Verdienstmedaillen des Landes Rheinland - Pfalz verliehen
Viele Jahre im Dienst der Menschen
Dank und Anerkennung ging an vier Persönlichkeiten für ihre ehrenamtlichen Dienste
Koblenz. Gleich vier Persönlichkeiten aus der Region Mittelrhein bekamen die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Dr.Ulrich Kleemann händigte persönlich die Ordensinsignien im Auftrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Rahmen einer Feierstunde in den Räumen der SGD-Nord aus.
Hans Kraft
So hat sich Hans Kraft aus Mudersbach viele Jahrzehnte zum Wohl seiner Mitmenschen engagiert. Der Sport begeisterte ihn sein ganzes Leben lang und der Sportverein ist dabei seit über einem halben Jahrhundert ein Teil des Lebens geworden. Außerdem gehört er zu den Mitbegründern des Tennisclubs Niederschelderhütte, hat sich dort im Vorstand engagiert und war zeitweise 2.Vorsitzender. Vielen Menschen in der Verbandsgemeinde Kirchen an der Sieg durfte er jedoch auf Grund seines kommunalpolitischen Engagements bekannt sein, denn er war 27 Jahre Mitglied im dortigen Verbandsgemeinderat. 16 Jahre lang war er Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde von Mudersbach. Er war bekannt dafür, die Dinge erfolgsorientiert und gut organisiert anzugehen. Sein Engagement war über die Parteigrenzen hinaus anerkannt. Als kommunalpolitisches Urgestein hat er viel für seine Mitmenschen und seinen Heimatort geleistet.
Werner Zeiler
Vier Jahrzehnte lang war Werner Zeiler aus Raubach in der Schützengilde aktiv. Viele Jahre arbeitete er im Vorstand mit, als Geschäftsführer, Schatzmeister und Schriftführer brachte er sich auch in verschiedenen Gremien mit ein. Im Verkehrs- und Verschönerungsverein Raubach ist er ebenfalls schon 40 Jahre lang aktiv und dem Sportverein 1921 Grün-Weiß gehört er inzwischen sogar schon seit fünf Jahrzehnten an. Besonders am Herzen gelegen hat ihm die ehrenamtliche Arbeit beim Deutschen Wetterdienst. Drei Jahrzehnte lang hat er nach festen Regeln bestimmte Wachstumserscheinungen datiert und dann nach Offenbach übermittelt. Die Werke und Forschungsergebnisse seines Vaters hat er gesammelt, geordnet und in zwei Schriften veröffentlicht und trug damit bei, dass die Westerwälder Mundart und Details über den Heimatort Raubach nicht in Vergessenheit gerieten.
Wolfram Fuhrmeister
15 Jahre war Wolfram Fuhrmeister aus Neuwied im Prüfungsausschuss der Notarkammer Koblenz verantwortlich für die Abnahme der Abschlussprüfungen der Notarfachangestellten. Ebenso arbeitete er neun Jahre im Berufsbildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Justizministerium mit. Darüber hinaus engagierte er sich 13 Jahre im Prüfungsausschuss der Notarkammer in Köln. Seit diesem Sommer ist er im Ruhestand, doch Langeweile ist ihm aber nach wie vor ein Fremdwort. Nun hat er mehr Zeit, sich für die kirchlichen Ehrenämter einzusetzen. Seit 1992 gehört er dem Presbyterium an und ist dort aufgrund seiner Berufserfahrung ein wichtiger Ansprechpartner für Rechtsfragen. Sein Herz gehört den Zinnfiguren, genauer der Aufarbeitung heimatgeschichtlicher Themen mittels Zinnfiguren. Auch in diesem Bereich verfügt er über fundiertes Fachwissen und hat diese als Mitautor verschiedener Bücher über Zinnfiguren zu Papier gebracht.
Ursula Bender
Seit über vier Jahrzehnten ist Ursula Bender aus Neuwied ehrenamtlich aktiv. Jedes Jahr organisiert sie so zum Beispiel das Zeltlager am langen Fronleichnams Wochenende in Rhens und hier genießen behinderte und nicht behinderte Kinder ein unbeschwertes Wochenende. Einige Jahre war sie zudem Landesfrauensprecherin im Vorstand des Landesverbandes Rheinland-Pfalz /Saarland. Seit drei Jahrzehnten ist sie im Karneval aktiv.1984 übernahm sie die Geschäftsführung des Möhnenvereines Engers und seit zehn Jahren ist sie Präsidentin. Seit vier Jahrzehnten hat sie zudem die leitende Verantwortung für das Gelingen des weit über die Grenzen von Neuwied bekannten „Nussknackermarkt“. Man kann sagen, sie ist die gute Seele dieses Marktes, denn ohne ihren unermüdlichen Einsatz und ihre unverwechselbare Handschrift bei Organisation und Durchführung wäre die Veranstaltung heute nicht einer der schönsten Weihnachtsmärkte in der Region.
Einen Ausgleich zu ihren verantwortungsvollen und oft anstrengenden Aufgaben findet sie zum Beispiel im Frauenchor „Salbeilerchen“, mit dem sie in stilechten Gewändern mittelalterliche Lieder vortragen. Ulrich Kleemann freute sich mit den Würdenträgern und hoffte mit ihnen auf weitere ehrenamtliche Tätigkeiten und sprach bei den neuen Trägern der Verdienstmedaille von Vorbildern für die Gesellschaft. US
