Allgemeine Berichte | 19.08.2015

Kreisverwaltung Cochem-Zell - Neues Pflegeportal vorgestellt

Alles rund um die Pflege

Eine Idee der Pflegekonferenz wird umgesetzt

Die Unterarbeitsgruppe der Regionalen Pflegekonferenz bei der Vorstellung des neuen Pflegeportals. (v.l.n.r. Elke Vogel, Brigitte Boost, Anja Toenneßen, Michaela Schubach und Birgit Mohr. Es fehlt Dorothee Waldorf).privat

Cochem. Jeder kann pflegebedürftig werden oder aus Altersgründen auf Unterstützung angewiesen sein - völlig überraschend von heute auf morgen oder absehbar.

Im eintretenden Pflegefall sind die Betroffenen und deren Angehörige oft ratlos. Was muss ich tun? An wen wende ich mich? Wer kann mir helfen? In einer solchen Situation möchte man schnell und einfach einen Überblick über die Beratungs- und Unterstützungsangebote erhalten. Dies bietet nun das neue Pflegeportal für den Landkreis Cochem-Zell.

Warum ein Pflegeportal?

„Die Idee für das Pflegeportal ist in der Pflegekonferenz entstanden. Im September vergangenen Jahres hat sich die Pflegekonferenz mit der Frage beschäftigt, welche Angebote es für ältere bzw. pflegebedürftige Menschen im Landkreis gibt und wie deren Versorgung mit Blick auf den demografischen Wandel auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Dabei wurde auch festgestellt: Viele Menschen kennen die bereits bestehenden Angebote rund um die Pflege nicht. Es gibt zwar eine Vielzahl an Informationsquellen, ein Gesamtüberblick fehlt aber“, erläutert Anja Toenneßen, die zuständige Sozialdezernentin bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell bei der Vorstellung. Dies war Auslöser für das gemeinsame Projekt, ein Pflegeportal auf der Homepage des Landkreises einzurichten. Gemeinsam, das heißt, eine Unterarbeitsgruppe der Pflegekonferenz hat sich gebildet, um mit der Kreisverwaltung das Pflegeportal aufzubauen und mit Leben zu füllen. Mitgearbeitet haben hier Brigitte Boost (Pflegestützpunkt Gillenbeuren), Birgit Mohr (Klinikum Mittelmosel), Michaela Schubach (COMPASS Private Pflegeberatung GmbH), Dorothee Waldorf (Seniorenzentrum St. Hedwig Cochem), Elke Vogel (Berufsbildende Schule Cochem) und Anja Toenneßen (Kreisverwaltung Cochem-Zell). Rund ein halbes Jahr später ist das Portal nun „am Netz“. Das Pflegeportal beinhaltet eine umfassende Darstellung der Beratungsangebote, von der Rund-um-Beratung in Sachen Pflege der drei Pflegestützpunkte im Landkreis bis hin zu speziellen Beratungs- und Beschwerdestellen. Weiter erhält man ausgehend von der Lebenssituation allgemeine Informationen über Hilfe und Unterstützung im Alltag, Pflege zu Hause sowie Wohnen im Alter von Betreutem Wohnen bis hin zum Pflegeheim und eine Auflistung der jeweiligen Anbieter im Landkreis mit Kontaktdaten.

Das Pflegeportal ersetzt nicht die persönliche Beratung

Brigitte Boost vom Pflegestützpunkt Gillenbeuren macht deutlich: „Oftmals kommen die Menschen zu spät zu uns, da sie nicht wissen, wo sie sich informieren können und Hilfe bekommen.“ „Das Pflegeportal kann und soll die persönliche und individuelle Beratung dabei nicht ersetzen. Es bietet aber die Möglichkeit, sich einen Überblick über die bestehenden Angebote rund um die Pflege zu verschaffen und soll helfen, den richtigen Ansprechpartner zu finden“, betont die Sozialdezernentin. Auch die anderen Arbeitsgruppenmitglieder sind sich einig: „Für die weitere Netzwerkarbeit im Rahmen der Pflegekonferenz ist es wichtig, sich gemeinsam zu präsentieren und die vorhandenen Angebote kompakt zu bündeln.“

„Nicht vergessen werden sollen dabei auch die vielen ehrenamtlichen Unterstützungsangebote für ältere Menschen. Häufig ist es in den Gemeinden einfach selbstverständlich, dass man Freunden, Bekannten oder Nachbarn hilft. Es bedarf dafür keines Vereins, keiner Organisation. In einigen Gemeinden haben sich aber auch schon sogenannte Helferkreise und ehrenamtliche Initiativen gebildet. Diesen möchten wir gerne im Pflegeportal die Gelegenheit geben, sich vorzustellen“, so Toenneßen. Wer Interesse hat, kann sich bei der Kreisverwaltung melden, um sein ehrenamtliches Projekt im Rahmen des Pflegeportals kostenlos vorzustellen. Zudem beinhaltet das Pflegeportal auch einen Terminkalender. Hier haben Veranstalter die Möglichkeit, vom Seniorennachmittag über den Seniorenausflug bis hin zu Vorträgen und Gesprächskreisen Termine im Bereich Gesundheit und Soziales selbst einzutragen. Interessierte können sich sodann kreisweit über diese Veranstaltungen informieren.

Zum Pflegeportal gelangen Sie unter www.cochem-zell.de/pflegeportal.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Cochem-Zell

Die Unterarbeitsgruppe der Regionalen Pflegekonferenz bei der Vorstellung des neuen Pflegeportals. (v.l.n.r. Elke Vogel, Brigitte Boost, Anja Toenneßen, Michaela Schubach und Birgit Mohr. Es fehlt Dorothee Waldorf).Foto: privat

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