Volkstrauertag in Dierdorf
Man gedachte auch den Opfern aus Paris
Dierdorf. In Dierdorf gab es eine zentrale Feier für die Stadt und die Vororte am Mahnmal im Ortsteil Wienau. Mit dabei sollte die Freiwillige Feuerwehr Dierdorf sein. Die meisten Kameraden waren auch schon in der Ausgehuniform vor Ort, als die Melder gingen. Im Ortsteil Brückrachdorf brannte eine Schutzhütte am Waldrand. Das Feuer war schnell im Griff, aber die Schäden sind doch beträchtlich, wie Ortsvorsteher Thomas Kreten nach der Gedenkfeier berichtete. Ob es vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung war, muss noch untersucht werden.
So musste die Gedenkfeier ohne die Feuerwehrkameraden stattfinden. Der Männerchor Dierdorf und der Posaunenchor waren anwesend und umrahmten die Gedenkfeier musikalisch. Stadtbürgermeister Thomas Vis sagte: „Krieg und Gewalt sind mittlerweile alltäglich geworden. Menschen werden ohne Schuld aus dem Leben gerissen. Wir sind unmittelbar betroffen von diesen schlimmen Dingen, wie ganz aktuell in Paris. Die Freunde unserer Partnerstadt sind nicht weit von dem Ort des Schreckens entfernt.“ Vis meinte damit die Dierdorfer Partnergemeinde Courtisols, die vor den Toren von Paris liegt. Der Bürgermeister hatte am Samstag noch eine Mail nach Frankreich geschickt und bekundet, dass die Partnerstadt Dierdorf fest an der Seite der französischen Freude stehe. Vis erinnerte daran, dass er und die meisten Anwesenden in Frieden aufwachsen durften, und nannte es ein hohes Gut, das es zu erhalten gelte.
Pfarrer Thomas Corsten von der Katholischen Kirche war anwesend und las Worte aus der Offenbarung und aus dem Kapitel des Johannes und schlug so einen weiten Bogen zu den Opfern der Kriege. Junge Leute und Jugendliche waren, mit Ausnahme im Posaunenchor, nicht bei der Gedenkfeier zugegen. Dagegen viele Wienauer, die in den letzten Kriegstagen durch Bombenangriffe Angehörige verloren haben.
