Förderverein der ehemalige Synagoge Bruttig feiert Jubiläum
Kleines Kulturhaus würdigt zehnjähriges Bestehen
Bruttig. Es ist ein kleines, verstecktes Haus im Schatten der Kirche St. Margarita.Die ehemalige Synagoge in der Mühlenbachstraße in Bruttig ist schwer zu finden und dennoch gut besucht.
Um die Bestimmung des als Synagoge im Jahre 1925 aufgegebenen Gebäudes ansatzweise wieder aufleben zu lassen und dem Begriff „Synagoge“ (Zusammenführen, Zusammenkommen) wieder gerecht zu werden hatte sich 2015 ein Förderverein gebildet. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem ehrwürdigen Gemäuer wieder Leben einzuhauchen. Zwar finden hier keine jüdischen Gottesdienste mehr statt, jedoch will man mit allerlei anderen ansprechenden Kulturveranstaltungen Menschen in diesem Gebäude zusammenführen.
Der achtköpfige Vorstand des „Förderverein ehemalige Synagoge Bruttig e.V.“ läßt sich seit nunmehr zehn Jahren sehr erfolgreich vielerlei kulturelle Veranstaltungen einfallen, um Interessierte in das kleine Haus zu locken.
Von Vorträgen, Lesungen oder Konzerten bis hin zu kulinarischen Abenden mit einem koscherem Menü haben schon viele kreative und Akteure ihre Bühne in der ehemaligen Synagoge gefunden.
Das Jubiläum feiern die Macher des „Haus der Kultur & Begegnung“ mit seinen inzwischen mehr als 50 Mitgliedern des Fördervereins in einer kleinen Feierstunde im Mai. Neben den eingetragenen Mitgliedern des Vereins unterstützen auch einige wenige großzügige Gönner aus weiten Teilen der Republik die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins.
Nur rund 40 Sitzplätze stehen in der Regel dem Auditorium für die Darbietungen auf der Bühne zur Verfügung, viele der Besucher sind inzwischen schon Vereinsmitglieder und unterstützen somit die Bemühungen des Kulturhauses. Alle Veranstaltungen plakativ in Dorf und in der örtlichen Presse beworben.
Doch wer glaubt, dass nur zweitklassige Künstler den Weg auf auf die Bühne finden, der irrt. Hochkarätige Akteure, wie z.B. der TV-Schauspieler Axel Pape hat schon die kleine Bühne des Hauses mit einem Soloprogramm belebt.
Möglichst vielseitig, aber auch mit dem Ursprung des Hauses angemessenem Niveau entsprechendem Programm bemühen sich die Förderer, Kulturschaffenden in der Region eine Bühne zu geben. Gab es in den letzten Jahren bei den musikalischen Vorträgen eher die leisen Töne zu hören, wird das Jubiläumsjahr gleich mit einer Premiere eingeläutet. Die erst kürzlich neugegründete Cover-Rockband „ The Lunatics“ wird am 12. April erstmals die Kulturbühne rocken. Auch hier verfolgt der Fördervereinsvorstand sein ganz klar gesetztes Ziel. Möglichst vielen Künstlern unterschiedlichstem Genre eine Bühne zu bieten und natürlich auch die Jugend in das alte Haus zu ziehen. Es wird also demnächst etwas lauter im beschaulichen Mühltal.
Wer sich über die Synagoge, den Förderverein oder über das Programm des Hauses der Kultur und Begenung informieren möchte, sollte bei www.synagoge-bruttig.org vorbeischauen.
