Politik | 25.02.2015

Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“

„Die Würfel sind gefallen“

14 Kommunen aus dem Landkreis erhalten den Zuschlag

Der Vorstand der Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“ beschließt einstimmig: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.unser-klima-cochem-zell e.V.

Cochem-Zell. Im November des vergangenen Jahres startete der Landkreis mit seiner Akquisephase und warb unter den Ortsgemeinden für die Teilnahme am Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“. In diesem Projekt sollen integrierte Quartierskonzepte aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Energiepotenziale bestehen und welche konkreten Maßnahmen für eine Umsetzung entwickelt werden müssen.

Mit dem quartiersbezogenen Ansatz können Lösungswege bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands und der Energieeffizienz aufgezeigt werden, was zu einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des gesamten Quartiers führen kann. Zusätzlich können die umsetzbaren quartiersbezogen Maßnahmen auf ähnlich strukturierte Gemeindegebiete übertragen werden und in der Umsetzungsphase die Wertschöpfung in der Region erhöhen, indem Fachkräfte und Handwerksbetriebe bei der Umsetzungder Maßnahmen beteiligt werden.

In einem intensiven Beteiligungsprozess werden die örtlichen Akteure (Bürger, Hausbesitzer, Unternehmen, Land- und Forstwirte, kommunale Akteure sowie politische Entscheidungsträger) in den Grundlagen der Technik, Organisation und Finanzierung von Energieprojekten geschult und Projekte vor Ort entwickelt, um die örtlichen Energiepotenziale umzusetzen.

Starke Resonanz bei Gemeinden

Mit der Auftaktveranstaltung zur Klimaschutzkonferenz gestartet, endete am 31. Januar die Bewerbungsfrist für die Gemeinden. Bis zu dieser Frist konnten die eingereichten Motivations- und Interessenbekundungen bei der Energieagentur des Landkreises „unser-klima-cochem-zell e.V.“ eingereicht und berücksichtigt werden. Landrat Manfred Schnur freut sich: „Wir waren zwar optimistisch, dass wir eine Vielzahl der Gemeinden von unserem Konzept überzeugen können, aber mit einer solchen Resonanz haben wir nicht gerechnet.“

Nach Diskussion und Abwägung innerhalb des Vorstandes steht es nun fest: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.

Ein weiteres Bonbon kommt für die Teilnehmerkommunen direkt mit hinzu: Nach intensiven Gesprächen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) konnten zusätzliche Fördermittel für die Aufstockung der schon mit 65% geförderten Quartierskonzepte, akquiriert werden. Somit sinkt der Eigenanteil zur Quartierskonzepterstellung für die Kommunen weiter.

Um eine reibungslose Projektabwicklung zu ermöglichen, wurde beschlossen, die Kommunen in zwei Gruppen einzuteilen. Diese werden einen leicht zeitversetzten Projektstart haben. In der ersten Gruppe werden jeweils zwei Gemeinden aus jeder Verbandgemeinde sein: Gruppe 1: Bruttig-Fankel, Ellenz-Poltersdorf, Mittelstrimmig, Zell, Alflen, Schmitt, Stadt Kaisersesch, Müllenbach. Gruppe 2: Ernst, Mesenich, Treis-Karden, Alf, Blankenrath, Gevenich.

„Dieses Projekt zeigt viele Möglichkeiten auf und bietet Chancen für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden“, betont Schnur.

In den nächsten Wochen wird die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“, auf die die Projektabwicklung übertragen wurde, mit den Kommunalvertretern die entsprechenden Antragsformalitäten regeln und gemeinsam den Weg hin zur Integrierten Quartierskonzeption beschreiten.

Der Vorstand der Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“ beschließt einstimmig: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.Foto: unser-klima-cochem-zell e.V.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Anzeige Lange Samstage
Imageanzeige - Ostern
Empfohlene Artikel
Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
230

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2242

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
131

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Daueranzeige
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Koblenz blüht
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Osteraktion
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in