Der Cochemer A-Juniorencoach ist seit 33 Jahren Fußballspieler und -trainer
Christoph Reinisch - Fußball ist sein Leben
Cochem. Zum ersten Mal mit der Droge Fußball in Kontakt kam Christoph Reinisch mit sieben Jahren in der F-Jugend des TuS Merl. Und hier war es ein 2:1-Sieg gegen Traben-Trarbach, der ihm von seinem Opa als Belohnung zwei Mark einbrachte. In den kommenden Jahren durchlief Christoph Reinisch alle Juniorenmannschaften der JSG Zell-Bullay versehen mit Pokalsiegen und Meisterschaften. Von 1993 - 2006 war der heute seit 19 Jahren als Fachwirt bei der Deutschen Bundesbahn beschäftigte Reinisch in der ersten Mannschaft der SG Zell-Bullay-Alf aktiv. Als Leistungsträger hatte er erheblichen Anteil an den Meisterschaften in der B- und A-Liga, sowie in der Saison 2004/2005 am Titelgewinn in der Bezirksliga West und mit dem damit verbundenen Aufstieg in die Rheinlandliga. Gleichzeitig war er aber auch als Juniorentrainer bei der JSG Bremm-Zell-Bullay tätig. Nach Lehrjahren bei den E- und C-Jugendteams stieg er ab der Saison 2001/2002 in den B- und A-Jugendbereich ein. „Als ich dann bedingt durch den Aufstieg mit den Senioren in die Rheinlandliga und der gleichzeitigen Trainertätigkeit bei den B-Junioren in der Bezirksliga fortan an sieben Tagen leistungsorientierten Fußball zu bewältigen hatte, habe ich mich nach dem Ligaerhalt mit der ersten Mannschaft nur noch auf meine Trainerarbeit konzentriert“, erzählt Reinisch. „Zwei Aufgaben auf so hohem Niveau waren zeitlich nicht zu stemmen.“
Eine Entscheidung, die dem Jugendfußball in Cochem und Umgebung mehr als zu Gute kam.
Mehrere Kreis- und Bezirksligameisterschaften, Kreispokalsiege und zu guter Letzt in der Spielzeit 2012/13 der Aufstieg mit der A-Jugend der JSG Cochem in die Rheinlandliga verbunden mit dem Klassenerhalt - die Erfolge des Fußball beseelten Übungsleiters können sich sehen lassen, der seinen Schützlingen aber nicht nur das Fußballspielen vermitteln will. „Dass vorbildliche Einstellung, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft sich am Ende immer auszahlen und das Glück des Tüchtigen stets hart erarbeitet werden muss, will ich den Jungs deutlich machen“, erläutert Reinisch seine zusätzlichen Ziele und unterstreicht: „Das sollen meine Spieler nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in Schule, Studium und Berufsleben beherzigen. Dann sind sie immer auf dem richtigen Weg.“ Zu seinen schönsten Erlebnissen zählt Reinisch das Erreichen des Viertelfinales im A-Junioren Rheinlandpokal: „Trotz der 1:3-Niederlage vor 800 Zuschauern gegen den Regionalligisten SV Eintracht Trier 05 war es für mich und meine Mannschaft ein einmaliges Erlebnis.“ Großes Lob erntet der rührige Coach vom Cochemer Jugendleiter Dieter Nicolay. „Christoph ist ein äußerst zuverlässiger und motivierter Trainer, der 24 Stunden für seine Jungs da ist“, macht Nicolay klar. „Sein Auftreten ist vorbildlich. Außerdem ist sein Verhalten mir und dem Verein gegenüber absolut loyal.“ Wie lange der Erfolgscoach noch in Cochem bleibt, steht in den Sternen. Trotz zahlreicher Anfragen aus dem Seniorenbereich sieht er seine Zukunft derzeit im Moselstadion. „Ich fühle mich hier wie auch auf meiner Arbeitsstelle sehr wohl, deshalb verschwende ich keinen Gedanken daran, dieses tolle Umfeld zu verlassen“, so der 40-jährige 1. FC Kaiserslautern-Fan. Für den Cochemer Fußball mit Sicherheit eine wertvolle Entscheidung.
Anweisungen von Chef Reinisch an einen seiner Schützlinge.
Christoph Reinisch hat sich seit 33 Jahren dem Fußballsport verschrieben.
