Politik | 19.10.2014

Westerwald-Taunus-Tunnel

„Über Tunnellösung muss intensiv diskutiert werden“

Lärm im Rheintal soll reduziert werden

Region. Seit dem Jahr 2002 steht die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz als Weltkulturerbe unter dem besonderen Schutz der UNESCO. Von Rüdesheim bis Bonn leben am Rhein rund 150.000 Menschen. Sie alle werden Tag und Nacht dem Lärm der vielen Güterzüge ausgesetzt. Es ist bekannt, dass Lärm krankt macht und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigt wird. Regelmäßig wird durch die diversen Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm darauf hingewiesen und Abhilfe gefordert.

Die Politik überlegt mittlerweile, ob Ausweichstrecken über den Westerwald oder den Hunsrück geplant und umgesetzt werden sollen. Die Landtagsabgeordnete Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Die Grünen) sieht dies zwar als ersten Schritt in die richtige Richtung, hat aber große Bedenken: „Wir nehmen zwar den Lärm aus dem Rheintal weg, bringen ihn aber zu den Menschen auf die Westerwaldhöhen oder in den Hunsrück. Dies kann nicht sein, dies macht keinen Sinn. Es muss ganz intensiv über eine Tunnellösung durch Westerwald und Taunus diskutiert werden und eine sofortige Prüfung der Umsetzung beginnen.“

Elisabeth Bröskamp hat sich in der Schweiz ausführlich informiert. Die Schweizer sind Vorbild für den Bau von Tunneln. Technisch ist der Bau des Tunnels durch Westerwald und Taunus ohne Weiteres lösbar. Die Kosten sind überschaubar. „Hier dürfen nicht nur die reinen Baukosten gegenübergestellt werden, es müssen auch die indirekten Kosten mit einbezogen werden. Die lärmbedingten Krankheiten der Anwohner verursachen volkswirtschaftlich erhebliche Kosten. An der neuen Bahnstrecke wird die Lebensqualität gemindert und die Immobilienpreise sinken. Die Attraktivität der Region wird herabgesetzt. Darüber macht sich keiner Gedanken“, meint die Abgeordnete Bröskamp.

Es wären auch die künftigen Vorteile für den Güterverkehr in die Überlegungen und Kostenplanung mit einzubeziehen. Die Fahrstrecke verkürzt sich durch den Tunnel um 50 Kilometer. Die Fahrtgeschwindigkeit könnte auf 160 Stundenkilometer erhöht werden. Die Energieeinsparung ist beträchtlich, da die Strecke kürzer ist und nicht die Höhen von Westerwald oder Hunsrück überwunden werden müssen. Die Strecke ist völlig witterungsunabhängig. „Über diese Vorteile gilt es zu diskutieren und sie mit in die Kalkulation einzubringen“, mahnt Elisabeth Bröskamp.

Das Projekt wurde bereits 2012 von Dr.-Ing. Rolf G. Niemeyer aus Bonn zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet.

Elisabeth Bröskamp,

MdL

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