Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“
„Die Würfel sind gefallen“
14 Kommunen aus dem Landkreis erhalten den Zuschlag
Cochem-Zell. Im November des vergangenen Jahres startete der Landkreis mit seiner Akquisephase und warb unter den Ortsgemeinden für die Teilnahme am Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“. In diesem Projekt sollen integrierte Quartierskonzepte aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Energiepotenziale bestehen und welche konkreten Maßnahmen für eine Umsetzung entwickelt werden müssen.
Mit dem quartiersbezogenen Ansatz können Lösungswege bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands und der Energieeffizienz aufgezeigt werden, was zu einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des gesamten Quartiers führen kann. Zusätzlich können die umsetzbaren quartiersbezogen Maßnahmen auf ähnlich strukturierte Gemeindegebiete übertragen werden und in der Umsetzungsphase die Wertschöpfung in der Region erhöhen, indem Fachkräfte und Handwerksbetriebe bei der Umsetzungder Maßnahmen beteiligt werden.
In einem intensiven Beteiligungsprozess werden die örtlichen Akteure (Bürger, Hausbesitzer, Unternehmen, Land- und Forstwirte, kommunale Akteure sowie politische Entscheidungsträger) in den Grundlagen der Technik, Organisation und Finanzierung von Energieprojekten geschult und Projekte vor Ort entwickelt, um die örtlichen Energiepotenziale umzusetzen.
Starke Resonanz bei Gemeinden
Mit der Auftaktveranstaltung zur Klimaschutzkonferenz gestartet, endete am 31. Januar die Bewerbungsfrist für die Gemeinden. Bis zu dieser Frist konnten die eingereichten Motivations- und Interessenbekundungen bei der Energieagentur des Landkreises „unser-klima-cochem-zell e.V.“ eingereicht und berücksichtigt werden. Landrat Manfred Schnur freut sich: „Wir waren zwar optimistisch, dass wir eine Vielzahl der Gemeinden von unserem Konzept überzeugen können, aber mit einer solchen Resonanz haben wir nicht gerechnet.“
Nach Diskussion und Abwägung innerhalb des Vorstandes steht es nun fest: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.
Ein weiteres Bonbon kommt für die Teilnehmerkommunen direkt mit hinzu: Nach intensiven Gesprächen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) konnten zusätzliche Fördermittel für die Aufstockung der schon mit 65% geförderten Quartierskonzepte, akquiriert werden. Somit sinkt der Eigenanteil zur Quartierskonzepterstellung für die Kommunen weiter.
Um eine reibungslose Projektabwicklung zu ermöglichen, wurde beschlossen, die Kommunen in zwei Gruppen einzuteilen. Diese werden einen leicht zeitversetzten Projektstart haben. In der ersten Gruppe werden jeweils zwei Gemeinden aus jeder Verbandgemeinde sein: Gruppe 1: Bruttig-Fankel, Ellenz-Poltersdorf, Mittelstrimmig, Zell, Alflen, Schmitt, Stadt Kaisersesch, Müllenbach. Gruppe 2: Ernst, Mesenich, Treis-Karden, Alf, Blankenrath, Gevenich.
„Dieses Projekt zeigt viele Möglichkeiten auf und bietet Chancen für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden“, betont Schnur.
In den nächsten Wochen wird die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“, auf die die Projektabwicklung übertragen wurde, mit den Kommunalvertretern die entsprechenden Antragsformalitäten regeln und gemeinsam den Weg hin zur Integrierten Quartierskonzeption beschreiten.
