Netzwerke für Flüchtlingshilfe in den Verbandsgemeinden des Landkreises
„Sie leisten eine sehr wertvolle Arbeit!“
Landrat Manfred Schnur würdigt im Kreishaus Einsatz der ehrenamtlichen Helfer
Kreisgebiet. Weltweit sind Menschen auf der Flucht und suchen in sicheren Ländern Schutz. Die Zahl der Asylbewerber stieg bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Landkreis Cochem-Zell auf 158 an. Laut den Prognosen werden für das laufende Jahr etwa doppelt so viele Personen in den Landkreis kommen wie im Vorjahr.
Um den Flüchtlingen zu helfen, wurden in allen Verbandsgemeinden des Kreises Netzwerke aufgebaut. Ehrenamtliche Kräfte unterstützen dabei die hauptamtlichen Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltungen in der Betreuung der aufgenommenen Menschen. Ein Grund für Landrat Manfred Schnur, diese Netzwerke ins Kreishaus einzuladen, um ihnen für ihr Engagement zu danken. Bei diesem Treffen wies der Kreischef darauf hin, dass ohne die ehrenamtliche Unterstützung eine solche Herausforderung für die Kommunen des Kreises nicht zu leisten wäre. „Die ehrenamtliche Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge ist von ganz besonderer Bedeutung, um den Betroffenen das Einleben hier bei uns zu erleichtern. Wir sind sehr dankbar, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sehr groß ist und sich in allen Verbandsgemeinden ehrenamtliche Initiativen gebildet haben. Sie leisten eine sehr wertvolle Arbeit!“, betonte Schnur in der Begrüßung. Dass dies auch von den hauptamtlichen Bürgermeistern so gesehen wird, machten deren Wortbeiträge in dem Netzwerktreffen schnell deutlich. Gemeinsam mit den einzelnen Vertretern der Initiativen stellten die Bürgermeister die Arbeiten vor Ort und den Aufbau der Strukturen vor.
Anerkennung für das bürgerschaftliche Engagement
Folgende Netzwerke haben sich gebildet: Die Katholischen Pfarreiengemeinschaften gemeinsam mit der VG Zell. Die Initiative Durchblick e.V. gemeinsam mit der VG Kaisersesch. Die Pfarreiengemeinschaft Ulmen gemeinsam mit der VG Ulmen sowie das Dekanat Cochem gemeinsam mit der VG Cochem.
Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit überreichte Landrat Schnur aus den Mitteln der Sparkasse für das bürgerschaftliche Engagement jeder Gruppe einen Scheck. Auch der Landkreis hat sich auf den Hilfebedarf neu ausgerichtet und eine eigene Koordinierungsstelle zu Aufnahme von Asyl suchenden und geflohenen Menschen eingerichtet. Zwei Mitarbeiter der Kreisverwaltung stehen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung und kümmern sich unter anderem intensiv darum, das Angebot an dezentralen, wohnortnahen Sprachkursen im Landkreis zu organisieren. Darüber hinaus werden sie sich auch für eine eventuelle Integration der Flüchtlinge in Beschäftigungsverhältnisse einsetzen.
Im Landkreis Cochem-Zell werden Flüchtlinge willkommen geheißen.
