Allgemeine Berichte | 09.11.2015

Bei „4 Zimmer, Küche, Bad“ der Melsbacher Kappesköpp gab es einen Lacher nach dem anderen

Polizei entdeckte die falsche Maklerin

Viel Applaus gab es auch von Landrat Reiner Kaul (vorn rechts) für die Melsbacher Theatergruppe.

Melsbach. „Lachen ist Trumpf“ hieß es wieder bei der Melsbacher Theatergruppe „Die Kappesköpp“, die damit ihrem seit Jahren erfolgreichen Stil treu blieb. Während es im vergangenen Jahr mehr um Aktion und Krawall ging, hatte die zehnköpfige Gruppe unter Waltraud Geißler diesmal ein Stück mit mehr Wortwitz ausgesucht. Die Komödie in zwei Akten „Nobi, Bubi und Schrapnell oder 4 Zimmer, Küche, Bad“ von Christiane Cavazzini brachte hunderte Zuschauer, darunter auch Landrat Reiner Kaul und Ortsbürgermeister Holger Klein, zum Lachen.

Kein Wunder, denn der Inhalt war wieder ein Verwirrspiel, das die Laienschauspieler der „Kappesköpp“ furios auf die Bühnenbretter brachten. Vor allem Joachim Hein, der die schwierige Rolle des homosexuellen Frisörs Norbert-Detlev bravourös meisterte, erhielt einen Lacher nach dem anderen.

Los ging es mit der Künstlerin Chantal Meyer (Miroslawa Huber), die sich mit der Immobilienmaklerin Pauline Braun (Rebecca Linn) eine Mietwohnung anschaute, aber sich nicht richtig entschließen konnte. Erst als die Maklerin darauf verwies, dass es noch einige Interessenten gebe, sagte die Künstlerin zu und zahlte anstandslos die Kaution von 3000 Euro, obwohl sie immer noch keinen vernünftigen Platz für die Staffelei fand. Quittung und Mietvertrag gebe es eineinhalb Tage später, versprach Pauline Braun, und von Frau zu Frau müssen sich sich ja keine Sorgen gemacht werden, „die halten zusammen“.

Mit dieser Masche kassierte die Maklerin bei dem homosexuellen Frisör Nobi und dem Muttersöhnchen Martin Martin (Matthias Tittelbach), der sich endlich von zu Hause abnabeln will, nochmals je 3000 Euro Kaution. Alle Mieter bekamen zwar den Wohnungsschlüssel, durften aber erst eineinhalb Tage später einziehen, da die Putzfrau Else Kobinsky (Doris Reinhard-Krämer) noch saubermachen und der  Handwerker Fred Stein (Volker Werner) im Bad noch etwas reparieren mussten. Dabei gab es einen Knall: „Eine Verpuffung, bei der eine Muffe wegflog, also Muffensausen“, wie er danach der Putzfrau erklärte, die er nur beim Pausemachen am Tisch traf.

Die beiden erlebten dann die Nöte der einzelnen Mieter, wie sie die neue Wohnung einrichten wollten, und die persönlichen Probleme. Martin Martins Übermutter (Schrapnell) Luzy Martin (Annemarie Flohr) wollte ihren Sohn, den sie Bubi nennt, nicht allein wohnen lassen. Den Handwerker hatte wegen eines kleinen Flirts seine Verlobte verlassen.

Schließlich kam es, wie es kommen musste: Es trafen alle drei Mieter aufeinander. Keiner wollte auf die Wohnung verzichten, denn jeder hatte 3000 Euro Kaution gezahlt. Also die Maklerin Pauline Braun anrufen: „Liebelein, wenn sie nicht in fünf Minuten hier sind, erfahren sie, wie ich mit der Brennschere umgehen kann, aber eigentlich bin ich ja ein ganz Lieber“, erklärte Nobi und hatte Erfolg. Pauline Braun kam, sah aber völlig anders aus (Rebecca Linn spielte zwei Rollen) und versicherte, mit keinem der Mieter gesprochen noch 9000 Euro kassiert zu haben. Da ihr guter Ruf auf dem Spiel stand, fiel ihr Verdacht auf eine verschwundene Praktikantin. Die Maklerin benachrichtigte die Polizei.

Getroffen hatten sich so auch der Handwerker mit seiner Verlobten, die Künstlerin, die ihn verlassen hatte. Nachdem Fred Stein jeglichem Kontakt zu anderen Frauen abgeschworen hatte, wollte Chantal Meyer wieder zurück in die gemeinsame  Wohnung und brauchte die vier Zimmer, Küche, Bad also nicht mehr. Blieben noch Martin und Nobi. Putzfrau Else Kobinsky hatte die Idee, dass doch beide die große Wohnung mieten könnten - und dem stimmte die Maklerin zu. „Ich bin ein Mann, und mein Zimmer ist für dich tabu“, sagte Martin zu Nobi, der das akzeptierte. Ende gut, alles gut, denn die Polizei entdeckte die falsche Maklerin mit den 9000 Euro am Flughafen. Ihre Kaution konnten sich die Mieter bei der Polizei Straßenhaus abholen.

Riesenapplaus des Publikums war der Lohn für ein gelungenes, unterhaltsames und lustiges Theaterstück, bei dem im Hintergrund noch einige Helfer mitgewirkt hatten: Regieassistenz Marianne Seuser, Maske Claudia Loose, Technik Bodo und Florian Polifka, Bühne  und Bühnenbild Theatergruppe sowie Freunde und Familien, Plakat und Flyer Silberschnur Verlag Christine Lanzendörfer.

22 Mal hat die Theatergruppe seit September die Komödie im evangelischen Gemeindehaus geprobt. „Zuvor hatten wir das Stück, das wir alle gemeinsam ausgesucht hatten, in meiner Gartenhütte gelesen“, erklärte Regisseurin Waltraud Geißler und weiter: „Auf der Bühne in der Turnhalle konnten wir für die drei Aufführungen nur sechs Mal Proben, aber es hat geklappt.“ Die Komödie wurde in der Originalfassung gebracht, jedoch „tauschen die Schauspieler jedes Mal einige Worte, so dass die Aufführungen nie absolut gleich sind“, erläuterte Waltraud Geißler, die auf der Bühne allen Mitwirkenden dankt.

Viel Applaus gab es auch von Landrat Reiner Kaul (vorn rechts) für die Melsbacher Theatergruppe.
Polizei entdeckte die falsche Maklerin

Da die Schrapnell noch immer ihren Bubi bemuttern wollte, wurde sie aus der Wohnung gedrängt.

Viel Applaus gab es auch von Landrat Reiner Kaul (vorn rechts) für die Melsbacher Theatergruppe.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Dachdecker (m/w/d)
Industriemechaniker
10 Jahre NoWi
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige KW 18
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
27

Heimbach-Weis/Gladbach. Bei den Wald-Jugendspielen im Heimbach-Weiser-Gladbacher Wald können Kinder die heimische Natur erkunden und spielerisch ihr Wissen erweitern. Um für diese Veranstaltung einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, ist die Waldstraße zwischen Eingang Zoo und Zufahrt Golfplatz am Dienstag, 19. Mai, in der Zeit von 8 Uhr bis 14 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt und kann demnach nicht befahren werden.

Weiterlesen

Symbolbild.
134

Region. Die DB InfraGO startet in knapp zwei Monaten mit der Korridorsanierung der Bahnstrecke am rechten Rheinufer zwischen Troisdorf und Wiesbaden. In der Zeit vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 bündeln die Bauteams entlang der rund 160 Kilometer langen Strecke zahlreiche Arbeiten, die die Infrastruktur langfristig leistungsfähiger und weniger störanfällig machen.

Weiterlesen

Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.
43

Quads erfreuen sich gerade im Sommer großer Beliebtheit, sowohl im Freizeitbereich als auch im Straßenverkehr. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken: Insbesondere bei Fahrfehlern oder mangelnder Erfahrung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
12

Bonn/Meckenheim. Nicht einmal Graupelschauer und Aprilwetter konnten die gute Stimmung an diesem Tag vermiesen: Ulla Schmidt besuchte im März den Unternehmensverbund der Lebenshilfe Bonn. Konkret stand ein Rundgang durch das Werk Meckenheim der Bonner Werkstätten auf dem Programm. Drei Stunden nahm sich die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe Zeit, um sich verschiedene Arbeitsbereiche zeigen zu lassen.

Weiterlesen

Symbolbild.
252

36-jähriger Autofahrer verliert bei Starkregen die Kontrolle über sein Fahrzeug

04.05.: Dramatisher Unfall auf der B 56: Motorradfahrer schwer verletzt

Lohmar. Am Montag, den 4. Mai, ereignete sich in Lohmar ein schwerer Verkehrsunfall, als zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr kollidierten. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen. Gegen 16:00 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus Siegburg mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 56 von Siegburg nach Lohmar. Bei starkem Regen verlor er im Ortsteil Heide aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz.

Weiterlesen

Symbolbild.
193

Spielschein wurde ohne Kundenkarte in einer Annahmestelle abgegeben

Glückspilz aus dem Westerwald gewinnt über 680.000 Euro im Eurojackpot

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Essen auf Rädern
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Show Alive
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Jubiläum
Titel
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Imageanzeige Löhr Meckenheim