchen der Konrad-Adenauer-Schule erwarteten die Politikerin, die sich in einem einstündigen Gespräch mit Neunt- und Zehntklässlern ausführlich über die Feiern zum 25-jährigen Mauerfall in Berlin, zur Reichpogromnacht 1938 und andere politische Ereignisse an diesem Datum austauschten. Zunächst entschuldigte Anke Beilstein den erkrankten Kollegen und Landtagsabgeordneten Benedikt Oster, nachdem sie durch die Schulleitung, vertreten durch Markus Freiwald , in der Aula der Realschule Plus begrüßt worden war.
"Unterschiedliche Gefühle"
„Dieses Datum weckt bei vielen von uns ganz unterschiedliche Gefühle“, sagte die Abgeordnete aus Ernst, die seit 2006 im Mainzer Landtag sitzt, gleich zur Einstimmung. „Während auf der einen Seite der Fall der Mauer gebührend gefeiert wird, sollte man am 9. November nicht vergessen, welches Unrecht 1938 an unseren jüdischen Mitbürgern begangen wurde.“ Die Jugendlichen unterhielten sich anschließend mit der Christdemokratin über die Themen Diktatur, DDR und Schreckensherrschaft, wobei schnell klar war, dass sich die Schüler sehr gut vorbereitet hatten. Die Vorzüge der Demokratie und das Thema Ehrenamt wurden dabei ebenso erwähnt und reflektiert wie die Chance der Freiheit und das in Deutschland praktizierte Wahlrecht.
Aktiv die Zukunft gestalten
Mit einem Appell an die jungen Menschen, sich noch mehr in die Gesellschaft einzubringen, aktiv Zukunft zu gestalten und sich ehrenamtlich in Vereinen zu engagieren, ging eine Geschichtsstunde der besonderen Art mit dem Beifall der rund 50 Jugendlichen der rad-Adenauer-Schule zu Ende.
